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Mi

25

Jan

2012

Duran Duran live @ Gasometer Vienna – Retro-Chic mit Mark Ronson-Nouveau-Rock !

Der Bandname inspiriert durch den Science Fiction-Streifen „Barbarella“, die ersten Auftritte im Birminghamer Club „Rum (!) Runner“, der funkige Pop-Art-Sound als yuppisierende Antithese zum nihilistischen Punk, oder wie es das englische Musik-Magazin Mojo ausdrückte „Take Roxy Music, add Kraftwerk and sprinkle on some chic – and the result is Duran Duran“.

 

Die fünf englischen Jungs erschienen Anfang der 80er zur richtigen Zeit auf dem glitzernden Pop-Bankett. MTV was born, und die ersten Mega-Stars des vorerst nur in Amerika ausgestrahlten Musikvideokanals waren Sänger Simon Le Bon, Bassist John Taylor, Keyboarder Nick Rhodes, Gitarrist Andy Taylor und Drummer Roger Taylor. „Girls on Film“, jener damals skandalumwitterte Clip mit nackten Brüsten, heißen Lesbenküssen und sexuellen Anspielungen, durfte als erstes Video erst nach 23 Uhr und nur zensuriert ausgestrahlt werden. Was danach kam, gehört zu den epochalen Annalen der Pop-History: 100 Millionen verkaufte Tonträger, Protagonisten der New Romantics-Welle, sündteure Pop-Ästhetik-Videos (wie das über 1 Mio Dollar teure, Brit-award-prämierte „Wild Boys“), als erste Band der Welt Auftritte im Pariser Louvre und sexuelle Wunschtraumpartner der 80´s-Teenager.

 

Diese Zeiten sind zwar jetzt vorbei, musikalische, innovative Lebenszeichen gibt es von Duran Duran aber alle paar Jahre. Im Rahmen ihrer „All you need is now“-World-Tour beehrten die britischen Pop-Rocker (ohne Andy Taylor, aber mit Session-Gitarrist Dominic Brown und Support-Vocalistin Anna Ross) am 23. Jänner 2012 nun das fast ausverkaufte Wiener Gasometer. Wegen Stimmproblemen Simon Le Bons zwar einige Monate verspätet, aber mit einem temperamentvollen, abwechslungsreichen 2-Stunden-Trip durch die Duran Duran-Music History. Der brandneue Opener „Before the Rain“ noch im düsteren Depeche Mode-Style gehalten, ließ die erste Single der Jungs, „Planet Earth“ (Release: 2. 2. 1981), das dem Teenager- und Twenalter großteils schon entwachsene Auditorium zum erstenmal die Hände in die Höhe schnellen. Es folgten der Bond-Hit „A View to a Kill“, der von Mark Ronson produzierte Title-Track des 13. DD-Albums, „All you need is now“, und das eighties-orientierte „Blame the Machines“, mit Fritz Lang-„Metropolis“-Visuals im Background der Bühne.

 

Inmitten der Superhits „The Reflex“, „Come Undone“, „Notorious“ und „Hungry like the Wolf“ schwärmte der schon immer kunstbegeisterte Nick Rhodes von der Wiener Schiele-Ausstellung und machte fleißig Shots vom begeisterten Publikum, das allerdings – des Alters wegen – bei einigen, neueren Songs wie dem Grandmaster Flash-Hip Hop-Cover „White Lines“ überfordert schien. „Girl Panic“ projizierte die sexy Clip-Supermodels Naomi Campbell, Eva Herzigova (die die Champagnerdusche der „Costa Concordia“ 2006 vermasselte), Helena Christensen und Cindy Crawford on Video Screen, vor der 90er-Ballade „Ordinary World“ plädierte Sänger Simon le Bon, der sein cooles Popper-Face-Styling gegen einen rauheren Bart-Look eingetauscht hat, in Zeiten von Wirtschaftskrise und Depression für das Herz jedes einzelnen. Bei „Wild Boys“, „Girls on Film“ und der Zugabe „Rio“ waren die Fans von früher und jetzt dann nicht mehr zu halten.

 

Das Konzert dauerte um die 2 Stunden und hätte aufgrund der vielen Hits aus 30 Jahren Bandgeschichte noch viel länger dauern können. Zumindest „New Moon on Monday“, einer meiner Favourite-DD-Hits aus den Eighties, hätte ich persönlich gerne an diesem Abend gehört. Immerhin war der Konzerttag ja ein Montag. Es wird aber nicht der letzte Gig der Duranies in Österreich gewesen sein, denn die Band plant im 35. Jahr des Bestehens bereits ihr neues 14. Album...

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Mo

23

Jan

2012

„Mut statt Wut“ – HC Strache stellt Führungsanspruch beim FPÖ-Neujahrstreffen in der Salzburg-Arena.

2005 wurde Heinz Christian Strache in der Salzburger Arena zum neuen Parteiobmann der FPÖ gekürt, die damals aufgrund der Querelen von Knittelfeld und Jörg Haiders BZÖ-Absplitterung nur bei 3 % hielt. Heute, 7 Jahre später, sprechen die aktuellen Umfragen von Prozentwerten zwischen 25 und 30 % mit dem Ziel „bestimmende Kraft“ im Land zu werden. Dementsprechend lud die FPÖ auch 2012 im Rahmen des traditionellen Neujahrstreffens ihre Funktionäre und Anhänger in die mit blauen Planen und österreichischen Fahnen dekorierte Salzburger Arena am Messegelände.

 

Um die 3000 Gäste standen Spalier und applaudierten beim Einmarsch von HC, NR-Präsident Graf, Redenschreiber Kickl, Generalsekretär Vilimsky & Co., darunter auch eine Kremser Delegation mit dem Nationalratsabgeordneten und Untersuchungsausschuss-Mitglied Walter Rosenkranz, dem Ex-Kremser F-Obmann Christian Hrubesch und dem Mauterner F-Gemeinderat Anton Brustbauer. Von einer linksorientierten Demo mit angeblich 150 teilweise vermummten Teilnehmern war vor der Halle nichts zu sehen, die wurde von der Polizei rechtzeitig abgedrängt, um Eskalationen zu verhindern.

 

Otto Konrad schoss einst Austria Salzburg 1994 sensationell ins UEFA-Cupfinale, dessen Tribute-Song an eine goldene Lehener Fußball-Ära, „Wir sind die Sieger“, bildete die musikalische Kulisse für den offiziellen Beginn des Neujahrstreffens, das zuvor bereits mit Schlager-Gassenhauern a la „Fürstenfeld“ und „I sing a Liad für di“ von der John Otti Band angeheizt wurde. Nach einer einleitenden Rede von Andreas Schöppl sorgte das F-Urgestein Karl Schnell, der durch einen Hotelbrand in Saalbach finanziell schwer in Mitleidenschaft gezogen wurde, für den ersten Lacher im sitztechnisch überfüllten Saal der Salzburg-Arena: „"Unsere Regierungspolitiker sind wie der Kapitän der Costa Concordia. Noch schnell die Rolex schnappen und dann als Erster ins Rettungsboot fallen.“

 

Zu den Klängen von Helene Fischers Schlager-Pop-Hymne „Du bist ein Phänomen“ betrat dann Heinz Christian Strache das Redepult und konnte naturgemäß die Erwartungen des Publikums erfüllen. Gewettert wurde gegen die ORF-Zwangsgebühren, aber auch die rot-grüne Journalistenclique des ORF. „Das Volk“ sei die beste Rating-Agentur, „Die Regierung hat von der eigenen Bevölkerung schon längst Ramschstatus erhalten und solle in die Fastenzeit geschickt werden.“ Bundeskanzler Faymann wird wegen seiner F-Ignoranz kritisiert und weil er seine gefälschten Facebook-Freunde mit der Wirklichkeit verwechselt. Zukunft und Heimat dürften nicht den „unfähigen Schießbudenfiguren von Rot und Schwarz oder den Bankdirektoren“ überlassen werden.

 

Strache warnt insbesondere vor dem Euro-Kollaps und dem drohenden Austritt von Griechenland und Portugal aus der Euro-Zone und fordert mehr direkte Demokratie. So sollen bei einem von mehr als 4 % unterstützten Volksbegehren (der Eintrittsgrenze für eine Partei in den Nationalrat) eine Volksbefragung über diesen Gegenstand angeordnet, deren Ergebnis dann verbindlich – ähnlich der Schweiz – von der Bundesregierung umgesetzt werden muss. Eine Subventionsbremse des gigantischen Betrages von 18,5 Milliarden Euro auf 3 % des BIP soll – ebenso wie die 599 Vorschläge des Rechnungshofes - das Budget entlasten. Der Höchststeuersatz soll erst ab einem Einkommen von 100.000 Euro zur Anwendung kommen, allerdings soll die Gruppenbesteuerung, bei der internationale Konzerne inländische Gewinne mit ausländischen Verlusten verrechnen können, auf einen Zeitraum zwischen 3-5 Jahren limitiert werden. So bezahlte die Raiffeisenbank Österreich 2010 bei einem Gewinn von 600 Millionen Euro nur 14 Millionen Euro Steuer, was einem Steuersatz von lächerlichen 2,3 Prozent entspricht.

 

Als Probleme unserer Zeit nannte Strache „"Massenzuwanderung, Islamismus, Kriminalität (540.000 Straftaten 2011 !!!!), Arbeitslosigkeit, Armut, die prekäre Lage des Mittelstands und der kleinen und mittleren Unternehmen, ein Bundesheer, das einen Wehrdienstverweigerer durchleiden muss, die Frage der Neutralität, Korruption, Energieversorgung, die Perspektiven der Jugend, die Lage der Familien.“ Es gebe immer mehr frustriert-aggressive Wutbürger, die die Freiheitliche Partei kanalisieren müsse, so frei nach dem Motto „Mut statt Wut“.

 

Wer auf den Gipfel will, muss bereit sein, auch Schweiß zu vergießen.“ – so Strache in einem seiner Schlussworte an die begeisterte Audienz, die sich dann massenhaft um den F-Obmann bezüglich Autogramme und Erinnerungs-Fotos drängt. Klar ist: Es wird auch im nächsten Jahr wieder ein Neujahrstreffen der FPÖ geben. In welcher Funktion Österreichs derzeitig führender Oppositionspolitiker tätig sein wird, wird sich zeigen. Einige führende Funktionäre prophezeien sogar eine Neuwahl im Juni 2012, um die Folgen des „grauslichen“ Februar-Sparpakets von Rot-Schwarz kommunikationstechnisch zu kaschieren. Aber bereits da ist jedes Ergebnis möglich...

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Mo

16

Jan

2012

Krems 2011 – Oliver´s schonungsloser Polit-, Kultur-, News- und Eventrückblick...

Nach oben gibt es keine Grenzen“ – ein Zitat, das man auf die Kremser Finanzpolitik haargenau anwenden kann. Im Jahr 2011 beträgt der Schuldenstand der schmucken Donaumetropole gigantische 155 Millionen Euro, eine Summe, die sich innerhalb der letzten 15 Jahren unter „Führung“ schwarzer ÖVP-Fraktionen mehr als verdoppelt hat. Und das trotz einer skandalösen Abkassiererpolitik des Magistrats.

 

Höhepunkt dieser Agitationen ist die Einführung einer blauen und grünen Parkzone, bei der seit März 2011 wohl alles schief geht, was schiefgehen kann. 12 verschiedene Parkscheine, Touristen suchen verzweifelt nach nicht vorhandenen Parkautomaten, ohnehin karg verdienende Mitarbeiter der Innenstadtbetriebe müssen zwischen 50 und 60 Euro von ihrem Monatslohn abziehen, Anrainer erhalten kostenpflichtige Bewohnerparkkarten, je nach Lage unterschiedlich teuer, die Mitterau und Weinzierl bleiben (vorerst) noch parkgebührenfrei. Der Vorsitzende der Kremser Kaufmannschaft, Karl Heinz Hagmann, behauptet allen Ernstes, die Grüne Zone sei ein Segen für die Innenstadt. Tatsächlich geht die Frequenz um bis zu 40 % zurück, renommierte Krenneis-Betriebe und beliebte Street Cafes müssen schließen. Damit die Konkursquote der Kremser Innenstadtbetriebe in Zeiten der Wirtschaftskrise weiter erhöht wird, dafür sorgt der Gemeinderat mit einer Erhöhung diverser Abgaben. Die Gebrauchsabgaben werden verneunfacht, die Schanigartenabgabe wird um das 20fache erhöht. Formel 1-Star Sebastian Vettel wird bald um 6 Uhr abends durch die Kremser Landstraße brausen, auf Hindernisse wird er dort wohl kaum treffen.

 

Einen Millionenskandal deckt der Rechnungshof auf – die Stadt Krems hat noch unter dem Bürgermeister Hölzl ein 121.000 m2-Grundstück im Gewerbepark um den enormen Preis von 4 Millionen Euro gekauft, tatsächlich wert ist es aufgrund einer falschen Umwidmungskategorie nur 85.000 Euro, also „nur“ um das 47fache weniger. Konsequenzen (außer der rechtlichen Verfolgung eines untergeordneten Beamten): keine. Im Gegenteil – man zelebriert die eigene Unfähigkeit noch in primitivst-peinlicher Weise bei der Faschingsdienstag-Party mit dem rustikalen Kuhstall-DJ Marco, wenn Rinke, Hagmann, Hallbauer & Co. dem „niederen Volk“ mit breitem Grinsen zujubeln und zuprosten.

 

Zu feiern hatte auch die Kunstmeile 2011: Abgesehen davon, dass sie aufgrund einer ungerechtfertigten Privilegierung keine Lustbarkeitsabgabe zu zahlen hat, präsentierte Ironimus Gustav Peichl seine besten „Kreisky“-Karikaturen im Karikaturmuseum, das im Oktober 2011 – ohne den erkrankten Manfred Deix – sein 10-Jahres-Jubiläum beging. Die Top-Exhibition des Jahres war aber „Lucas Bosch Gelatin“ in der Kunsthalle Krems. Die seltsam-bizarre Ausstellung, die einen Konnex zwischen den apokalyptischen Werken vom spätmittelalterlichen Künstler Hieronymus Bosch, der Brit Art-Ikone Sarah Lucas und dem Kremser Kollektiv Gelatin herstellt, erreichte Platz 1 im Falter-Ausstellungsranking. Der riesige bewegliche Unterarm von Damien Hirst dürfte hier ein Machtwort gesprochen haben. „Nodes, Roots, Shoots“ hieß das Motto des Donaufestivals 2011. Neben morbiden, vernachlässigbaren Acts konnte sich das (eigentlich nicht beabsichtigte) Star-Aufgebot sehen lassen: Dubstep-Protagonist James Blake, Remixer Diplo, die französische Electro-Punk-Formation Kap Bambino oder die kühl-minimalistischen Ladytron begeisterten das vorwiegend aus Wien kommende Publikum. Im Banne der Kritik DJ Smallcocks „Vinyl Ralley“, bei der durch ein über Schallplatten fahrendes Rennbahnauto Töne erzeugt wurden – Vinylscheiben (mögen sie noch so schlecht sein) seien künstlerische Werke und kein Abfallprodukt.

 

Infrastrukturell neu in Krems sind das 26 Millionen Euro teure Schulzentrum nahe dem Bahnhof mit dem „genialen“ Schachzug, 3 Schulen mit 3 Konferenzzimmern und 3 Küchen auszustatten, und das von den Wiener Architekten Najjar & Najjar konzipierte 3 Mio Euro teure Schifffahrts- und Welterbezentrum Wachau mit dem inkludierten gastronomischen Betrieb „Wellenspiel“. Hier haben sich zumindest die Wünsche jener nicht erfüllt, die eine coole Ibiza-Open-Air-Bar (a la Bora Bora Beach) einer Etepetete-Atmosphäre vorgezogen hätten. Noch ohne Wellenspiel-Design zeigte sich die Wachau in schönster Pracht im deutschen Krimizweiteiler „Vermisst“, bei der eine scheinbar brave Musterschülerin „Laura Palmer-mäßig“ in das dunkle Nachtleben abgleitet und nach einer Birthday Party als verschollen gilt. 250.000 Euro wurden vom Land NÖ dem Film-Gesamtbudget von 4 Millionen Euro beigefügt.

 

Für Aufsehen sorgte der Einsatz der Cobra in Egelsee, bei dem eine internationale Dealerbande mit 4,3 kg Heroin und 730 g Kokain dingfest gemacht wurde. 35 Abnehmer wurden angezeigt, darunter ein 50jähriger Kremser Professor, der angeblich unentgeltlich Kokain an Studierende weitergegeben hat. Ein bislang unbescholtener Kremser Geschäftsmann wurde wegen eines 2-Millionen-Betruges in Zusammenhang mit geleasten Kopierern zu 4,5 Jahren unbedingter Haft verurteilt. Als endgültig rechtswidrig klassifiziert wurden die tödlichen Schüsse im Merkur-Markt, bei der ein 14jähriger Einbrecher getötet wurde. Der Polizist und Todesschütze wurde übrigens zu 8 Monaten bedingter Haft verurteilt.

 

In der Innenstadt-Szene sorgt ein gastronomie- und jugendfeindlicher Kurs des Magistrats Krems für Aufregung unter den Betrieben. Anstatt eine Polizeiwachstube auf dem Pfarrplatz zu installieren, ein Alkoholverbot auf öffentlichen Plätzen per Verordnung zu beschließen und die Polizeipatrouillen an den Wochenenden zu verstärken, fordert die Rinke-ÖVP eine Vorverlegung der Sperrstunde auf 2 Uhr. Ein vom Hagmann-Sohn initiierter „Fragebogen Sicheres Krems“ verleitet frustrierte Wutbürger und Anrainer zu spitzelartigen Denunzierungen im Stile dunkler Stasi-Vergangenheit. Wegen Sicherheitsbedenken und Anrainerbeschwerden soll das bereits seit 19 Jahren stattfindende Steiner Beislfest im Jahr 2012 nicht mehr stattfinden, dagegen formieren sich Facebook-Initiativen wie „Save the Party – Rettet das 20. Beislfest 2012“ und „Occupy Krems“.

 

Clubbing Hot-Spot der Stadt war auch 2011 die Und Lounge, in der nicht nur die Weekend-Resident-DJ´s Stephano B. und Margo jun. bzw. arrivierte nationale Guest-DJ´s wie Theo Beck, Dominique Jardin, Ronaldo, Solandro, Martina Kaiser oder Pacha Rio-Resident Michael Kutalek für volle Dancefloors im Kloster Und-Untergewölbe sorgten, sondern in der auch die IMC-Erasmus-Party People bei den donnerstäglichen Student´s Clubs zu den heißen House-, Disco- und R&B-Tracks von DJ Oliver die Nacht zum Tag machten.

 

Unterhaltsame Themen-Parties im Nightlife der Stadt bietet auch weiterhin der Kremser Event-Veranstalter Martin Neger. Die Highlights: „Die großen 10“-Legende Udo Huber als Moderator der 80er- und 90er-Spotlight-Parties, der Ex-„Fabrik“ und „Dorian Gray“-DJ Stevie B. (bei einem „Spotlight“-Special im Spitzer Cherie), die Apres Ski- und Ballermann-Parties im Mauterner Heurigen Schwaighofer, der Live-Bodypainting-Auftritt von Ex-Playboy Cybergirl Andrea Wagner in der Carribean Nights Bar beim ansonsten programmtechnisch gesehen farblosen Kremser Volksfest, Ibiza-Tiare Bar-Resident DJ Mettylectro (inkl. einer Präsentation des „Fros´n“-Alkoholeises) und Brooklyn-Resident Djane Riva Elegance, die derzeit mit ihrer neuen Single „When the Night is young“ auf Hit-Kurs ist. Den well-dressed Look zu den heißen Parties kann man sich jederzeit im City-Fashion-Shop „Soulsista“ von Alex & Betti Lengauer zulegen, die mit schicken Fashion-Shows und kongenialen Promotion-Aktionen wie dem „1000 Euro“-Shopping auf sich aufmerksam machten.

 

Ein seltsames Deja Vu feiert das „Millennium“ im antiquierten Kremser Stadtsaal, der normalerweise als Location-Plattform für nationale Stand-Up-Comedians gilt. Unter dem Hintergrund des Konkurses aller Betriebe und eines 6 Millionen-Euro Prozesses gegen eine Versicherung, die wegen sonderbarer Obliegenheitsverletzungen den „Schatzi“-Brandverlust nicht begleichen will, werden dort derzeit Schlager-, Menstrip- und Großraumdisco-Parties in einer jeder Hinsicht heiklen rechtlichen Grauzone gefeiert, die vermutlich 2012 noch für Zündstoff in der Gastro-Szene sorgen werden.

 

Spannung bietet auch die Kremser Gemeinderatswahl am 7. Oktober 2012. Aufgrund eklatanter Fehler in der Gemeindepolitik und des Auftretens von teils politisch schwer einschätzbaren Bürgerinitiativen erscheinen alle Ergebnisse möglich. Time will tell.....

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Di

03

Jan

2012

Review: Best Movies 2011

Nichts ist wahrer als die Unvernunft der Liebe” – Schon das Teaser-Zitat von Alfred de Musset macht Appetit auf den Geniestreich des 21jährigen Multi-Talents Xavier Dolan: „Les amours imaginaires“ oder zu deutsch „Herzensbrecher“. Ein schwuler Ästhet, gespielt vom Regisseur selbst, und seine beste Freundin, heterosexuell, verlieben sich auf einer Party beide in den oberflächlichen, schwer durchschaubaren Beau Nico und werden zu Rivalen. Wunderschöne Bilder, coole Darsteller, regietechnische Stilbrüche und die wieder ultramoderne, glatte Eighties-Zeitgeistthematik machen den Film nicht nur in Cannes zum Augen- und Seelenschmaus.

 

Am Puls der Zeit auch Platz 2 der Kino-Charts „In Time – Deine Zeit läuft ab“. Der Science-Fiction-Thriller mit Justin Timberlake und Amanda Seyfried war der „Occupy“-Bewegung sogar um einige Zeit voraus. Die 99%-Armen sterben, die Reichen leben nicht, in einer Zeit, in der die Währungen durch Lebenszeit ersetzt werden und jeder Mensch nur bis zum 25. Lebensjahr altert. Dann hat er nur mehr ein Jahr Zeit, um den Countdown des Todes durch Arbeit, Schenkung oder Diebstahl aufzuheben. Für die Reichen in den privilegierten Zeitzonen kein Problem, für die Working Class ein Kampf ums Überleben. Im Fight gegen sich selbst dagegen Natalie Portman im Darren Aranofsky-Thriller „Black Swan“, deren Darstellung trotz Double-Vorwürfen mit einem Oscar belohnt wurde. Glänzen durfte auch Oscar-Präsentatorin Anne Hathaway, in „Love and other drugs“ und in der Romanverfilmung „2 an einem Tag“.

 

Abseits der Potterisierung der transformierten Karibik und weiterer matter, sündteurer Hollywood-Blockbuster kam es 2011 zu einem Deja Vu intelligenter, spannender Science-Fiction-Filme („Source Code“, „Der Plan“, „Ohne Limit“, „Planet der Affen – Prevolution“). Besonders düster und bezwängend die harmlos beginnende Klon-Endzeit-Story „Never let me go“ nach dem Bestseller des japanischen Autors Kazuo Ishiguro. Strictly Horror auch in „127 Hours“, nur dort nach einer wahren Begebenheit. Im Mittelpunkt der Bergsteiger Aron Ralston (im Film gespielt von Shooting-Star James Franco), der, eingeklemmt in einer Bergspalte, sich nach 5 Tagen den Arm abschneidet. Der Held des Films lebt heute noch, seine Armprothese ist mit einem Eispickel ausgestattet. Zum Bergsteigen, nicht als „Basic Instinct“-Mordwaffe.....

 

Oliver´s Top Ten 2011:

 

1. HERZENSBRECHER

2. IN TIME

3. BLACK SWAN

4. 2 AN EINEM TAG

5. SOURCE CODE

6. KABOOM

7. DER PLAN

8. WER, WENN NICHT WIR

9. OHNE LIMIT

10. NEVER LET ME GO

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Mo

02

Jan

2012

Review: Best Tracks 2011 !

Die spanischen IMC-Ladies tanzten in der Kremser Und Lounge bereits im kalten Februar zum Superhit des Jahres 2011 – „Loca People“ vom spanischen DJ und Moguda-Label-Chef Sak Noel. Inmitten der spanischen Wirtschaftskrise und der Jugend-Demonstrationen in Madrid und Barcelona kristallierte sich der Party-Hit zur Schlachthymne der „Generation Nini“, die statt zu arbeiten und zu studieren sich die Nächte um die Ohren schlägt. Das kongeniale Video wurde in der Diskothek Millennium & Cosmic Club in Girona gedreht.

 

Party-Feeling pur auch auf Platz 2 der Charts: Der schwedische Shooting-Star Tim Bergling (aka Avicii), der durch den Gewinn des Pete Tong Fast-Trax-Preises 2008 bekannt wurde, eroberte im Sommer 2011 mit „Levels“ nicht nur die Clubs in Ibiza, Miami und Milano, sondern auch die internationalen Charts. Für zusätzliche Medien-Präsenz sorgte die „Good Feeling“-Rap-Version von Flo Rida. Am 3. Februar wird Avicii zum erstenmal Österreich beehren, und zwar in den Pratergalerien.

 

Gemeinsam mit der Jahres-Nr. 3, David Guetta („Sweat“), ist Avicii übrigens mit dem Track „Sunshine“ für den Grammy nominiert. Guetta selbst wird auch 2011 wieder seine „Fuck me I´m Famous“ auf der Party-Insel Ibiza zelebrieren. Ob er seinen DJ Mag-Gewinn von 2011 wiederholen kann, bleibt abzuwarten. Die Konkurrenz wird durch seinen ausgelösten, weltweiten Dance-Hype größer und größer.....

 

Oliver´s Top Ten 2011:

 

1. SAK NOEL: LOCA PEOPLE

2. AVICII: LEVELS

3. DAVID GUETTA: SWEAT

4. EXAMPLE: CHANGED THE WAY YOU KISS ME

5. FOSTER THE PEOPLE: PUMPED UP KICKS

6. RAY FOXX: THE TRUMPETER

7. INNA FEAT. FLO RIDA: CLUB ROCKER

8. DJ FRESH FEAT. SIA EVANS: LOUDER

9. FEDDE LE GRAND: SO MUCH LOVE

10. FEDERICO SCAVO: STRUMP

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Sa

24

Dez

2011

Christmas around the World - Wie die Welt Weihnachten feiert...

Last Christmas“ und aggressiv beworbene Kommerzware in den Kaufhäusern, die verzweifelte Suche nach dem perfekten Geschenk (wobei 47 % dann sowieso wieder zu Gutscheinen greifen), die Stille Nacht als Vorwand, seinen Frust sich in lieblos gestalteten Glühwein-Schnapsmeilen hemmungslos wegzusaufen. Charles Dickens Weihnachtsgeschichte über die Läutern des Geizhalses Ebenezer Scrooge durch die 3 Weihnachtsgeister in all seinen Versionen von Mickey Mouse bis Blockbuster-Hollywood. Zumindest die hat Stil. So verschieden die Menschen Weihnachten verstehen, so unterschiedlich wird es auch gefeiert.

 

Der österreichische Ritus, dass das Christkind beim Fenster hereinschlüpft und am Heiligen Abend die Geschenke unter dem Christbaum verteilt, Bäckereien und Karpfen und der mitternächtliche Kirchgang in die Christmette ist keinesfalls state of the Art im Rest der Welt. In England beispielsweise werden die Geschenke erst am 25. Dezember empfangen, in der Nacht zum 25. kommt der Weihnachtsmann Santa Claus durch den Kamin und versteckt diese in am Kamin aufgehängten Strümpfen. Dann ist Party Time angesagt mit Truthahn, Eierpunsch, Papphüttchen und Knallbonbons. Ähnlich in Amerika, wo der „österreichische Nikolaus“ das Christkindl schon längst abgelöst hat.

 

In Polen und Russland kommt als Begleiter des Weihnachtsmanns „Ras Stanislaus“, ein Geist der vorigen Weihnacht, der sich vergewissert, ob die Kinder ihre Weihnachtsversprechen vom letzten Jahr eingehalten haben. Ist das nicht der Fall, fällt die Geschenkeverteilung aus. Österreichische Politiker jeglicher Couleurs würden dort also wohl für immer geschenkelos bleiben. Santa-Claus-Inflation dagegen in Island, dort kommt ab 12. Dezember jeden Tag ein Weihnachtsmann, teilweise aber auch mit bösen Überraschungen wie der „Türklopfer“, der die Leute aus dem Schlaf reißt, oder der „Fleischbeißer“, der sich mit dem Weihnachtsbraten verdünnisiert.

 

In Italien gibt es nicht Bunga Bunga zu Weihnachten, wie man manchmal annehmen sollte, sondern dort erscheint „La Befana“, eine alte, hässliche Hexe, die erst am Dreikönigstag die Süßigkeiten (oder schwarze Kohlen) verteilt. Wie auch im schönen Spanien, wo zwar Weihnachten wie in Österreich gefeiert wird, die Bescherung aber erst am 6. Jänner stattfindet.

 

In Rio de Janeiro steigt am 24. Dezember eine Riesenparty im Maracana-Stadion, die Weihnachtsgeschichte wird auf öffentlichen Plätzen nachgespielt, und die Palmen werden bunt geschmückt. Die weiße Weihnacht ist dort eben klimatisch bedingt eine heiße Open-Air-Fiesta. Wie auch in Sydney, wo am hedonistischen Bondi Beach die Weihnachtsmänner in T-Shirts residieren und – statt Rentieren – die Känguruhs in der Nacht zum 25. in den Schornstein hüpfen und aus ihrem Beutel heraus die (heimliche) Geschenkeverteilung vornehmen.

 

Ein Fest, viele Legenden, Riten und Ausprägungen. Hauptsache, es wird friedlich und fröhlich gefeiert im Kreise der Familie und Freunde. In diesem Sinne Frohe Weihnachten !

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Fr

16

Dez

2011

Occupy Krems – Facebook-Widerstand gegen gastronomiefeindliche Politik des Magistrats Krems.

Wir sind die 99 %, die nicht länger die Gier und Korruption von 1 Prozent der Bevölkerung hinnehmen“ – Slogan der nach dem Ursprungsort Wall Street New York nun weltweit agierenden „Occupy“-Bewegung, die sich vor allem gegen eine banken- und wirtschaftsfreundliche Politik wendet. Auch in der Donaumetropole Krems existiert seit einigen Tagen auf Facebook eine Occupy-Bewegung, der die gastronomie- und jugendfeindliche Politik des Kremser Magistrats ein Dorn im Auge ist.

 

Eine geplante Herabsetzung der Sperrstunde in der Altstadt auf 2 Uhr, die Absage des Steiner Beislfestes wegen Sicherheitsbedenken und Anrainerbeschwerden, die mögliche Schließung des Jazzkellers wegen einer einzigen Nachbarin, schikanöse Auflagen von Clubbings und ein gewerberechtlich zwar zulässiges, aber noch nie vollzogenes Musikverbot für Betriebe in der Kremser Glühweinmeile. Alles Punkte, gegen die sich mündige, liberale Bürger wehren müssen, damit aus der laut News lebenswertesten Studenten- und Tourismusmetropole Krems kein verstaubtes Mausoleum wird, in dem nur mehr der streunende Hund durch die nächtlichen Straßen irrt.

 

Wie weltfremd Rinke´s Magistratsclub derzeit in der Altstadtdebatte agiert, sieht man auch nach der Dienstags-Sitzung mit den Kremser Szenewirten von XO-Bar, Q-Stall, Marquee und Nightlife. Jene Berufsgruppe, die laut Gesetz eigentlich zuständig ist für die Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung, Ruhe und Sicherheit, war beim Wirtegipfel nicht geladen: Die Polizei. Debattiert wurde stattdessen über ein „Gastronomie“-Leitbild“, das Rahmenbedingungen und Verhaltensregeln festschreiben soll, wie man sich in der Altstadt benehmen soll. Irre ich mich oder gibt es da ohnehin ein Strafgesetzbuch (Sachbeschädigung, Körperverletzung,....) oder ein Verwaltungsstrafgesetz (Erregung öffentlichen Ärgernisses). Es soll in Krems auch eine Sicherheitsbehörde geben, die aber angeblich überlastet ist und sich gegen „gefährliche“, betrunkene, lärmende Kids nicht durchsetzen kann. Wenn davon ausländische Verbrecherbanden Wind kriegen, dann spielt es erst Ramba Zamba in der Altstadt.

 

Eine weitere beschlossene Maßnahme: Türsteher (mit nur geringfügigen „Anhaltungsrechten“) vor jeder Bar. Hier wird aber vergessen, dass laut Wirtschaftsministerium jedes Lokal nur für eine kleine Fläche in angemessenem Umfang vor der Eingangstüre verantwortlich ist und wohl das Nightlife in der Göglstraße nicht dafür zur Rechenschaft gezogen werden kann, wenn alkohol-selbstversorgende Kids im Rausch die Dreifaltigkeitssäule demolieren oder Q-Stall-Gäste im männlichen Terminator-Wahn in der Landstraße die Blumenkisten umschmeißen.

 

Warum verhindert die ÖVP Krems ein Alkoholverbot auf öffentlichen Plätzen, das durch eine einfache Verordnung beschlossen werden kann, eine Polizeiwachstube auf dem Pfarrplatz (die wohl kaum teurer sein wird als das 60.000-Euro Bürgermeisterbüro oder die brandneue 200.000 Euro-Telefonanlage des Magistrats) und strategische Patrouillen von Cops und Zivilpolizisten an den neuralgischen Punkten ? Eine Antwort blieb der Magistrat Krems auch nach dieser Sitzung schuldig.

 

Die Sperrstunde wird vorerst nicht heruntergesetzt, die Herabsetzung auf 2 Uhr wäre wohl rechtlich sehr fragwürdig gewesen, da die Standard-Sperrstunde der NÖ Sperrzeitenverordnung bei 5 Uhr liegt und die Exzesse in den Straßen der Gastronomie ja gar nicht zugerechnet werden können. Das Problem ist allerdings durch die fehlende Einbeziehung der Polizei nicht aus der Welt. Weitere kommunismusartige Spitzel-Meldungen an den Initiator der Bürgerplattform „Sicheres Krems“ werden folgen. Der Hagmann-Sohn wird in der NÖN als möglicher Nachfolger von Bürgermeisterin Rinke genannt. Na dann gute Nacht, Nachtleben.....

 

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http://www.facebook.com/#!/pages/Occupy-Krems-gegen-Sperrstunden-Aussterben-von-Kremser-Events/208526185894274

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Mo

05

Dez

2011

Spotlight goes Cherie: First Class-Retro Sound im Spitzer Tanzcafe mit Kult-DJ Stevie B.

War Disco-Nightlife in den 70er Jahren großteils noch ein Privileg für den avantgardistischen Underground und die Rich Boy-Rich Girl-Population, so entwickelte sich in den 80ern, ausgehend von den Urlaubsmetropolen Ibiza und Mallorca, eine neue Form des Ausgehens, die Großraumdiskotheken. Und das auch in Österreich. DJ Stefan Berndorfer alias Stevie B. (oder für die Krocha-Generation Stee Wee Bee) war hier von Anfang mit dabei. Seit 1982 ließ Stevie B. die Plattenteller in den arriviertesten Großraumdiscos der Alpenrepublik rotieren, in der St. Pöltner Fabrik, im Korneuburger Dorian Gray, im Miami, Nachtwerk, P 1, in den 90ern auch in den Kremser Pendants MAO und Millennium.

 

Samstag war der Kult-DJ, der sich auch als Produzent einen Namen gemacht hat („Funky Stuff“, „Hey Wickie“, „Loveline“, „Funky Beats“ oder der „Birthday Song“, um nur einige Hits zu nennen), zu Gast im Spitzer Tanzcafe Cherie, im Rahmen einer Special-Edition von Martin Negers „Spotlight“-Retro-Clubbing. Und man merkte schon nach einigen Beats, dass der Mann sein DJ-„Handwerk“ gelernt hat und mit der Trademark „Musikexperte“ geschmückt werden kann. Gemeinsam mit dem Co-DJ Manfred (vom Badener „Cinderella tanzt“-Clubbing) sorgte er bis in die frühen Morgenstunden für einen exzellenten Classics-Hit-Mix der Sonderklasse – von Hits der Superstars (Depeche Mode, Prince, David Bowie, Michael Jackson, Abba), Hip Hop-Perlen der 90er (Jump around, Cantaloop, Connected), Euro Dance-Durchstarter wie Snap, Culture Beat oder „No Coke“-Dr. Alban, Italo-Disco-Floorfillers a la Tarzan Boy oder Disco Band, Ibiza-Classics der Nineties (wie Ready or not, The Bomb oder Beachball), schrillen Tönen der 80er (wie Fade to Grey, Tainted Love, Love Spy oder Shoot your Shot) bis hin zu echten Raritäten von Herp Alpert, Fern Kinney oder Shakatak.

 

Viele Fans der Spotlight-Parties düsten per Shuttle Bus aus der Donaumetropole Krems in das Wachauer Tanz-Cafe und feierten gemeinsam mit dem Cherie-Chef Franz Hick und eingesessenen Stammgästen eine coole Saturday Night Fever-Party. Gesichtet im Reigen der Party-Meute auch die St. Pöltner DJ-Legende Little John, „V1oline“-Produzent Dürnstein und Ex-Rallye-Star Willi Rabl. Ein melancholisch-sentimentales Lächeln im Banne der Retro-Melodies sah man übrigens nicht nur in den Faces der Party People, sondern auch in jenem der geheimnisvollen, schwarzhaarigen, spanisch angehauchten Lady mit der Rose. Die seit jeher über dem Eingang des legendären Tanzcafes thront und sich diesesmal über eine ekstastische Tempo Fiesta freuen durfte. So wie einst vor langer, langer Zeit...

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Mi

30

Nov

2011

Kremser Magistrat fordert Sperrstunde um 2 Uhr – Bürgerinitiative formiert sich gegen Aussterben der Kremser Altstadt und des Nachtlebens

I don´t wanna study, i just wanna party“ – der neue weltweite Schlachtruf der partysüchtigen und politikdesinteressierten Generation Nini des katalonischen Star-DJ´s Sak Noel. Trotz Heavy Rotation in den Clubs der Stadt könnte dies in der Donaumetropole Krems bald der Vergangenheit angehören. Die Kremser Bürgermeisterin Inge Rinke der spießbürgerlichen Biedermannpartei ÖVP, die auch hauptverantwortlich ist für die skandalöse Parkplatzmisere und den enormen Schuldenstand von 160 Millionen Euro, fordert eine generelle Sperrstunde von 2 Uhr in der von Touristen, Studenten und Trendsettern hochfrequentierten 28.000-Einwohner-Stadt. Einer Uhrzeit, in der die zahlreichen IMC-Studenten – so wie in Italien, Frankreich und Spanien üblich – gerade erst in ihre sexy Outfits schlüpfen, um in coolen Clubs wie der Und Lounge die Nacht zum Tag zu machen.

 

Es ist nicht die erste Attacke der führenden Stadtpolitiker gegen die Gastronomie und das Nachtleben. Selbst auf zahlreichen Bällen, Gschnas-Festln und weinseligen Vernissagen vertreten, fordert Rinke auch die Absage des Steiner Beislfestls, das seit 19 Jahren an der Steiner Donaulände für südländische Dolce Vita-Atmosphäre und hedonistische Trinken-Tanzen-Flirten-Kultur sorgt. Grund: Angebliche Sicherheitsbedenken und Wählerstimmen der Anrainer. Gegen diesen Affront setzt sich derzeit aktuell auch die Facebook-Initiative „Save the Party – Rettet das Steiner Beislfest 2012“ zur Wehr, die bereits mehr als 500 Unterstützer zählt und stündlich weiterwächst. Nun hat sich auch eine „Bürgerinitiative gegen das Aussterben der Kremser Altstadt und Landstraße“ gebildet, die (unverständlicherweise) – wegen befürchteter politischer oder wirtschaftlicher Repressalien ? -anonym bleibt, aber bereits an einige Gastronomen und Opinion Leaders Informationsschreiben versandt hat, um für eine Unterschriftenaktion zu werben.

 

Die Bürgerinitiative sieht sich als unparteiisch, da laut deren Meinung sowohl ÖVP als auch SPÖ versagt haben, und will durch diese Aktion ein Zeichen setzen, da ihnen Krems als Universitäts-, FH- und Tourismusmetropole am Herzen liegt. Vor allem neue, komplett unüberlegte Verordnungen gegen die Kremser Gastronomie, die auch als „Sozialisierungspunkt“ gesehen wird, stehen im Zenit der Kritik. Nicht nur die durch ihren Standort privilegierten Anrainer haben ein Recht auf Ruhe, sondern auch die ausgehfreudigen jungen Leute haben ein Recht auf Unterhaltung, Lebensfreude und Spaß.

 

In letzter Sekunde wurde gerade noch eine Sperrstunde von 3 Uhr früh bei den beliebten Clubbings von Alex Lengauer (Star Night Club) und Martin Neger (Vorsilvesterparty) verhindert. Doch die Prohibitionswut und Anraineranbiederung von Rinke & Co. dürfte sich wohl bald nicht mehr so leicht eindämmen lassen. Die geplante Sperrstunde um 2 Uhr früh ist einzigartig in Österreich, in der laut NEWS „lebenswertesten Stadt“ der Alpenrepublik. Wohl nach Einführung dieser Verordnung nur mehr für Ministranten, Morgensportler, Pensionisten und frustrierte Biedermänner. Das muss mit allen Kräften verhindert werden.

 

Die Wiener Lösung könnte eine passable Alternative sein – Sperrstunde in Bars um 4 Uhr früh, eine Verlängerung bis 6 Uhr früh auf Antrag speziell für den Bereich „Diskothek & Clubbing-Lounge“. Anrainer könnten dadurch befriedigt werden, dass eine Polizeiwachstelle am Kremser Pfarrplatz eingerichtet wird, an neuralgischen Punkten vermehrt Polizeistreifen und Zivilpolizisten eingesetzt werden und Ruhestörer, Vandalen und Rowdys systematisch und energisch mit Geldstrafen und Betretungsverboten aus der Stadt verbannt werden.

 

Die Gastronomen für ein Versagen der Politik und der Polizei zu bestrafen wäre der falsche Weg. Oder denkt jemand daran, Tankstellen zu schließen, weil diese von juvenilen, arbeitsscheuen Rechtsbrechern überfallen wurden ? Also liebe Bürgerinitiative „Krems für Krems“, runter mit den Masken und let´s start the Dance gegen das konservative, lustfeindliche „Stadtparlament“. „Die schlechten Bürger sind die schweigenden Bürger“......

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Di

22

Nov

2011

Rundfunk-Zwangsgebühren werden um 7 % erhöht – als „Boni“ dafür eine 40.000 Euro-Gehaltserhöhung für den ORF-Generaldirektor Wrabetz

2004 betrug die Quote der beiden Staatsfunk-Programme ORF 1 und ORF 2 noch 47,4 %. Seitdem befindet sich der pseudo-öffentlichrechtliche Sender im ständigen Sinkflug, im September 2011 befand man sich auf einer Untergangsmarke von 34 %. Die rot-schwarze Clique an Medienversagern und Abkassierern allerdings tanzt auf dem Küniglberg den Bossa Nova.

 

Die Rundfunkgebühren, die sich aus Fernsehentgelt, Landesabgaben, Kunstförderung und Steuern zusammensetzen, werden um 7 % erhöht. Im speziellen bedeutet das eine Erhöhung des ORF-Fernsehentgelts von 15,10 Euro monatlich auf 16,16 Euro. Ein niederösterreichischer Fernsehempfänger zahlt somit ab Juni 2012 statt 22,71 24,08 Euro monatlich (weil dort gleichzeitig auch noch die Landesabgaben erhöht wurden), und das, obwohl nahezu 2/3 der Fernsehkonsumenten an dem billig-niveaulosen Programm-Potpourri aus Millionenshow, Dancing Stars, Conchita-Extrawürsten, rot-schwarz eingefärbter Nachrichtenberichterstattung und an auch andersweitig empfangbaren CSI-Champions League-Übertragungen gar kein Interesse zeigt.

 

Abgesehen davon, dass ein Teil des Fernseh-Entgelts auch an die Konkurrenz-Sender ATV und Puls 4 fließen sollte, die längst besseres öffentlich-rechtliches Programm produzieren – Stichwort „Am Punkt“ oder „Spiegel TV Österreich“ -, leistet sich der ehemalige ÖH-Sozi Wrabetz und dessen Manager-Etage einen politischen Skandal deluxe. Während der ORF seit Jahren in der Verlust- und Subventionszone grundelt und 2012 100 weitere ORF-Jobs abgebaut werden, wird das Gehalt des Generaldirektors Wrabetz um 40.000 Euro erhöht. Er kassiert ab sofort um die 400.000 Euro jährlich, also um die 1.100 Euro täglich (inkl. Urlaub und freie Wochenenden), mehr als 100.000 Euro als die deutschen (!!!!!) Fernsehdirektoren und mehr als Bundeskanzler Faymann. Natürlich bekommen auch die politisch gefärbten Landesdirektoren ihren „verdienstvollen“ Zuschlag – ab sofort 20.000 mehr pro Jahr (zu den bisherigen kolportierten 200.000 Euro).

 

82 % der Bevölkerung sind laut Umfrage gegen eine Erhöhung der schon längst obsoleten Zwangsgebühren, die dem ORF zusätzlich 36 Millionen Euro einbringt, 100 % - mit Ausnahme der Beteiligten - gegen eine derartige Gagenprotzerei der Direktoren. Vielleicht beweist der rot-schwarz eingefärbte Stiftungsrat, der dies im Dezember alles noch genehmigen muss, Mut und stoppt den Wahnsinn. Doch Achtung, wir leben ja nicht Alice´s Wunderland, sondern im „Land der Diebe“. Dort, wo nicht die Unschuldsvermutung, sondern der Generalverdacht gilt...

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Mo

14

Nov

2011

Vorbild Schweden – Weg mit dem Straßenstrich aus Österreich !

Schweden ist nicht nur Vorbild in Richtung Fußball, Pop-Musik oder eines modernen Sozialstaates, sondern auch hinsichtlich der rigorosen Ablehnung der Prostitution. Seit 12 Jahren ist das „älteste Gewerbe der Welt“ dort Vergangenheit. Rein rechtlich dürfen im nördlichen Vorzeigeland keine Bordelle mehr betrieben werden geschweige denn ein menschenrechtswidriger Straßenstrich, bestraft werden allerdings nicht die Nutten, sondern nur die Freier. Man darf natürlich nicht so naiv sein, dass es in Schweden keine illegalen Sexarbeiterinnen mehr gibt, aber es existiert dort eine klare Message, getragen von einem Großteil der Bevölkerung. Prostitution ist Männergewalt an Frauen.

 

In Österreich laufen die Dinge komplett anders – dort verlangt eine Partei, die sich für Töchter in der Bundeshymne einsetzt und jeden Strache-Schmäh gegen ihre Chefin Glawischnig als puren Sexismus brandmarkt, die Einführung eines Straßenstrichs am Franz Josefs-Kai im Bereich des Schwedenplatzes. Wir blenden 30 Jahre zurück und blicken in die verlorenen Augen der exzellenten Christiane F.-Darstellerin Nadja Brunkhorst – Wir Kinder vom Bahnhof Zoo, der erschreckende Doku-Film über den Abstieg einer Vorzugsschülerin in die Drogen- und Red Light District-Hölle von Berlin: Heroinspritzen in verschmutzten Bahnhofs-WC´s, Oralsex zum Dumpingpreis mit unbekannten, sexuell frustrierten Widerlingen der Nacht, kranke Sado-Maso-Spiele in billigen Stundenhotels. Eine Welt, die es in Deutschland – Stichwort „Vögelhäuser“ an Autobahnen - und Österreich noch immer gibt.

 

Weil die Bundesregierung bzw. der weinselige Wiener Bürgermeister Häupl in Reunion mit den von allen guten Geistern verlassenen Grünen – im Gegensatz zur FPÖ und der ÖVP, die jeglichen Straßenstrich ablehnen - hier kein klares Zeichen setzen. Prostitution ist rechtlich gesehen sittenwidrig, ihren Lohn können sie vor Gericht aber nicht einklagen. Trotzdem gelten die Huren als selbständig Erwerbstätige und zahlen Steuern. Dass sie ihre Arbeit freiwillig ausüben, zum Vergnügen, das träumen einige linke Hippie-Fantasten. Es sind vorwiegend Frauen aus der untersten Schicht, 60 % Migranten aus Osteuropa, viele mit illegalem Aufenthaltstitel oder Asylantinnen, die als letzten Ausweg unter der „Obhut“ eines Zuhälters anschaffen gehen. Und die dabei – in einer kriminellen Szene – die Kriminalität vermindern helfen. „Weil es sonst Vergewaltigungen geben würde“ – das behaupten zynische Beamte in biederen Verwaltungsstuben, die vermutlich selbst ihr sinnloses Leben mit sexueller Machtausdrückung an Frauen auffrischen wollen.

 

Man plant übrigens auch eine Straßenstrichzone zwischen Wirtschaftsuniversität und BKA – Vorbild Frankreich. Dort arbeiten 40.000 Studierende am Rande des Existenzminimums als Huren. Man will ihnen in Wien anscheinend den Weg zu ihrem Nebenjob verkürzen. Österreich, mir graut vor dir !

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Mo

07

Nov

2011

Save the Party – Rettet die Steiner Beislparty 2012

Junge Pärchen flanieren verliebt und händchenhaltend durch die bunt dekorierten Straßen. Ältere Herzen erinnern sich an längst vergangene Sommer, als Connie Francis noch "Die Liebe ist ein seltsames Spiel" schmachtete und man im ersten selbstgekauften Minirock Elvis Presley aus den Juke-Boxen hörte. Der Sound des Südens dröhnt aus den südländisch eingerichteten Disco-Bars: Reggae, House, Latino-Pop.

 

Die Luftgitarrenband "Die 3 Extremen" fährt mit schnellen Harleys zu ihrem Auftritt neben dem neuen Trendlokal "Cheers", dort wo vor einigen Wochen Richard Lugner mit seinem "Bambi" wieder zusammenkam. Girl-Groups feiern ausgelassen Polterabend und trauern insgeheim dem Verlust der Freiheit ihrer Freundin nach, während andere auf verflossene Liebschaften und Jugendlieben treffen.

 

Party-Feeling pur im Spotlight- und Star Night Club-Areal, wo DJ Oliver die Dancefloor-Hits des Sommers präsentiert und die schmucken Barkeeper und Barladies schon mal "One drink too many" in die Kehlen der ausgelassenen Celebration Generation schütten.

 

Erinnerungen an eines der schönsten Freiluft-Feste der Donaumetropole Krems, der Steiner Beislparty an der Steiner Donaulände, die seit 19 Jahren Jung und Alt, Einheimische und Touristen in die Wachau lockt und 4 Tage lang bis in die frühen Morgenstunden für eine mediterran-hedonistische Urlaubsatmosphäre sorgt. Laut internen Informationen soll die Beislparty 2011 die letzte ihrer Art gewesen sein. Der Kremser Magistrat unter der Leitung des Pröll-Schwiegersohns und Magistratsdirektors Karl Hallbauer hat in einer Besprechung ausdrücklich mitgeteilt, dass die Beislparty 2012 nicht mehr bewilligt wird. Als Gründe werden von der Kremser Veranstaltungsbehörde die hohe Anrainerbelastung und Sicherheitsbedenken genannt. Man könne durchaus über ein neues Konzept nachdenken, dieses aber mit deutlich weniger Besuchern und ausgerichtet auf Kultur, Essen und Wein. Also für den pseudoelitären Teil der Bevölkerung, die für ein Achterl 5 Euro ausgeben und sich dann am Ende des Monats wundern, warum ihr Konto überzogen ist. Für jene, die einfach nur die Sorgen des Alltags vergessen wollen und sich ins nächtliche „Trinken, Tanzen, Flirten“-Vergnügen stürzen wollen, soll es 2012 kein Fest mehr geben.

 

Vor einigen Jahren wurde Krems von der Zeitung News als „lebenswerteste Stadt Österreichs“ ausgezeichnet – mit promotionkongenialen Bildern vor dem Steinertor Krems. Vielleicht sollte man die Foto-Session wiederholen, am besten vor einem künstlich errichteten Mausoleum (gesponsort natürlich durch die Stadt Krems – bei Kulturausgaben hat man ja ein lockeres Händchen). Einfach lächerlich, wenn die Anrainer des schmucken Städtchens Stein nicht einmal 4 Tage lang auf biedere Friedhofsruhe in ihrem gepolsterten Eigenheimchen verzichten können und die verantwortlichen Stadtpolitiker aus lauter Angst vor (schwarzen) Wählerstimmen den Schwanz einziehen. Auch das Sicherheitsproblem stellt kein Damoklesschwert dar – man kann nicht wegen geringfügiger Einzelvorfällen mit Trunkenbolden und Ghettokids die vielleicht schönste Sommer-Open-Air-Party absagen. Denn dies drückt ein Versagen der Sicherheitsbehörden aus, deren Aufgabe es ist, für die öffentliche Ruhe, Ordnung und Sicherheit zu sorgen. Etwas, das sie allerdings auch in der Innenstadt nicht schaffen, wo der Kremser Magistrat zwar nächtliche Lokalrazzien (ohne Ergebnisse), Barbesucherkontrollen und schikanöse Untersuchungen anordnet, eine zusätzliche Polizeiwachstube auf dem Kremser Pfarrplatz, mehr Polizeipräsenz oder Videokameras an den „Hot Spots“ radikal verweigert.

 

Parkchaos, Sicherheitslücken, Event-Absagen – die Stadt Krems schafft es unisono, Einheimische, Arbeitnehmer und Touristen gleichzeitig zu vergrämen. Die Facebook-Initiative „Save the World – Rettet die Beislparty 2012“ setzt sich – mit Unterstützung der Kremser Club-, Party- und Gastroszene dafür ein, dass die Steiner Beislparty 2012 von 1.-4. August an der wunderschönen Donaulände ihr 20. Jubiläum feiert und noch viele weitere Jahre das Summer-Highlight der Bildungs-, Tourismus- und Donaumetropole Krems bleibt. Wehret den Anfängen - Das nächste Zielobjekt der spaßfeindlichen Politikerkaste wird vermutlich das Kremser Volksfest sein.

 

Facebook-Support unter:

 

http://www.facebook.com/#!/groups/296058623745252/

 

http://www.facebook.com/#!/event.php?eid=259042390808346

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Mi

02

Nov

2011

Patrick Pulsinger – Austria-Techno-Ikone bei Stermann/Grissemann

Der 1970 in Ostdeutschland geborene Patrick Pulsinger gilt als Wegbereiter der österreichischen Techno-Szene, nun betrat der strikt unkommerziell agierende Elektronik-Pionier ungewohntes Terrain, die Bühne der Brachial-Komiker Stermann/Grissemann in der ORF-Show „Willkommen Österreich“. Wo er gleich zu Beginn ungeniert gefragt wurde, ob er „so wie David Guetta 180.000 Euro für ein 2 Stunden-Set kassiert, fürs Anstecken eines USB´s und die massentaugliche „Herz“-Hand-Pantomime“.

 

Diese Frage kann eine sympathische DJ-Frohnatur aus der Minimal-Techno-Ecke wie Pulsinger sowieso nur mit einem sympathischen Lächeln beantworten. Umso interessanter die umtriebige Lebensgeschichte des DJ´s, Produzenten und Remixers. 1980 kam er aus der DDR nach Österreich in die biedere Steiermark, tauschte „Freundschaft“ mit „Grüß Gott“ und ließ sich 1988 dann in Wien nieder. 1992 emigrierte er nach New York (laut Wikipedia angeblich des Wehrdienstes wegen), wo er den deutschen Techno-DJ Hell kennenlernte. Der Big Apple war aber nicht so sehr das Highlight seiner elektronischen Nischenmusik – wenig Enthusiasmus, immer die gleichen Leute in der Szene. Es ging daher zurück nach Wien, wo er gemeinsam mit Erdem Tunakan das Label Cheap Records Vienna gründete. Legendär der eingespielte Beitrag in der Stermann&Grissemann-Show, wo Pulsinger in „Generation X“ anno 1994 über das damals progressive Internet und Fax-Geräte plauderte, inmitten von düsteren Techno-Underground-Impressions der Wiener Szene, die damals lebendiger war als in New York City.

 

Es folgten zahlreiche Plattenproduktionen (auch für das Münchner Label Disko B), die Soundtracks für „Tempo“ und „Nacktschnecken“ bzw. Remixes für Stars wie Grace Jones („I´ve seen that Face before“) oder den genialen Pet Shop Boys („Flamboyant“). Vom Label zog sich Pulsinger 2003 zurück, seine Popularität in der elektronischen Szene bleibt aber ungebrochen. Und das „ohne Noten zu lesen zu können, was die Musik auch abstrakter und spannender macht“. Dies gilt auch für seine neue Live-Produktion „Besides Feldman“, einer elektronisch variierten Hommage an den zeitgenössischen Komponisten Morton Feldman, die im Rahmen der „Wien modern“-Festwochen 2010 aufgenommen wurde. Subtiler anti-massentauglicher Geschmack, der aber auch auf Amazon angeboten wird.

 

Natürlich ist Patrick Pulsinger auch noch als DJ weltweit unterwegs, „obwohl man bei 10 Stunden Fliegen und 2 Stunden Djing von den Weltstädten wenig mitbekommt“. Ihn zieht es aber sehr gerne auch in kleine Clubs mit 200-300 Leuten. Die Gage zwar geringer, die Intimität und das kollektive Feeling aber intensiver. Vielleicht auch mal wieder im Kremser Tube, wo er bereits im November 2009 im Rahmen einer „Simplistics“-Night die Turntables rockte...

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Mi

19

Okt

2011

150 Stunden-Set @ O.C. California – DJ Rene Brunner aus Österreich neuer Weltrekordhalter

24 Hour Party People“ – ein Schlagwort für die schlaflose „Insomnia“-Generation der nimmermüden, ecstasy-aufgeputschten Rave- und Techno-Kids der hedonistischen Nächte und Tage von Ibiza, Manchester, Goa bis hin zu Rimini und Miami. Aber was ist die Szene ohne die göttlichen Zeremonienmeister der Parties ? Nicht umsonst heißt es ja „God is a DJ“. Zum unumschränkten King without a crown hat sich jetzt ein Österreicher namens Rene Brunner aka DJ DC gekrönt, zumindest der Ausdauer nach.

 

Der Resident-DJ des Linzer Empires stellte im Los Angeles nahen Santa Ana, im Yost Theater, einen neuen Rekord auf. Der gebürtige Marchtrenker legte sagenhafte 150 Stunden ununterbrochen CD´s auf und übertraf damit die bisherige Bestmarke des brasilianischen DJ´s King, die bei 120 Stunden lag. Einen Wert, den Rene Brunner bereits letztes Jahr mit einem 121 Stunden-DJ-Set überschritten hat, den aber die Guinness World Book of Records-Jury nicht anerkannt hat. Deren Statement: „He did register a claim with us, but he never sent in evidence“.

 

Denn die Regeln sind streng – der Rekordanwärter darf nur 5 Minuten pro Stunde aussetzen (wobei eine Pausen-Akkumulation auf 1 Stunde gewährt wird, in der der DJ essen, duschen und schlafen kann), es dürfen zwischen den Songs höchstens 10 Sekunden Pause sein, und kein Titel darf während eines Zeitraums von 4 Stunden wiederholt werden (Anm.: DJ DC hatte 600 CD´s parat für sein 150 Stunden-Set). Zumindest eine Person muss während des gesamten Rekordversuchs tanzen, 2 Zeugen müssen dauernd anwesend sein, und das gesamte Event muss aufgezeichnet werden. So wird es noch eine Zeit dauern, bis der Rekord durch die Jury endgültig verifiziert wird.

 

Stellt sich die Frage, warum dieses coole Event nicht in Österreich stattgefunden hat. Abgesehen davon, dass Rene Brunner durch diesen Act in Amerika karrieretechnisch durchstarten will, wieherte wieder einmal der Amtsschimmel: Aufgrund der Lokalöffnungszeiten ist es in Österreich rechtlich unmöglich, ein derartiges 6-Tage-Event durchzuziehen. Kopfschütteln statt „Shake it“ – typisch Alpenland Austria.

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Mo

10

Okt

2011

Zurück in die 80er und 90er – 5. „Spotlight“-Jubiläum für Kult-Moderator Udo Huber.

Falco ist, was er ist, und bleibt, was er bleibt – unser größter Popstar“ – so Ö3-Kult-Moderator Udo Huber, der Samstag Nachmittag in Gars am Kamp die 3.840 kg schwere Labrador-Granit-Statue zu Ehren von Popamadeus Hans Hölzel im Kurpark vor vielen Promis, Bikerboys und Falco-Fans feierlich enthüllte. Danach ging es schnurstracks ins Autohaus Birngruber nach Krems, wo Udo Huber als Stargast von Martin Negers Classic-Party „Spotlight“ loungierte.

 

Motto: „Zurück in die 80er und 90er“, eine kongeniale Trademark für Udo Huber, der bekanntlich am 1. November 1981 seine erste „Hit wähl mit“-Show moderierte. Die damalige Nr. 1: „Tainted Love“ von Schwulen-Ikone Marc Almond zu einer Zeit, als man im biederen Österreich von einer Gay Scene genauso viel wusste wie vom Mysterium Internet. Mit dem Soft-Cell-Klassiker begann auch bei Udo Hubers 5. Spotlight-Jubiläum das bunt-schrille Kaleidoskop an Classic-Hits der Eighties und Nineties. Getreu dem Slogan „Wir geben euch alles, was wir haben“ (hat der Udo zuviel Knight Rider geguckt ?) rotierten unter der Regie von DJ L. Rock auf den Turntables NDW-Ikonen wie Nena, Peter Schilling und natürlich Falco, Rock-Dinosaurier wie Joan Jett, Guns´n Roses oder Kiss (O-Ton: „Das wird eine lange harte Nacht“), Euro-Dance-Smasher a la Dr. Alban oder Snap oder MTV´s Premieren-Song „Video killed the Radio Star“. Dessen Kult-Video von VJ Christian auf die riesigen Video-Screens transformiert wurde.

 

Udo Huber, dessen Karriere bei Ö3 wegen (misslungener) Strukturreformen nach 23 Jahren 1997 endete, ist seitdem nicht nur an mehreren Event-Firmen beteiligt und vielbeschäftigter Moderator von Classic Events, sondern auch Präsident des Fußball-Klubs Wiener Sportklub. Erst am 24. 6. 2011 wurde er mit nur einer Gegenstimme zum drittenmal für weitere 2 Jahre gewählt.

 

Die Spotlight-Community hofft natürlich auch auf einen weiteren Besuch Udo Hubers next Year, allerdings bitte mit einer Verlagerung des im Obergeschoß meist von Securities abgeschotteten MC-DJ-VJ-Zeremonienraums ins Erdgeschoß. Damit der Udo nicht so viel Treppen steigen muss und die Party People hautnah die Show begutachten können. So wie einst bei den „Großen 10“. Vielleicht sehen wir dann den dieses Mal dezent schwarz gekleideten Udo wieder einmal im legendären Overall...

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Mi

05

Okt

2011

Welcome in the World of Manfred Deix - 10 Jahre Karikaturmuseum Krems

Der St. Pöltner Karikaturist Manfred Deix besuchte in Hannover das Wilhelm Busch-Museum und war beseelt von der Idee, ein derartiges Projekt in Österreich zu starten. Angeblich zuerst in Graz geplant, setzte sich Landeshauptmann Erwin Pröll mit Deix in Verbindung und initiierte den Bau des Karikaturmuseums in der Donaumetropole Krems. Als Bauherr fungierte Architekt und „Ironimus“ Gustav Peichl, und so wurde am 29. September 2001 das in Österreich einzigartige Gebäude eröffnet, als Teil der Kremser Kunstmeile und direkt gegenüber der Justizanstalt Krems.

 

Während dort die echten Ganoven sitzen, siedelten sich im Laufe der nächsten 10 Jahre im Karikaturmuseum die comicvirtuellen Panzerknacker an – im Rahmen der vielbesuchten Ausstellung „Donald Duck – Und die Ente ist Mensch geworden“. Dazu noch weitere 45 Ausstellungen mit über 800.000 Besuchern wie „Die vielen Gesichter des Robert Crumb“, „Absolut Haderer“, „Machtspiele“ (von Karikaturist Erich Sokol) oder „Max & Moritz – Bildergeschichten von Wilhelm Busch“.

 

Den beiden Schirmherrn des Museums, Gustav Peichl und Manfred Deix, gebührt natürlich zu Ehren eine Dauerausstellung ihres Schaffens. „Die Karikatur macht etwas sichtbar. Nicht die Aufdeckerjournalisten sind die wichtigen, sondern die Karikaturisten“ – so die Diktion von Gustav Peichl, der im Erdgeschoß seine besten politischen Karikaturen von Bruno Kreisky anlässlich seines 100. Geburtstages präsentiert. Im Obergeschoß hat man – laut Leiterin Jutta Pichler - manchmal Schwierigkeiten, zwischen Besucher und Deixfiguren zu unterscheiden. Dort publiziert Beach Boy-Fan Manfred Deix, der seine ersten Groscherl als 11jähriger mit Nacktbilder verdient hat, seine frechen, manchmal tabulosen Karikaturen, egal ob aus den Bereichen Politik, Gesellschaft, Kirche oder Jugendsünden – Stichwort „Straches Kinderzeichnungen“. „Ich arbeite, zeichne, saufe, rauche“ – so einst ein Zitat vom Genussmenschen Deix, der seit 1992 wöchentlich eine Karikatur im „News“-Magazin veröffentlicht und 2006 trotz seiner politischen Attacken das Goldene Verdienstzeichen des Landes Wien bekam.

 

Anlässlich des 10-Jahres-Jubiläums des Karikaturmuseums Krems wurden auch zwei neue Ausstellungen eröffnet. Der österreichische Karikaturist Gerhard Haderer präsentiert im Untergeschoß seine besten Arbeiten aus dem Kult-Comic-Heft „MOFF“, als Eyecatcher fungiert dabei ein Grasser-ähnlicher Pin-Up-Boy. Und in der Jubiläumsschau „Auf ins Museum“ trifft einander das deutschsprachige Who-is-Who der Karikaturszene, vom Frankfurter „Titanic“-Mastermind Chlodwig Poth, dem „Meister des deftigen Strichs“, Horst Haitzinger, den Zeitungskarikaturisten Michael Pammesberger und Markus Szyszkowitz bis hin zu den nationalen „Superstars“ Sokol, Haderer, Peichl und Deix himself.

 

Weitere Jahre des Museums scheinen gesichert – 2012 stehen Kinderbuch-Illustrator Janosch und der ursprünglich aus Jugoslawien stammende österreichische Cartoonist Petar Pismetrovic auf dem Programm, der zahlreiche internationale Preise in seiner Karriere gewonnen hat. In Verhandlungen stehen auch Exhibitions rund um Lucky Luke & Asterix. Spätestens da ist das Karikaturmuseum wohl voller als das prall gefüllte  Zuchthaus gegenüber...

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So

25

Sep

2011

Ibiza Summer Closing 2011 – Djane Riva Elegance verzaubert Kremser Party People.

Auf der La Isla Blanca ist die letzte Septemberwoche meistens eine Woche des Abschiedes: Die riesigen Szene-Diskotheken, monatelang Epizentrum des Exzesses und des Tanzes auf dem Vulkan, feiern ihre Closing Parties. Paul van Dyk said Goodbye im legendären Amnesia, die Swedish House Mafia und David Guetta im Pacha, Carl Cox im ehemaligen After Hour-Club Space.

 

Auch der Kremser Eventveranstalter Martin Neger, selbst noch nicht in Ibiza gewesen, organisierte - nach einer fulminanten Opening Party (mit dem germanischen Tiare Bar-Resident-DJ Mettylectro) in der vergleichsweise leider nicht so glamourösen Österreichhalle - eine Ibiza Summer Closing Fiesta – mit Palmen-Deko, Light-Show, coolen Drinks und exzellenten House-DJ´s wie dem aus dem Tube bekannten DJ Tiffy und Chris Vega.

 

Star des Abends war allerdings die 24jährige Jasmin Bauer aka Riva Elegance, die mit sexy Outfit und animierenden Mikro-Einlagen für volle Dancefloors sorgte. Im Programm der sexy Djane aus Waidhofen/Thaya, die kürzlich auch von Skoda für das GTI-Treffen am Wörthersee gebucht wurde, nicht nur Superhits wie „Loca People“ oder Aviciis Sommerhit „Levels“, sondern auch brandneue Releases wie Fedde le Grand´s Future-Hit „So much Love“ und unbekannte Elektro-House-Trance-Perlen. Wer die kecke Djane gerne wiederhören will, im Horner Brooklyn ist sie neue Resident-Djane und lässt dort am 22. Oktober mit ihrem deutschen Pendant, „Girls just want to have Fun“-Queen Cassey Doreen, die CD-Player rotieren.

 

Im wunderschönen Ibiza dagegen schließen die Clubs – mit temporärer Ausnahme des Pacha - in Kürze die Pforten, und die vergnügungssüchtigen Einheimischen trauern 8 Monate dem wunderschönen Sommer 2010 nach. Bis Ende Mai 2012 Dance-Beats, Party-Hedonismus und Glückspillchen die balearische Tempo-Fiesta-Insel wieder erobern. Wir können es kaum erwarten....

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Di

20

Sep

2011

Fragebogen „Endlich ein sicheres Krems“ – Stasi-Methoden in der Donaumetropole.

Auf den neuen Bussen positioniert sich Krems als moderne Bildungsstadt mit 15.000 auszubildenden Kindern, Jugendlichen und Studenten. Wollen diese dagegen am Abend Spaß haben und Prüfungs- und Schulängste kurzfristig vergessen und Party feiern, dann rebelliert der konservative Untergrund der Fast-Gauhauptstadt. Allerdings nicht mit Methoden aus dem Dritten Reich, sondern mit Stasi-Mitteln aus dem kommunistischen Ostblock.

 

Die Kaufmannschaft verteilt per PDF-Datei im Internet Fragebögen unter dem Titel „Sicheres Krems“ und will damit gegen Vandalismus, Ruhestörung und Eigentumsdelikte in der Innenstadt vorgehen. Federführend ist dabei eine Cafe-Konditorei in der Innenstadt, deren Eigentümer als Finanzstadtrat die katastrophale Parkmisere in der City mitzuverantworten hat und der aufgrund des Tagesgeschäfts auf keine Abendgäste angewiesen ist.

 

Die Denunzianten können auf dem Fragebogen die Dauer, Anzahl und Kosten der Vandalismusakte angeben und dann in einem Stadtplan der Innenstadt den Hot Spot der Verwüstungen anklicken. Natürlich ohne sich selbst auszuweisen, wodurch eine einzige Person auch hunderte Bögen ausfüllen könnte, um den Hohen Markt oder den Stadtgraben beispielsweise als Sodom und Gomorrha des Kremser Nachtlebens in Misskredit zu bringen. Erinnert an Ostblock-Stasi-Spitzel, die hinter vorgehaltenen Vorhängen den Lifestyle ihrer Nachbarn beobachteten und dann bei diversen Auffälligkeiten das Ministerium für Staatssicherheit informierten.

 

Wehret den Anfängen eines Überwachungsstaates. Die Polizei als Sicherheitsbehörde hat die Aufgabe, für öffentliche Ruhe und Ordnung zu sorgen. Und das vielleicht auch die ganze anstrengende Freitag- und Samstagnacht. Auf frustrierte Wutbürger im stillen Kämmerchen, die die „gute, alte Zeit“ herbeisehnen, hat eine moderne Gesellschaft keine Lust.....

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Mo

12

Sep

2011

Heroin Chic – Krems im Drogenrausch ?

„There are no reasons. Who needs reasons when you´ve got Heroin ?” Die seltsame Lebensphilosophie einer Heroin-Clique rund um Edel-Junkie Mark Renton im schottischen Edinburgh. Basierend auf „Trainspotting“, einem jener britischen Filme (bzw. Romane), über den (die) man auch Jahrzehnte später noch spricht. Eine Saga über arbeitslose Wohlstandsverweigerer, für die nichts zählt außer der nächste Schuss. Befindet sich auch die Donaumetropole Krems und deren vermeintlich rustikale Umgebung auf dem Weg in ein Drogennirwana ?

 

Erst im Februar dieses Jahres starb ein junger Kremser am späten Nachmittag mitten am Asphalt nach einer Heroinüberdosis. Ein 17jähriger wurde im April nach einer lebensgefährlichen Überdosis Heroin zu einem Pflegefall – Koma, Sauerstoffmangel im Gehirn und nun langwierige Rehabilitation mit Sprach- und Gehtraining. Und nun ein perfekt geplanter Einsatz der Cobra im „GPS- und handyfreien“ Niemandsland zwischen Krems und Egelsee. In einem Kanalrohr fand man dort – bei gleichzeitiger Verhaftung zweier Tatverdächtiger – enorme 4,3 kg Heroin. Neben der Festnahme dreier weiterer Dealer konnten in der Folge 35 weitere Heroin- und Kokainabnehmer ausgeforscht werden, darunter ein über 50jähriger Universitätsprofessor (der in Krems unterrichtet), der angeblich seine Kokainprodukte unentgeltlich an Studenten (!) weitergegeben hat. Sozusagen: „Mutter, der Doc mit dem Koks ist da“.

 

Aus welchem Milieu die Abnehmer der „harten“ Drogen stammen oder in welchen Lokalen oder Regionalbezirken diese verkehren, kann zwar vermutet werden, ist aber derzeit nicht bekannt. Die Lage ist allerdings ernster und imageschädigender für Krems, als viele denken. Illegale Drogen hat es in der rauschigen Weltgeschichte zwar immer gegeben, Alkohol in Zeiten der Prohibition, Cannabis und LSD in den Hippie-„Summer of Love“-Zeiten der Sixties, Koks als vermeintlich leistungssteigernde Droge der Manager und Yuppies oder auch die smiligen Ecstasy-Tabletten zur Zeit der Rave Culture oder als Aphrodisiakum für eine 24-Hour-Party auf der La Isla Blanca Ibiza. Bei Heroin als Alltagsdroge in einer Schüler- und Studentenstadt allerdings hört sich der Spaß auf.

 

Es handelt sich ja auch um keine Spaßdroge, sondern um eine Substanz, die stark betäubt und sämtliche Empfindungen wie Schmerz, Leergefühl, Sorgen oder Angstgefühle auslöscht. Zumindest kurzfristig, bis die Wirkung nachlässt und man zum nächsten Schuss oder zur nächsten Inhalation greift. Abgesehen von körperlichen und seelischen Entzugserscheinungen drohen Bewusstlosigkeit durch Erbrechen, Atemlähmung oder Herzschwäche mit Todesfolge insbesondere bei Überdosierung oder giftigen Beimengungen. Bei Dauergebrauch ist ein Persönlichkeitsabbau feststellbar, das Leben wird immer destruktiver, perspektivloser bis zum kompletten Overkill.

 

Der Kult-Film „Christiane F. – Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“ mit der „fast zu schönen“ Natja Brunkhorst in der Titelrolle stammt aus dem Jahre 1981. Wird dieser Film über ein Berliner Junkie-Mädchen zwischen Himmel und Hölle in den Schulen nicht mehr gezeigt ? Oder ist der Kontakt zwischen Erwachsenen und einer scheinbar zügellosen, unkontrollierbaren Jugend komplett gerissen ? Die Politiker der Donaumetropole sollten nicht darüber nachdenken, welchen Friseur sie vor der nächsten Ausstellungseröffnung aufsuchen oder welche Parkzone sie als nächstes gebührenpflichtig machen, sondern mit Hilfe der Polizei die heroinösen Drogen-Hot-Spots lahmlegen und für eine umfassende Drogen-Aufklärung in den Hauptschulen, Gymnasien und „Szene-Orten“ sorgen. „We can be Heroes for just one day“ fabuliert Kult-Ikone David Bowie, und er trifft den Nagel auf den Kopf. Der erste Schuss könnte der letzte sein.....

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Mo

05

Sep

2011

Wachauer Volksfest 2011 – Tempo- und Partyrausch mit organisatorischen Schönheitsfehlern !

Heiße Sommerküsse unter dem Riesenrad, hemmungslose Alkoholexzesse im Beisldorf, schmachtende Liebesblicke zum muskelbepackten Kartenabreißer, ein riesiges Plüschtier als Glücksradgewinn, das mulmige Gefühl vor einer Fahrt mit einem Hochgeschwindigkeitskarussell oder ganz einfach 10 Tage lang eine geile Zeit mit Freunden und Freundinnen verbracht zu haben. Jeder hat so seine Anekdoten zu Volksfesten. So auch die Schaustellerlegende Fritz Thurner aus Vösendorf – er wurde am 1. September 1947 während der Rieder Messe geboren und sorgt seit Jahrzehnten beim Wachauer Volksfest mit seinen Vergnüngsbetrieben für Spaß und Spannung. Wie vor 2 Jahren war auch 2011 das Looping-Karussell „No Limit“ der Renner, das eine dynamische Höhe von 50 m erreicht und Geschwindigkeiten bis zu 100 km/h erreicht. Bei zumeist sonnigem Volksfestwetter hatten aber auch Thurners andere Betriebe, „Blackout“, „Playball“ und „Magic“, hohe Besucherfrequenzen, nicht zu vergessen natürlich das Autodrom und die traditionelle Geisterbahn.

 

Direkt beim Eingang positioniert Franz Printschlers „Slingshot“, bei dem man mit einer Kugel festangeschnallt 70 m in die Höhe katapultiert wird. Ein Vergnügen, das sich – im Blitzlichtgewitter der Bezirksblätter - auch die beiden Clubbing-Macher Alex Lengauer und Martin Neger nicht entgehen ließen. Beide waren natürlich im Stadtpark Nord auch prominent mit ihren Bars und Clubs vertreten. Im sogenannten „Weißen Zelt“ residierte Alex Lengauers Star Night Club mit den Und Lounge-Resident-DJ´s Stephano B. und Margo jun., seine Fashion-Trademark Soulsista zelebrierte eine kleine Fashion-Show (die große gibt´s am 16. September), und am Samstag Abend tanzten die Lederhosenfetischisten und Trachtenladies auf.

 

10 Tage Tempo Fiesta auch an der benachbarten Caribbean Nights Bar von Martin Neger, wo der smarte Show-Barkeeper David coole Cocktails mixte und DJ Olivers „Hit Factory“ mit Ibiza-Classics, Latin-Beats und Summer-House (Loca People, La Musica, Welcome to St. Tropez) für heiße Dancefloor-Atmosphäre sorgte. Elegant die DJ VIP-Lounge mit durchsichtigem Dach und bequemen Sofas. Verhüllt blieb da allerdings teilweise der Blick auf die Eyecatcherin des Volksfestes 2011, Andrea Wagner aus Horn, prämiertes Playboy-Cybergirl, die sich gemäß ihrem Motto „I look better naked“ von der vom Life-Ball bekannten Bodypainting-Artistin und mehrmaligen WM-Teilnehmerin Nadja Hluchovsky live mehr als 2 Stunden nackt bemalen ließ. Nicht das Verrückteste, was sie jemals gemacht hat. Das ist laut ihrem Steckbrief eine Aktion in Madrid, bei der sie sich von einem Spanier an der Brust tätowieren ließ, der nur spanisch konnte und somit keiner ein Wort verstand. La gente esta muy loca eben.

 

Kulturell etwas flachbrüstiger ging es in Frankie´s Hasenstall-Areal zu – dort gab es deutsch-österreichischen Weichspülschlager von Konsorten wie Marc „7 Sünden“ Pircher und Oliver Haidt. Wem´s gefällt !? „Mutter, der Mann mit dem Koks ist da“ – Falcos ambivalenter Gassenhauer wurde Realität am Dienstag Nachmittag. Skiflugweltmeister Andi Goldberger, dem man diese lächerlichen Vorwürfe einst 1997 wegen ein bißchen Schnupfens in einem Hinterzimmer gemacht hat, schrieb fleißig Autogramme für seine noch immer vorhandenen jungen Fans. Genügend Fans und Freunde aus seiner Zeit als „Cafe Illy“-Mastermind im Einkaufszentrum Steinertor hat auch noch immer Michael Merkle, der seine Pacha-artigen Preise mit lockeren Sprüchen und Schmähs leicht wettmachen konnte. Und das, obwohl nur ein paar Meter entfernt ein halber Liter Spritzer um 3 Euro angeboten wurde. Sozusagen ein Mekka für potentielle Komatrinker oder auch nur die Möglichkeit, seine Volksfest-Ausgaben zu reduzieren.

 

Und hier sind wir jetzt bei den mannigfaltigen Kritikpunkten am Wachauer Volksfest 2011, die nicht bei den Ausstellern, sondern bei der Organisation und der Stadt Krems zu suchen sind. Dies reichen von horrenden Standgebühren (man munkelt von Beträgen bis 6.000 Euro), dem Eintrittspreis (den es bei vergleichsweisen Volksfesten wie in St. Pölten nicht gibt und der den Umsatz der Gastronomen und Aussteller mindert) und auch dem praktisch nicht vorhandenen Rahmenprogramm. Gab es früher den Blumenkorso, eine Freilichtbühne mit Auftritten internationaler Volkstanzgruppen, ein Freistilringen, einen bunten Festzug durch die Landstraße mit Abschlussfest im Fußballstadion, so zahlt man 2011 de facto Eintritt, dass man im Volksfestgelände Essen und Trinken darf. The Doors Experience, Trackshittas oder Christina Stürmer Open Air fallen mir auf die Schnelle an, wo sind die Ideen der Volksfest-Veranstalter oder kann man sich gute, moderne Acts in der 158 Millionen Euro-Schuldenlawinenstadt Krems nicht mehr leisten ?

 

Auf jeden Fall runter müssen 2013 die Standgebühren, sonst verschwinden die Kremser Gastronomen aus dem Stadtpark, und dieser degradiert zu einem billigen Abklatsch des St. Pöltner Remmidemmis. Zu überdenken ist auch ein Zusammenlegen von (dann späterem) Musikende und Barausschank – die 2-Stunden-Phase bei kompletter Soundlosigkeit ist zumeist ohnehin nur geprägt von primitiv-prolligem Gegröhle unbequemer, alkoholisierter Zeitgenossen. Sei´s, wie´s sei – das nächste Wachauer Volksfest ist erst wieder 2013. Warum nicht jedes Jahr, das bleibt für mich auch weiterhin ein Rätsel. Ein scheinbar unlösbares.....

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Di

23

Aug

2011

Lake Festival Schwarzlsee – Über 20.000 Party-People bei Invasion der DJ-Titanen Guetta & Van Buuren !

„Steirermen san very good“, die steirischen Austro-Popper EAV, Opus oder STS, Ex-Sturm Graz-Legende Otto Konrad als Einpeitscher des ersten Meistertitels – endet hier der musikalische Zenit der Grünen Mark ? Spätestens seit letzten Samstag muss dies mit einem klaren „Nein“ beantwortet werden. Im Rahmen des 1. Lake-Festivals am „Haussee“ der Grazer, dem Schwarzlsee in Unterpremstätten, gaben sich die weltweit besten DJ´s der Electro-, House- und Techno-Szene ein grandioses Stelldichein. Auf insgesamt 3 Stages (Sunrise-, Moon-, Sunsetstage) feierten über 20.000 begeisterte Dance-Fans auf einem Gelände von 150.000m2 eine Party unter (regenschauer)-freiem Himmel. Und das bei vergleichsweise ziemlich geringen Ticket- (VVK: 45 Euro) und Getränkepreisen.

 

Bei gleißendem Sonnenlicht begann die Party mit Dance-Beats des österreichischen Lokalmatadors Tim Anderson, bekannt auch durch die Radio-Energy-„Club Files“, und dem quirlingen „We no speak Americano“-Sound der Australier Yolanda be Cool. Einen commercial House-Mix der Sonderklasse lieferte das deutsche Duo Milk & Sugar, derzeit hoch in den Charts mit „Pata Pata“. Um 21 Uhr das erste große Highlight: DJ Mag krönte ihn 2010 zum besten DJ der Welt, er spielte am Schwarzlsee zum ersten Mal in Österreich und war von den crowding masses – siehe seine Facebook-Shots - ebenfalls begeistert: Armin van Buuren aus Holland, Amnesia- und Space-Resident, der in seinem Progressive Trance-Set auch seine neuen „Mirage“-Soundkreationen und seine neue Single „Feels so good“ (mit Nadia Ali) präsentierte.

 

Put your Hands up for Music“ – das Motto von Armins Landsmann Fedde le Grand. Tech-House, gepaart mit Classics wie „Zombie Nation“, Pendulums „The Island“ oder Chillipeppers „The Other Side“ bringt die Party Crowd der Main Stage vor Mitternacht zum technoiden Zappeln. Viele der Besucher warten aber weiterhin auf den Superstar des Abends: David Guetta. Der trotz seiner Styleberaterin (seine Ehefrau) mit schleißiger Lederjacke und seltsamer 80er-Frisur hinter den Turntables auftauchte. Ambivalent auch die Musikauswahl: Einerseits ein Potpourri aus (alten) Hits wie „Sexy Bitch“, „When Love takes over“ oder „Sweat“ (die das Publikum aber auch hören wollte), andererseits undergroundlastiges elektronisches Gedröhne zum Auftritt der „Kryoman“-Robots. Allerdings auch die genialen Ibiza Summer Anthems des Jahres 2011, das „Losing my Religion Heart is King“-Mashup, der SHM-Coldplay „Waterfall“-Remix oder der Swanky Tunes-Knaller „Sending my Love“.

 

Nach einem „Me and the Robots we luv u“ war Schluss auf der Main Stage, auf der Sunrise-Stage dagegen ließ Italiens Top-DJ Benny Benassi – hochpositioniert über dem Ufer des Schwarzlsees – ab halb 3 Uhr früh die nimmermüden Lake-Festival-Besucher nicht zur Ruhe kommen. Steirische Club-DJ´s sorgten auf den noch offenen Stages dafür, dass viele Besucher erst gegen Mittag den House-Schlaf des Gerechten antraten.

 

Fazit: Abseits kleiner Schönheitsfehler (Getränkenachschub, Wartezeiten bei der Getränkebestellung, teilweise verdreckte WC-Anlagen) ein top-organisiertes Spitzen-Event. Die Bundeshauptstadt Wien muss sich dagegen schämen und im wahrsten Sinne des Wortes „rot“ anlaufen – ihre Top-Veranstaltung ist ein mit fast 2 Mio Euro steuersubventioniertes Partei-Event mit Künstlern aus der abgehalfterten Volksmusik-, Austro-Pop- und 70er-Rockerszene (Anm.: Das Donauinselfestival). Und auch Krems könnte sich einen Guetta leisten – bei einem Schuldenstand von 116 Mio Euro (ohne ausgegliederte Unternehmen) fällt eine kolportierte Gage von 200.000 Euro auch nicht mehr auf....

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Di

09

Aug

2011

Insomnia @ Ibiza 2011 – La Isla Blanca never sleeps…..

In den jetsettigen 60ern und 70ern war Ibiza, die drittgrößte Baleareninsel, die Insel der Reichen und Schönen, bis der Massentourismus (der heute 95 % des Bruttoinlandsprodukts ausmacht) die La Isla Blanca erobert hat. In den 80ern war die internationale Revolution der House- und Rave-Szene ein Auslösepunkt für einen neuen Typus von Urlauber, den Club- und Partyhopper. Die ersten sophisticated Dance-Parties fanden 1987 in der ehemaligen „Amnesia“-Finca statt, mit dabei der britische Kult-DJ Paul Oakenfold und die Ibiza-Legende DJ Alfredo. 24 Jahre später hat sich zwar einiges verändert, der schrill-schräge Ibiza-Hype ist aber weiterhin ungebrochen.

 

Die ehemals größte Disco der Welt, das „Privilege“ (ehemals „Ku“), heute mit ca. 10.000 Party People Fassungsvermögen hinter einer Dubaier Diskothek „nur“ mehr die Nr. 2, lockt zwar nicht mehr mit den tabulosen, fleischesnackten „Manumission“-Parties der 90er, stattdessen aber mit der holländischen Trance-Legende Tiesto, spanischen Top-DJ´s oder coolen Live-Acts wie Taio Cruz oder Jamiroquai. Das Umfeld allerdings hat sich verändert, das Privilege steht nicht mehr in der Einöde von San Rafael als radikaler Antagonismus zu kleinen Töpfer-Häuschen der Einheimischen, sondern liegt inmitten einer modernen Infrastruktur von Shops, Villen und einer neuerrichteten, teilweise noch immer heftig umstrittenen 15km-Autobahn (C731) zwischen Eivissa und San Antonio.

 

Dies gilt auch für das gegenüberliegende „Amnesia“, das man 1995 nach Verlassen des nächtlich verkehrenden Discobusses nur mittels Durchwanderung einer kargen Rasenfläche erreichen konnte. Die ehemalige Finca ist aufgesplittet in einen überdachten Terrace Floor und einen Main Floor und Sommer-Residenz für den Liverpooler Club Cream, der seit 17 Jahren 5.000 Party People all over the World mit trancig-housigen Vibes von Paul van Dyk, Ferry Corsten, Laidback Luke oder Calvin Harris begeistert. Weitere Highlights: der technoide Cocoon-Wahnsinn von Sven Väth, der neue dubstep& drum and bass-angehauchte „Tonight“-Club und natürlich die kultige Espuma-Party, die bereits in den 90ern die schwitzenden Bodies der Clubber beschäumte.

 

Viel hat sich an der Playa den Bossa, dem mit 2,7 km längsten Strand Ibizas verändert, und zwar zum Positiven. Gab es dort in den 90ern noch ballermannartige deutsche Kneipen und Bars mit Bullenreiten und trivialer Schlagermusik, so bestimmt nun auch dort der internationale Clubbing Spirit die Straßen und Gassen. Der populäre Manchester-Club „Sankeys“ hat die von Teutonen beherrschte Großraumaufrissdisco „Kiss“ verdrängt, alte Hotels wurden renoviert und in opulente Schmuckkästchen transformiert. Best Examples: das „Ushuaia“ oder das Delano Beach Hotel. Absoluter Kult weiterhin der „Bora Bora“-Beach, wo man sich gegen eine Gebühr von 10 Euro pro Tag auf bequemen Strandliegen ausschlafen und den minimal-technoiden Elektro-Beats lauschen kann bzw. am frühen Abend bereits bei den Pre-Parties für die großen Clubs Gas geben kann. Für Top-Sound direct on the Beach garantiert auch der deutsche DJ Mettylectro, zuletzt auch Gast auch bei Martin Negers Ibiza Opening Party in Gneixendorf, der an der Tiare Bar täglich von 14 bis 22 Uhr die internationalen Party People zum Tanzen bringt, egal ob im Pool, am Strand oder in den chilligen Strandbettengarnituren. Mehr häuslich als housig dagegen die Dreharbeiten zur germanischen Doku Soap „X-Diaries – Love, Sun and Fun“, dem letzten ibizenkischen Vorhang deutscher Simplizität.

 

Englische Verhältnisse herrschen zumeist im 15 km entfernten San Antonio, dem Haupttourismusort britischer Teens und Twens, die inmitten von „Westend“-Bars, Burger-Buden und eines prachtvollen Yachthafens dort trinken und feiern bis zum Umfallen. Das ehemalige Fischerdorf beherbergt allerdings auch die edlen Diskotheken Eden (mit Sunday-Resident Judge Jules) und Es Paradis (mit ihren im Morgengrauen beginnenden „Singin´in the Rain-Water Parties) ..... und natürlich das legendäre Cafe del Mar. Dort wo gegen Ende des Tages die balearischen Urlauber an den Klippen sitzen, der verträumten Chill-Out-Musik lauschen und verliebt Richtung untergehende Sonne blicken.

 

In Eivissa, der 47.000-Einwohner-Hauptstadt der Baleareninsel, beginnt während dieser Zeit das hurtige Treiben in den engen Straßen von Dalt Vila, gleichzeitig UNESCO-Weltkulturerbe. Schicki-Micki-Protzer, aufdringliche Disco-Schlepper, eitle Selbstdarsteller, sexy Clubbing-Ladies, ausgeflippte Gays, nach Umsatz geifende Barbesitzer – der tägliche, nächtliche Carneval in der Altstadt Ibizas. Der solange dauert, bis die nach Fun, Love and Sex verrückte Party Community ab in die „Sodom&Gomorrha“-Diskotheken ihrer Wahl düst.

 

In dem seit 1973 bestehenden Nobel-Club Pacha, berühmt durch seine „Two Cherrys“-Trademarks, trennt man die 3.000 Gäste – mittels VIP-Bereichen und Etagen – in Promis (wie Kate Moss, Paris Hilton, dem nach einem Yachtsturz an einem Schädeltrauma leidenden Seal oder Fußballstar David Villa), Rich Kids und in „normale“ Clubber, die Preise sind astronomisch (1 kleines Bier 12 Euro), der Großteil der frenetisch tanzenden Party People hat ohnehin erweiterte Pupillen. Die Zeremonienmeister der Nacht heißen Mr. „Fuck me I´m famous“ David Guetta, Axwell-Ingrosso-Angello (aka Swedish House Mafia) oder der Schweizer Underground-DJ Luciano, Schirmherr der Cadenza Vagabundos am Sonntag.

 

In der ehemaligen „After Hour“-Hochburg „Space“ zelebrieren die Dance-Protagonisten Maxi Jazz und Sister Bliss von Faithless live im Rahmen einer Abschluss-Club-Tour (?) das Motto der Insel: „Insomnia“ – zu deutsch „Schlaflosigkeit“. Die 24 Hour-Party People-Szene ist trotz der eingeschränkten Öffnungszeiten der Clubs – um 7 Uhr früh müssen die Clubber die Discos verlassen – noch lange nicht am Ende. Ob da die afrikanischen CD-Verkäufer etwas damit zu tun haben ? Nicht ausgeschlossen, dass „zufälligerweise“ im Cover einer verkauften Carl Coxx-CD mal ein kleines Glückspillchen oder Glückskekschen drinnen schlummert. 5 Drogeneinsätze hat das Hospital Can Misses in Ibiza täglich zu verzeichnen, die Clubber schwärmen trotzdem für das kongeniale T-Shirt „Drugs saved my Life“.

 

3 Tage wach“ – ist doch ein wunderschönes Lebensgefühl ?! Und wenn die Wirkung nachlässt und Depressionen die Beautiful People der Insel einholen ? „The Trumpeter“ (den Ibiza-Hit 2011) aufdrehen, vielleicht kommt das Feeling zurück. Österreichische Fly-Niki-Nachtflieger werden anders abgelenkt: FPÖ-Polit-Rebell Heinz Christian Strache mit an Bord, auch ihn hat die (zuvor verscheuchte) Realität schnell wieder eingeholt......

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Mo

25

Jul

2011

Beatpatrol 2011 – Electronic Dance Mafia residiert in St. Pölten

31.000 Besucher, 25 Anzeigen wegen Suchtmitteldelikten, 134 Rote Kreuz-Einsätze, 30 Spitaleinlieferungen, die meisten wegen übermäßigen Alkoholkonsums, eine Diebstahlsbande, die einige Camping-Zelte aufgeschlitzt hat und Handys und Wertgegenstände geklaut hat. So die nüchternen Fakten über das 3. Beatpatrol-Festival in St. Pölten, jener niederösterreichischen „Provinzhauptstadt“, in der sich internationale bzw. überregionale Party People nur zweimal im Jahr, eben zu Beatpatrol und zum August-„Frequency“ verirren. Dies könnte sich durchaus in Zukunft ändern: Ein neues 26 Millionen Euro schickes Fußballstadion mit internationaler Ausrichtung, die grüne Oase Ratzersdorfer See mit Bühne, Sunbathing-Areas und coolen Bar-/Dance-Lokalitäten und die Marke Beatpatrol als Epizentrum der Umwegrentabilität und eines cooleren Images der nunmehr 25 Jahre „jungen“, jüngsten Bundeshauptstadt Österreichs.

 

Das Line-Up des Beatpatrol-Wochenendes war auf jeden Fall kaum von jenem der Ibiza-Hot Spots zu unterscheiden. Auf dem Open-Air-Stage brillierten gegen Mitternacht die Superstar-DJ´s Paul van Dyk und Tiesto mit Progressive Trance-Melodies, bei denen sich normalerweise die balearischen Holiday Tripper im Amnesia (Donnerstag) und im Privilege (Montag) in neue Sphären schwingen. Swedish House-Mafia-Member Steve Angello, in Ibiza Montag-Resident mit seinen Kollegen Axwell und Sebastian Ingrosso im Rahmen der „Pacha“-Masquerade Motel Night, präsentierte um 2 Uhr früh in den VAZ-Hallen ein geniales Set aus Uplifting House, SHM-Classics und Hot Shot Debuts wie dem sensationellen SHM-Remix der Coldplay-Hymne „Every Tear is a Waterfall“. Dirty Dutch wurde serviert von den Guetta-Friends Chuckie und Afrojack, der mit der Pitbull-Kollaboration „Give me everything“ auch den kommerziellen Sommerhit des Jahres 2011 beisteuerte. Martin Solveig, französischer Shooting-Star des Jahres (zumindest für österreichische Verhältnisse), begeisterte die Massen mit seinen Superhits „Hello“, „Ready 2 Go“ und „Big in Japan“, Steve Aoki, Mastermind des „Dim Mak Records“-Labels und sozusagen Kurator der gleichnamigen Stage, trieb in den frühen Morgenstunden die Dance Community auf die Tanzflächen und fiel bei seinem exzessiven Set fast selbst von der Bühne. Dazu die Techno-Legende Moby bei einem seiner raren DJ-Sets, die neben einiger Dance-Remixes seiner Hits auch Retro-Rave-Rhythmen aus einer Zeit enthielten, in der Techno noch Subkultur und Underground war. Die Love Parade-Pioniere Lexy & K. Paul, „Sky & Sand“-Vocalist Fritz Kalkbrenner, die kanadischen Electro-Newcomer Autoerotique, Mr. Oizo, der südafrikanische Geheimtip Haezer als Morning Final Act (die Gasmasken-Fetischisten der Cyberpunkers blieben leider im italienischen Stau stecken), Dubstep-Protagonist Benga, Dada Life, Rocco Rampino alias Congorock (der Gigi´d´Agostino schon längst ins Pensionistenheim abgeschoben hat), die belgischen Amnesia-Residents „2 Many DJ´s“,..... – die Liste der mehr als 100 hochkarätigen Acts beim diesjährigen Beatpatrol-Festival war endlos.

 

Und wird die Veranstalter vor neue Herausforderungen (Guetta, Deadmau5, Fedde le Grand, Sander van Doorn, Erick Morillo, Ferry Corsten,...?) stellen. Beim Beatpatrol 2012, das nach dem diesjährigen Besucherrekord fast hundertprozentig stattfinden wird. Hoffentlich bei besserem Wetter, sodass bei heißen Temperaturen auch am Tag rund um die nahegelegenen Seen getanzt, getrunken und geflirtet wird. Just like in Ibiza...

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Di

19

Jul

2011

Niederösterreich Arena St. Pölten – Ein Schmuckkästchen für einen potentiellen Regionalliga-Verein ?

Fährt man zum Sonnenbaden an den St. Pöltner Ratzersdorfersee, erhebt sich dort mitten in der grünen Landschaft ein noch im Entstehen befindliches Gebilde, das man durchaus auch für einen Landeplatz der außerirdischen „V“-Besucher halten könnte. Die Alpine Bau GmbH baut dort die sogenannte „Niederösterreich“-Arena, Österreichs modernstes Einrangstadion.

 

Ab Mitte 2012 wird dort der SKN St. Pölten seine Heimspiele austragen. Konzipiert ist dieses Stadion für 8000 Besucher, eine flexible Erweiterung auf 13.000 Sitzplätze ist jederzeit möglich. Es soll weiters einen Business Club für 800 Personen beinhalten, der auch für alternative Events verwendet werden kann. Dazu 5 VIP-Logen, eine große Fangastronomie und einen Fanshop. Im architektonischen, aber auch ökologischen Blickfang steht vor allem die kreisrunde Dachkonstruktion aus Holz. Die Kosten dieses beeindruckenden Projekts belaufen sich auf „nur“ 26 Millionen Euro (was ungefähr dem Budget des Kremser Schulzentrums plus Parkhaus entspricht), 60 % der beauftragten Arbeiten werden von niederösterreichischen Unternehmen ausgeführt und sind somit ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor für das Bundesland. Rasenheizung, 2 Naturrasenspielfelder, behindertengerechte Ausstattung, eine eigene Familientribüne mit Kinderclub – die hier gebaute Fußball-Arena ist ein wahres Schmuckkästchen und schlägt in punkto Infrastruktur die „alten“ Horrs- und Hanappis um Längen.

 

Einen Haken hat die Sache allerdings: Wer wird in diesem Stadion – neben internationalen Clubs auf Trainingstour – spielen ? Der SKN St. Pölten, vom Fußball-Experten Frankie Schinkels als „Mittelmaß in der 1. Liga (also der 2. Leistungsstufe)“ bezeichnet, und derzeit nach 2 Spielen mit 0:4-Torverhältnis am letzten Platz. Ein Abstieg in die Regionalliga erscheint derzeit realistischer als der Aufstieg in die Bundesliga, für die ein derartiges Stadion-Juwel mehr als würdig ist.

 

Ohne Aufrüstung der Mannschaft bzw. ohne wirtschaftlich potente Sponsoren a la Mateschitz oder Stronach (oder dem Steuerzahler ?) wird die Niederösterreich-Arena wohl weniger Ball-Gladiatoren-Treffpunkt, sondern eher Sightseeing-Epizentrum für Touristen und Architektur-Studenten. Oder eben Landeplattform für E.T...

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Do

07

Jul

2011

Austro-Politiker im Halli Galli-Rausch: 74 Tage Sommerurlaub für Nationalrat, 89 (!) für niederösterreichischen Landtag.

„Summertime, and the Living is easy“ – sic est, der Sommer ist die schönste Zeit des Jahres. Flanieren in den Ramblas der Städte, ein paar coole Cocktails in den Street Cafes, Sonnenbaden an Stränden und Seen, Trinken, Tanzen, Flirten und die Nacht zum Tag machen bei diversen Sommerfestivals und Clubbings und als Bonmot und Alltagsausgleich ein Auslandstrip in den lebenslustigen Süden oder in die Karibik. Leider ist der sommerliche Urlaubsanspruch für die meisten unselbständig tätigen Bürger auf vielleicht 2-3 Wochen begrenzt, und auch die Freiberufler und Selbständigen können nicht unbegrenzt ihre Tätigkeiten unterbrechen, wenn sie nicht vor dem Konkursrichter stehen wollen.

 

Alle Tiere sind gleich“, heißt es in Orwells „Animal Farm“, doch „manche Tiere sind gleicher“. Und so gibt es neben den Lehrern (die einen 61tägigen Sommerurlaub genießen dürfen) noch eine Bevölkerungsgruppe, die im wunderschönen Sommer überhaupt nicht arbeiten muss, und das bei unbegrenzten Bezügen: Die Nationalrats- und Landtagsabgeordneten Österreichs.

 

Der Nationalrat macht dieses Jahr (gesetzlichen, also vom Nationalrat selbst beschlossenen) Sommerurlaub von 15. Juli bis 15. September, in Wirklichkeit dauert er noch länger, und zwar von 9. Juli bis 21. September, das sind ganze 74 Tage, an dem der Großteil der Nationalratsabgeordneten keinen Finger rühren muss, um pro Monat und das 14mal im Jahr 8.160 Euro brutto zu kassieren. Und das natürlich noch im voraus. Doch haben sie das nicht verdient, die kompetenten Gesetzesbeschließer im Hohen Haus ? Immerhin 2 Plenarsitzungen plus 6 Ausschuss-Sitzungen müssen sie durchschnittlich pro Monat über sich ergehen lassen, um neben ihren (großteils pragmatisierten) Nebeneinkünften diese Gage zu erhalten. Mit einer Verantwortung, die sich sehen lassen kann: „Jeder Abgeordnete ist verpflichtet, an den Sitzungen des Nationalrates und der Ausschüsse, in die er gewählt ist, TEILZUNEHMEN.“ Man könnte in den mittleren und hinteren Reihen des Nationalrates also auch Gummipuppen, Avatare und Roboter reinsetzen, die dann unter der maschinellen Leitung der Klubobleute die Hände rechtzeitig heben, wenn wieder einmal das verfassungsrechtliche Prinzip des freien Mandates gebrochen wird.

 

Jetzt kommt aber die mich entlarvende Replik der Abgeordneten: „Wir arbeiten doch auch im Sommer, in den Wahlkreisen“. Wir dinieren im „Wellenspiel“, stehen mit unseren Dienstautos ungestraft im Parkverbot, laufen beim Wachaumarathon mit, besuchen die Kunsthalle zum Nulltarif, werden gratis zu Sommertheatern, Bällen und Festivals eingeladen, champagnisieren in Nobellokalen, feiern exzessiv beim Kremser Volksfest und beweihräuchern den Dionysos bei rauschigen Kellergassenfestln. Das ist eben Kontakt mit dem Wähler, dieser muss fürstlich bezahlt werden, wo kämen wir denn sonst hin ?

 

Mir kommen die Tränen, und ich muss meinen Irrtum über die faulen Halli-Galli-Nationalräte eingestehen, denn jeder hat ja die Politiker, die er verdient. Vor allem der Niederösterreicher. Im niederösterreichischen Landtag (der gewöhnlich über solch heikle Materien wie Fischerei-, Jagd- und Feuerwehrrecht stammtischartige Plenardiskussionen führt), macht man Sommerurlaub von 7. Juli bis 6. Oktober, also 89 Tage, fast 3 Monate. Und das zu einem 14mal ausbezahlten Monatsbezug von ca. 6.700 Euro. Da kann der Landtag ja sich direkt einen langen Flug in die Wüste leisten. Aber bitte mit One Way-Ticket. Eine Vermisstenanzeige gibt sicher keiner auf.....

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So

03

Jul

2011

Feuerwehrfest in Krems – Flammen- und Durstlöscher unter sich.

Die Kremser Feuerwehr feiert dieses Jahr ihr 150jähriges Bestehen. Grund genug, die 61. Landesfeuerwehrleistungswettbewerbe in die Donaumetropole zu locken und die Wettkämpfe mit einem umfangreichen Rahmenprogramm zu garnieren. Mehr als 12.000 stramme Feuerwehrrecken bevölkerten 3 Tage lang das Areal rund um die Österreichhalle und den Eislaufplatz und feierten exzessive Zeltkabinenparties im Stadtpark. Am Bundessportplatz tummelten sich mehr als 500 Wettkampfgruppen, während auf der abgesperrten Bundesstraße ein Staffellauf stattfand. Der NÖ Fire-Cup Freitag abends sorgte für ein volles Sepp Doll-Stadion – derartige Besuchermengen waren seit dem KSC-Cuptriumph 1988 nicht mehr in diese Arena gekommen.

 

T-Shirt-Logos wie „Trinken nur an Tagen, die mit g enden“, haben einige Feuerwehrleute bereits tagsüber zur Party-Maxime erklärt. Durstlöschen statt Flammenlöschen bis zum ultimativen Exzess. Und das zur Live-Musik von Ex-Starmaniac Niddl und der niederösterreichischen Party-Band Soundsturm und den Dreamers in der Halle 1. Bars und Tische wurden gestürmt, es wurde getanzt, gegrapscht, gegrölt zu Stimmungskrachern a la „Summer of 69“, „Narcotic“, „It´s my Life“ oder dem Gabalier-Schunkler „I sing a Liad für di“. Wer sich an das Wochenende erinnern kann, der hat es nicht erlebt. Unter tropischen Temperaturen zelebrierte DJ Beattexx in der Halle 2 peppig gemixten Dance-Floor-Sound, „Put your Hands up in the Air“ bis in die frühen Morgenstunden. If you can´t stand the Heat, stay out of the Kitchen.

 

Verluste wurden bis dato nicht beklagt, Sonntag nachmittags war die illustre Party-Meute wieder verschwunden, der Park leichenfrei. Und Krems kann sich glücklich schätzen – echt gebrannt hat es dieses Wochenende nirgends...

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Mi

29

Jun

2011

Lizenz-Krieg zwischen AKM/GEMA und YouTube – Kein Guetta-Video für österreichische und deutsche House-Fans.

Mit Spannung fieberten die Millionen David Guetta-Fans dem neuen Video „Where them Girls at“ entgegen, ein Teaser mit dem Konterfei des französischen House-Stars und seltsamen Seifenblasen machte zusätzlich Appetit auf die visuelle Umsetzung des Dancefloor-Fillers. Am World Premiere-Tag allerdings stieß man auf der YouTube-Vevo-Page auf einen schwarzen Bildschirm mit dem Text „Dieses Video ist in deinem Land nicht verfügbar“. Auch auf der Website der Guetta-Vocalistin Nikki Minaj wurde das Video innerhalb kürzester Zeit gesperrt. Wer steckt hinter diesem länderspezifischen Boykott, der auch die deutschen Nachbarn umfasst ? David Guetta wegen zu geringer Gage ? Die Plattenfirma wegen spezieller, nationaler Marketingstrategien ? YouTube, um vielleicht bald Pay on Demand-Angebote für sophisticated Clips schmackhaft zu machen ?

 

Keineswegs, dahinter stecken die rigiden Paragraphenritter der Verwertungsgesellschaften GEMA und AKM, die die musikalischen Aufführungs- und mechanischen Vervielfältigungsrechte der Komponisten, Textdichter und Verleger von Musikwerken vertreten. Da es weiterhin keinen Lizenzvertrag zwischen YouTube und den Gesellschaften bezüglich der Sendung von Videoclips gibt, werden seit einigen Wochen frequenzstarke Clips wie von Guetta, der Swedish House Mafia oder Milk & Sugar auf dem Videokanal gesperrt. Dies geht insofern einfach vonstatten, als YouTube bei offensichtlicher Verletzung des Urheberrechts die Titel unverzüglich nur unter Nennung der URL sofort blockiert.

 

Die Plattenfirmen sind über diesen kleinlichen Krieg, der den betroffenen Künstlern auch (ungerechtfertigte) Sympathieeinbußen einbringen kann, logischerweise nicht erfreut: „Es gebe offenbar kein Interesse daran, werbefinanzierte Musik-Streaming-Dienste wie Vevo, YouTube und Spotify zuzulassen.“ Schuld sei die altertümliche Organisation der Gesellschaften: „Alles muss durch ein Nadelöhr, den Gema-Aufsichtsrat. Einige Mitglieder scheinen noch nicht im digitalen Zeitalter angekommen zu sein.“

 

Dies gilt ebenso für die Verteufelung von Peer-to-Peer-Netzwerken und für die Kriminalisierung illegaler Downloader. Anstatt sich für eine Kulturflatrate (von ca. 10 Euro pro Internet-Anschluss) stark zu machen, rudern die Rechtegesellschaften noch immer in Gewässern von Massenklagen, Digital Rights Management und diktatorischer Nutzungskontrolle und minimieren dadurch indirekt die Umsätze ihrer Künstler und Autoren. Die Zukunft schrankenloser Kunst im digitalen Zeitalter werden sie aber nur mehr befristet verhindern können...

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Di

21

Jun

2011

Sonntagsöffnung in Österreich: Mehr Liberalismus, weniger Planwirtschaft – Verfassungsklage durch Richard Lugner und Juridicum-Dekan DDr. Mayer.

In Großbritannien ist die Sonntagsöffnung mit wenigen Einschränkungen seit 1994 erlaubt. In Portugal gibt es mit Ausnahme der obligatorischen Schließung der Betriebe zwischen Mitternacht und 6 Uhr keine Beschränkungen. In Berlin darf – abgesehen von Sonderregelungen – zumindest 10 Sonntage pro Jahr geöffnet werden. In Tschechien gibt es überhaupt keine Ladenschlusszeiten, und im erzkatholischen Polen darf – mit Ausnahme von 12 Feiertagen im Jahr – 24 Stunden lang verkauft und gekauft werden. Nur in einem Land Europas herrscht blanker Planwirtschafts-Kommunismus und Traditionalismus – in Österreich.

 

Richard Lugner reicht es jetzt – er engagierte den renommierten Verfassungsrechtler und Dekan der juridischen Fakultät, DDr. Heinz Mayer, der eine Verfassungsklage beim VfGH einbringt. Ziel des Anstoßes ist das Öffnungszeitengesetz, das durch seine rigiden Bestimmungen in die Erwerbsfreiheit (Art. 6 StGG) der Unternehmer eingreift. Dieses Grundrecht steht zwar unter einem Gesetzesvorbehalt, gesetzliche Eingriffe sind allerdings nur dann verfassungsmäßig, wenn sie durch ein öffentliches Interesse gerechtfertigt sind und verhältnismäßig sind.

 

Tatsächlich erscheint es kaum ersichtlich, warum in der Alpenrepublik am Sonntag die Geschäfte nicht aufsperren dürfen. Mehr als 1 Million Menschen sind bereits sonntags beschäftigt, egal ob in den Krankenhäusern, bei der Polizei, in den Medien, in der Gastronomie oder bei den Transportunternehmen. Das Privileg der Handelsangestellten, die mit einem 100%-igen Zuschlag und zusätzlichen freien Tagen rechnen können, kann durch die sozialistischen Gewerkschafter wohl nur durch Klientelpolitik begründet werden. Dass am Sonntag mehr Leute Skirennen, Formel 1 oder die Fußball-Bundesliga anschauen, als in den Hort der Kirche zu flüchten, braucht wohl keiner statistischen Analyse. Der niederösterreichische ÖVP-Finanzstadtrat Sobotka fürchtet den Zusammenbruch des gesellschaftlichen und kulturellen Zusammenlebens. Meint er damit die weinseligen Trachten-, Jagd- und Bauernfestln seiner klerikal-bäuerlichen Partei ? Der portugiesische Fado, die spanische Siesta oder der englische Pop sind an den liberalen Öffnungszeiten wohl nicht zugrundegegangen, eher das Gegenteil.

 

Haben die Läden geöffnet, herrscht fröhlicher Trubel auf den Straßen und keine gähnende Leere in den Fußgängerzonen. In- und ausländische Touristen bringen zusätzliche Kaufkraft und können sich am Sonntag mit österreichischen Qualitätsprodukten, Holiday-Souvenirs und trendiger Fashion-Avantgarde ausstatten. Shopping im 21. Jahrhundert hat Event-Charakter und ist gleichzeitig auch Aushängeschild einer modernen, urbanen Stadt.

 

In einer liberalen Gesellschaft darf – unter der Prämisse des Schutzes der Arbeitnehmer und einer angemessenen Bezahlung - ein Staat dem Unternehmer nicht vorschreiben, wie er seine Produkte an den Mann und die Frau bringt. Oder wünscht sich die anti-fortschrittliche rot-schwarze Funktionärs-Kaste, dass der Bürger den ganzen Sonntag vor seinem Computer sitzt und begehrenswerte Produkte mit einem Mausklick per Online-Shopping einkauft ? Das wäre für die risikobehafteten, selbständigen Unternehmer wohl der finanzielle Todesstoß. Bevor dies geschieht, müssen sich die Meinungsführer und Visionäre einer liberalen Gesellschaft wehren – Richard Lugner und Heinz Mayer setzen den ersten, wichtigen Schritt. Es ist Zeit, dass auch in Österreich die Planwirtschaft ihr Ende findet. Und mit ihr die rot-schwarzen Pfründebewahrer und Privilegienritter.....

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Fr

17

Jun

2011

Und Lounge Krems: Erasmus goes Dancefloor.

We want life to be cool, you know, good vibes“ – ein Zitat aus “L´Auberge Espagnole”, dem Kult-Film der Erasmus-Studenten. Ein Kinostreifen, der in Barcelona spielt, aber auch in Krems spielen könnte. 1.800 junge Leute studieren derzeit an der Fachhochschule Krems, aus mehr als 30 Ländern. Viele davon kommen im Rahmen des 1987 gegründeten Erasmus-Programmes, benannt nach dem niederländischen Gelehrten und Humanisten Erasmus von Rotterdam aus dem 15. Jahrhundert.

 

Am Tag strebern die französischen, italienischen, deutschen und spanischen Austauschstudenten in den neuerrichteten Gebäuden nahe den Weinbergen, am Abend wird Party gemacht. Und das am Donnerstag meistens in der Und Lounge, der schicksten und elitärsten Event-Location der Donaumetropole Krems. Unter dem Motto „Good Vibrations“ präsentiert dort DJ Oliver einen internationalen Sound-Mix aus House, Eurodance, R&B, Latin, Reggaeton und Classic Tunes, bei der die exzessive Party-Crowd einen Schuss Lebensfreude und Feel Good-Spirit in den zumeist etwas gelangweilt-borniert wirkenden Lebensstil der Einheimischen bringt.

 

Wie in Ibiza und Barcelona erscheinen die spanischen Loca People natürlich erst weit nach Mitternacht, Trinken, Tanzen und Flirten gibt es aber dann bis in den frühen Morgengrauen, an dem die müden Party-Seelen so wie auf der balearischen Party-Metropole dann vor den Treppen der Und Lounge in den Sonnenaufgang schauen und im benachbarten Morning Shop die ersten Snacks zu sich nehmen.

 

Das Sommersemester 2011 neigt sich zwar bereits dem Ende zu, und viele Erasmus-Studenten verlassen dieser Tage die Universitätsstadt Krems. Neue aber werden im Wintersemester kommen, und zwar sogar mehr als die letzten Jahre. Die IMC Fachhochschule Krems wird nämlich auf 2.500 Studenten aufgestockt, ein neuer Zubau am Campus – die „School of Health“ – wird für 5 neue Studiengänge errichtet. Der Stadt Krems kann es nur recht sein – sie erwacht durch den internationalen Touch langsam aus ihrem rustikal-biedermeierlichen Schlaf.....

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Mi

08

Jun

2011

Schanigarten-Skandal in Krems: Stadt erhöht Gebrauchsabgabe auf das 19fache !!!

Dolce Vita, Sehen und Gesehen Werden, Kaffee, Drinks & Snacks unter gleißendem Sonnenschein, coole Nightlife-Aperitifs, Flirten mit der Loverin in spe – kann es Schöneres geben, als im Schanigarten unter freiem Himmel das Leben zu genießen. In Krems, der Donau-, Bildungs- und Touristenmetropole, will der Magistrat unter Führung der ÖVP-Bürgermeisterin Rinke und des Finanzstadtrats (und Gastronomen !) Hagmann den Schanigärten den Kampf ansagen. In populären, vielfach frequentierten Schanigärten in der Fußgängerzone sollen Wirte das 19fache der ursprünglichen Gebrauchsabgabe zahlen.

 

Ausgangspunkt dieser horrenden Gebührenerhöhung ist das niederösterreichische Gebrauchsabgabegesetz, das im Jahre 2010 geändert wurde und nunmehr für Schanigärten je 10 m2 und je begonnenem Monat einen Höchstsatz von 150 Euro vorschreibt.

 

Was macht die Stadt Krems ? Bisher wurden in Krems 30 Euro Gebrauchsabgabe pro 10 m2 jährlich eingehoben (bei 30m2 also 90 Euro). Die neue Verordnung vom 27.10. 2010 legt jetzt fest, dass pro angefangene 10m2 der bewilligten Fläche und pro Monat (!!!!) 70 Euro in der Zone A (Fußgängerzone, Bahnhofplatz, Südtirolerplatz), 55 Euro in der Zone B (Ringstraße, Utzstraße, Stein,....) bzw. 40 Euro in der übrigen Zone C eingehoben werden. Geht man von einer Schanigartenzeit von 8 Monaten aus (März-November), so bedeutet die neue skandalöse Kremser Verordnung, dass ein Lokal zwischen 20 und 30m2 nunmehr im Monat 210 Euro und daher im Jahr 1.680 Euro berappen muss. Bezieht man dies auf den ursprünglichen Betrag des Vorjahres (jährlich 90 Euro), so bedeutet dies eine Erhöhung auf das 19fache. Dieser Betrag ist übrigens laut Gebrauchsabgabegesetz bereits bis spätestens Ende März, also im vorhinein (!!!!), fällig.

 

Den Gipfel der Frechheit stellt Finanzstadtrat und Gastronom (!) Hagmann dar, der selbst einen Schanigarten betreibt und anscheinend ähnlich wie in der Parkgebührensituation masochistische Züge zeigt. Er behauptet in einem „Heute“-Interview, dass „man die Vorgaben des Landes Niederösterreich halt umsetzen muss“. Diese Aussage ist vorsätzlich falsch, da das Land keinen Mindestsatz vorschreibt und daher die Gemeinden in ihrem Ermessensbereich (150 Euro pro Monat pro 10m2) Verordnungen zu erlassen haben. Und da stellt sich Krems oder besser gesagt die abwählreifen Stadtpolitiker als gastronomen- und touristenfeindliche Metropole de luxe dar. 70 Euro in Krems, aber nur 2,50 in Fischamend, 6 in Wiener Neustadt oder 12 in Hollabrunn. Auch in der schicken, mondänen Wiener Kärntnerstraße (27,25 Euro pro m2) wird nur der halbe Betrag von Krems eingehoben.

 

Die Gastronomen der Stadt Krems müssen diesem raubritterischen Treiben der Kremser Stadtpolitik ein Ende setzen. Ein Hausverbot für Gemeinderatsmitglieder, die dieser Verordnung zugestimmt haben und teilweise über 10.000 Euro pro Monat verdienen, wäre ein populistischer erster Schritt. Die Gemeinderatswahl in Krems nächstes Jahr sollte – bei Information der Medien und der Bevölkerung - dem politischen Zauber der Donaumetropole aber ein Ende setzen. Vielleicht heißt es dann im Kremser Gemeinderatssaal „Schani, trag die Kremser Politiker auße“. Zusatz: „Aber sperr nachher die Eingangstür zu...“

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Do

02

Jun

2011

ÖVP-Postenschachermafia: Versorgungsposten für Ex-Pizza-Gastronom Halil, Hölzl und Pröll.

In seiner Tätigkeit als Gemeinderat fiel er bisher nur durch eine rechtlich unzulässige Visitation junger Tube-Gäste auf. Nach Mitternacht, angeblich in illuminiertem Zustand. Nun bekommt der ehemalige Pizza-Gastronom Halil Ersoy neben seiner Gage als ÖVP-Gemeinderat und seiner Pension zusätzlich ein Entgelt durch die Einberufung in ein ziemlich fragwürdiges Integrationsservice-Team in der NÖ Landesakademie. Welche Tätigkeiten und Funktionen er dort verrichtet, bleibt offen. Hauptsache, es wurde wieder einmal einem schwarzen Funktionär ein Posten zugeschanzt, bei dem er, ohne viel zu arbeiten, abkassieren kann. Das ist leider im an russische Verhältnisse erinnernden von einem Radlbrunner Pseudomonarchen regierten Niederösterreich nichts Neues.

 

So wurde vor 3 Jahren für den abgewählten Kremser Bürgermeister Franz Hölzl neben einem Konsulentenvertrag mit dem NÖ Gesundheits- und Sozialfonds extra als Versorgungsplatzerl der Posten des Landeskoordinators für Bedienstetenschutz an allgemein bildenden Pflichtschulen geschaffen. Ohne Ausschreibung und ohne Beschlussfassung durch die Landesregierung. Im Rahmen dieser Aufgabe zählt er Feuerlöscher, prüft Steckdosen oder bestellt Bildschirmbrillen und erhält dafür – so wird es kolportiert – genausoviel wie als Kremser Bürgermeister (um die 8000 Euro brutto).

 

Den Höhepunkt dieser ÖVP-Postenschachermafia bildet aber der ehemalige Vizekanzler Josef Pröll – gerade angeblich dem Tode entronnen wird er ab 1. Juli seinen neuen Job in der Raiffeisen-Tochterfirma Leipnik antreten. Sogar ORF-Online beweist mit einem Zitat jovialen Zynismus: „Für Pröll wurde extra ein neuer Chefposten (!) geschaffen – die beiden bisherigen Vorstände bleiben freilich, um den im Management völlig unerfahrenen Pröll zu unterstützen.“

 

Dem ist nichts hinzuzufügen, außer dass jeder einzelne, mündige Österreicher alle seine persönlichen und wahlstrategischen Kräfte einzusetzen muss, derartige korrupte Machenschaften zu beenden. Wie heißt es doch im Leitbild von Halils Integrationsservice „Man wird nie neues Land entdecken, wenn man immer das Ufer im Auge behält.“ Das Land Niederösterreich im derzeitigen politischen Zustand zu betrachten erzeugt ein grausliches Würgegefühl im Hals....

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So

29

Mai

2011

Tempo Fiesta – Ibiza-Bora Bora-DJ Mettylectro rockt Kremser Flugzeughangar.

The Summer is calling, it´s time for Opening Parties, und das am freakigsten und stilvollsten auf der Party-Insel Ibiza. David Guetta begeistert live in der historischen Altstadt Dalt Vila und eröffnet seine „Fuck me I´m famous“-Nights gemeinsam mit Fatboy Slim und Taio Cruz in der Glamourdisco Pacha. Carl Cox bittet im Techno-Club Space zum ersten Tanz, und der Kult-DJ Paul Kalkbrenner lädt am 11. Juni zur Amnesia Opening Party. Auch in der Donaumetropole Krems ist der Ibiza-Kult ausgebrochen: „Partyminister“ Martin Neger organisierte auch 2011 wieder eine Ibiza Summer Opening Party.

 

Unter dem schlüpfrigen Motto „Fuck me I´m fabolous“ wurde den zahlreich erschienenen Party People im Flughafenhangar Krems ein hochkarätiges Programm angeboten: Tiffy vom Club Tube, der in Krems geborene Vienna Calling-DJ Ronaldo, in der Wiener Szene auch als „DJ Professor“ bekannt, Trance-Legende Observer und als Highlight direkt aus Ibiza eingeflogen Matthias Seibert aka DJ Mettylectro. Der deutsche Wahlibizenco führt seit 2007 die Agentur Delicious Events & Bookings und ist seit Jahren Resident-DJ in den populären Beach Bars Bora Bora und Tiare an der Playa d´en Bossa. Bei seinem ersten Auftritt in Österreich überzeugte Mettylectro mit einem treibenden Deep Latin House-Set, garniert mit Mega-Hits (wie „One“ oder „Save the World tonight“), neuen Remixes (wie „She drives me crazy 2011“) oder dem bezaubernden House-Mash Up von „Diamond Life“ und „Bromance“, das meine Freundin und ich bereits beim Ibiza-Urlaub 2010 cocktailschlürfend an der Tiare Bar genießen konnten.

 

Mit an Bord in Krems war auch die Szene-Drag Queen Lady Michel, die in Ibiza bei den Swedish House Mafia-Nights im Pacha und bei der legendären Schwulenparty La Troya im Amnesia Kult-Status geniesst. Ein Feuerschlucker, die sexy Vienna Calling Dancers und der Percussionist Laurinho Bandeira sorgten für weitere Showeffekte, als Abkühlung dazu wurde das neue Alkohol-Eis „Fros´n“ mit einem Alk-Anteil von 7 % präsentiert, das von Matthias Seibert auch in Ibiza vertrieben wird.

 

Wer den coolen Club-DJ in Ibiza besuchen will – kein Problem, Mettylectro ist bereits seit Mitte Mai wieder Garant für heiße House-Beats unter der mediterranen Sonne. Wie letztes Jahr an der Tiare Bar im Jet Bossa Complex. Jack to the Sound of La Isla Blanca...

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Sa

28

Mai

2011

Die Katastrophe von Hillsborough 1989 - Trauriger Initialzünder einer neuen Ära des englischen Fußballs.

Am 15. April 1989 ereignete sich im Sheffielder Hillsborough-Stadion im Rahmen des FA-Cup-Halbfinalspiels Liverpool gegen Nottingham Forest eine der größten Katastrophen der Fußballgeschichte. Die Ordnungskräfte ließen zuviele Liverpool-Anhänger in deren Fanblock, wodurch es zu einer Massenpanik kam und die Fans gegen die Zäune am Spielfeldrand gedrückt bzw. niedergetrampelt wurden. 96 Tote und 766 Verletzte war die schreckenserregende Bilanz. Dieser bittere Vorfall war allerdings gleichzeitig Initialzünder für die Einleitung einer neuen Ära des englischen Fußballs.

 

Der Taylor-Report wurde erstellt mit dem Ziel, Maßnahmen zur Kontrolle von Zuschauermengen und der Sicherheit bei Sportveranstaltungen abzugeben. Die Umsetzung dessen Empfehlungen wurde den Vereinen der englischen Fußball-League zur Auflage gemacht, in der höchsten Spielklasse zu spielen und bedeutete auch ein Ende der Hooligan-Randale, zumindest am Spielfeld. Die Stehplätze wurden komplett entfernt, in den reinen Sitzplatzstadien wird jedem Besucher genau eine personalisierte Eintrittskarte zugeteilt, eine Ballung eines radikalen „West-Blocks“ wie im Hanappi-Stadion wird durch gezielte Ticketzuteilungen elegant verhindert. Absolut verboten ist die Verwendung pyrotechnischer Feuerwerkskörper, in Österreich gilt zwar – abgesehen von einer speziellen Bewilligung – dasselbe, vollzogen wird es allerdings nicht. Nicht nur bei Gewalt oder bei Werfen von Brandsätzen werden in England hohe Geldstrafen und Stadionverbot verhängt, sondern auch bei rassistischen Sprechchören und Beschimpfung des Gegners. Längst fällig auch in der Alpenrepublik – bei manchen „Fans“ ist der falsche Schal (sogar abseits des Spielfeldes) bereits Anlass für eine aggressive Handlung.

 

Nicht nur die Polizei sorgt in den Stadien für Ordnung, sondern vor allem sogenannte „Stewards“, die vor ihrem Einsatz vor allem psychologisch geschult werden. Im Londoner Wembley-Stadion, wo heute das Champions League-Finale zwischen Barcelona und Manchester United stattfindet, sind gewöhnlich 1500 Stewards, aber nur 200 Polizisten anwesend (in Wien vergleichsweise 650 Polizisten und 250 Ordner), um keine unnötigen Provokationen im Publikum zu entfachen. Modernste Kamerasysteme sorgen für eine genaue Überwachung des Szenarios, wodurch verhaltensauffällige Fans bereits während des Spiels aus dem Stadion entfernt werden können. Die Modernisierung der Stadien hatte natürlich auch einen finanziellen Haken: Die Eintrittspreise wurden immens erhöht, die billigste Karte beim FC Chelsea kostet derzeit empfindliche 47 Euro. Ein Mitgrund, warum der gewalttätige Hooligan jetzt auf die Gladiatorenkämpfe der Neuzeit verzichtet und sich mit gleichgesinnten Hohlköpfen in U-Bahnen, Lagerhallen und anderen umliegenden Plätzen zu Massenschlägereien trifft.

 

Fakt ist: Mit „semper in olio“ (immer besoffen)-Rabauken, ewig-gestrigen Neo-Nazis und gewalttätigen Hafenkneipenschlägern muss auch in Österreich kurzer Prozess gemacht werden. Die personalisierte Dauerkarte mit Lichtbildausweis ohne Weitergabemöglichkeit ist der erste Weg, dazu präventives Stadionverbot für alle mit einschlägigem Vorstrafen-Register (also auch bei Verurteilungen wegen Körperverletzung, Nötigung, Wiederbetätigung,... abseits des grünen Rasens). Einem Gottfried Küssel darf in einem Stadion keine Audienz gewährt werden. Dazu endgültig ein Verbot aller pyrotechnischen Gegenstände und die Entfernung von Hasspredigern (und deren Botschaften) auf dem Fußballplatz.

 

Fußball ist Sport für die „Have Fun“-Generation und keine Kriegsersatzdroge für sozial Verwahrloste. Die Fans auf den Tribünen sollen – wie bei der Fußball-Europameisterschaft in Wien - Lebensfreude und Euphorie vermitteln – von „dicken Bäuchen ohne Hirn“ haben wir schon lange die Nase voll....

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Mi

25

Mai

2011

Rapids Bäuche ohne Hirn – Schuldig des „Landfriedensbruchs“.

Der Platzsturm diverser Rapid-„Fans“ (inkl. diverser fettbäuchiger „Rowdy-Legionäre“ aus Griechen-land, Italien und Deutschland) nach dem 2:0 Austria Wiens in der religiösen Kirchenersatzdroge „St. Hanappi“ sorgt national und international für Aufregung. Unabhängig von einem schnell zu treffenden Maßnahmenpaket gegen Hooligans und Gewalt am Fußballplatz stellt sich die Frage, welche rechtlichen Konsequenzen die Protagonisten zu befürchten haben. Vorrangiges Hauptdelikt ist – auch wenn es nach dem Wortlaut eher nach einem historischen Relikt des 30jährigen Krieges oder der Habsburgermonarchie klingt – der „Landfriedensbruch(§ 274 StGB). Dieser liegt dann vor, wenn jemand wissentlich an einer Zusammenrottung einer Menschenmenge teilnimmt, die darauf abzielt, dass unter ihrem Einfluss ein Mord, ein Totschlag, eine Körperverletzung oder eine schwere Sachbeschädigung begangen werde, und ist, wenn es zu einer solchen Gewalttat gekommen ist, mit Freiheitsstrafe bis zu 2 Jahren zu bestrafen. Wer an einer derartigen Zusammenrottung führend teilnimmt (wie jener ganzkörpertätowierte, griechische „Medienhooligan“, der angeblich schon Richtung Athen abgehaut ist), ist mit Freiheitsstrafe bis zu 3 Jahren zu bestrafen.

 

Was bedeutet die Gesetzeslage für jene fast 300 Rapid-Rowdys, die im Soge kollektiver Aggression und Frustration das Fußballfeld gestürmt haben ? Die objektive Bedingung der Strafbarkeit, die Gewalttat, ist erfüllt, da u. a. eine Polizistin durch Brandsätze verletzt worden ist und natürlich durch das Zertrümmern von Zäunen und Tribünen auch schwere Sachbeschädigungen vorliegen. Bezüglich der inneren Tatseite liegt Wissentlichkeit bereits dann vor, wenn der bloße Teilnehmer (!) einer derartigen gewalttätigen Demonstration die Gesetzesbrüche beobachtet und in der Menge bleibt, obwohl er sich jederzeit zurückziehen könnte. Eine Straffreiheit ist für den einzelnen, der nicht führend beteiligt war, nur dann gegeben, wenn er sich freiwillig zurückzieht oder zurückzuziehen sucht, bevor es zu Gewalttätigkeiten kommt.

 

Wieviele und welche Rapid-„Fans“ in den Genuss des Landfriedensbruchs kommen werden, hängt sicherlich von der Auswertung der Videokameras aus. Unabhängig von diesem verbal missglückten Delikt haftet natürlich jeder Teilnehmer für Delikte, die er neben der bloßen Teilnehme begangen hat – in Frage kommen hier beispielsweise Körperverletzung, Sachbeschädigung, Nötigung oder Widerstand gegen die Staatsgewalt.

 

Noch wichtiger als die Aburteilung der Hooligans werden aber die zu treffenden Präventionsmaßnahmen der Bundesliga und der Vereine sein, damit in Zukunft nicht der proletarische Abschaum, der Kneipenschläger oder der Skinhead die Fußballarena beherrschen, sondern fröhlich-feiernde männliche und (!) weibliche Fans mit Euphorie, Hirn und Niveau. So wie zuletzt in Österreich bei der Fußball-Europameisterschaft oder auch in der „ultras“-freien Salzburger Red Bull Arena...

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Di

24

Mai

2011

Ibiza Elections 2011 – Partyprogressive PP erobert Ibiza-Stadt und das Ibiza Island Government.

Am 26. Mai startet die erste große Opening-Party in der seit 1973 bestehenden Glamour-Disco Pacha, David Guettas „Fuck me I´m Famous“-Inszenierung mit Afrojack und Live-Gast Taio Cruz. Den ersten Jackpot hat die La Isla Blanca aber bereits letzten Sonntag gewonnen, zumindest wenn man die Wahlversprechen der siegenden Partei ernst nimmt.

 

Bei den spanischen Regional- und Kommunalwahlen, geprägt von Protesten der „verlorenen“ Generation zwischen 18 und 30, Arbeitslosigkeit und rigiden Sparmaßnahmen, konnte sich landesweit die Oppositionspartei, die eher rechts angehauchte PP (Partido Popular) mit 37,34 % klar gegen die Regierungspartei der sozialistischen PSOE (27,8 %) durchsetzen. Diesen politischen Trend spürte man auch auf den Party-Hochburgen der Balearen: Absolute Mehrheit im „Balearic Government“ und im „Ibiza Island Government“, und nach 10 Jahren sozialistischer Herrschaft eroberte die PP – neben dem Briten-Territorium San Antonio und Santa Eulalia – auch den ersten Platz in Ibiza-Town.

 

Für das Nightlife der Party-Insel könnte dies positive Konsequenzen nach sich ziehen: In einem vor der Wahl gegebenen Interview versprach der Partido Popular-„Candidate for tourism, commerce and leisure in Ibiza Town“, Ignacio Rodrigo Mateo, Rechtsanwalt und früherer Disco-Bus und Privilege-Mitarbeiter, dass „the lifeblood of the island, the partying“, wieder in den Marketing-Zenit gestellt werden soll. Club-Besitzer sollen nicht bekämpft werden, sondern unterstützt werden, die seit kurzem verbotenen After-Hour-Parties sollen wieder stattfinden, um illegale Auswüchse – ohne Securities, ärztlicher Versorgung und sicherer Location – zu verhindern. Motto: „Making sure the streets and beaches are clean, making sure people feel safe and working with the clubs and music culture“.

 

Einem exzessiven Party-Sommer auf dem “island of peace and love” steht also nichts mehr im Wege, dafür sorgen schon Guetta, Bob Sinclair (neu im Pacha am Samstag), Armin van Buuren (neu im Space), Tiesto oder Underground-Ikone Luciano. Tempo Fiesta !

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Mi

18

Mai

2011

„19 (Nineteen)“ – Anti-Vietnam-Hit wird zu Manchester United-Hymne.

Im Jahre 1985 produzierte der britische Produzent Paul Hardcastle aus modernen Dance-Rhythmen und Samples aus der Fernseh-Reportage „Vietnam Requiem“ den ambivalenten Nr.1-Hit „Nineteen“. Der Titel „19“ entstammte der dokumentarischen Aussage, dass das Durchschnittsalter der amerikanischen Vietnam-Soldaten 19 Jahre betrug. 16 Jahre später wird der Anti-Kriegshit zu einer Hymne der Manchester United-Fans. Ausgelöst wurde dieser Hype auf Facebook und Twitter, wo ManU-Fans eine Kampagne initiierten, um „19“ wieder on top of the U.K-Charts zu bringen. Der Grund ist für Fußball-Fans eindeutig, feierte doch die Truppe von Alex Ferguson vor einer Woche ihren 19. englischen Meistertitel. Hardcastles Mega-Danceseller landete zwar nicht auf Platz 1, aber immerhin durch die virtuelle Download-Aktion auf Platz 40 der englischen Single-Charts. Produzent Hardcastle, eigentlich ein Chelsea-Fan, versprach, die Erlöse seines überraschenden Re-Entrys einer Children Charity Organisation zu spenden.

 

Manchester United, der nach Real Madrid einkommensstärkste Verein der Welt, feiert dieses Jahr noch ein weiteres Jubiläum: Bereits zum 15. Mal in Folge nimmt der Club an der Champions League teil und steht dieses Jahr wieder im Finale gegen den FC Barcelona. Termin: 28. Mai im Londoner Wembley Stadion. Ein Spiel der Superlative.....

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Mo

16

Mai

2011

Songcontest 2011: Der Siegeszug des modernen Euro-Pop.

“I will be popular, I will be popular. I'm gonna get there, popular.” Der schwedische Euro-Popper Eric Saade, Dritter beim diesjährigen 56. Songcontest in Düsseldorf, bringt es in seinem Disco-Stomper “Popular” auf den Punkt und auf die Show-Bühne. Die europäische Popmusik bricht voller Leidenschaft und Ekstase aus dem Glaskäfig aus und erobert – mit Hilfe sympathisch-schriller Mainstream-Ikonen – die Herzen der Songcontest-Fans und verdrängt verstaubte, altmodische Schlager- und Chansonmelancholien in die längst herbeigesehnte Bedeutungslosigkeit. So wie den französischen Pseudo-Tenor Amaury Vassili mit seinen vangelistischen Sound-Sequenzen oder den finnischen Paradise Oskar, der in seiner Grund-Thematik an die Siegel-Nicole´sche „Ein bisschen Frieden“-Correctness erinnerte.

 

Vor 36.000 Zuschauern im umgebauten Fußball-Stadion von Fortuna Düsseldorf und vor ca. 120 Millionen TV-Zuschauern zelebrierte das Gastgeberland Deutschland – unter der Patronanz von Lena-Entdecker Stefan Raab und Anke Engelke – eine Party der Superlative. Die Bühne wurde kreiert vom Münchner Showdesigner Florian Wieder, mit much experience von den MTV-Awards, Deutschland sucht den Superstar und X-Factor (den Säulen internationaler Popkultur). Beeindruckend der 60x18m große LED-Screen, der nach den Auftritten den „Green Room“ der Kandidatenländer offenlegte. Dass Deutschland seinen Vorjahreserfolg nicht wiederholen konnte, störte nicht einmal das Veranstalterland und auch nicht die fast 20jährige Lena, die bei der Eröffnung inmitten von 42 Lena-Doubles und Entdecker Raab kurz ihren Siegerhit „Satellite“ begleitete und dann mit dem minimalistisch angehauchten „Taken by a Stranger“ immerhin Platz 10 erreichte.

 

Der Songcontest hat seine Schlaftablettenzeit überwunden, das zeigte sich auch an der Teilnahmerliste: Die Take-That-Epigonen Blue, einst überall Nr. 1 im Duett mit Elton John („Sorry seems to be the hardest word“), nützen die originär eigentlich als Komponistenwettbewerb angelegte Show als PR-Lokomotive und beeindrucken – mit Nacktfotos in Gay Magazines – nicht nur die treueste Fangruppe des Songcontests, die Schwulen. Lady Gaga-Producer Red One supportet den russischen Beitrag, die „X-Factor“-Trash-Stars Jedward aus Irland überfordern im positiven Sinne selbst hemmungslose Spaßbomben, und nach 14 Jahren Abstinenz beteiligt sich auch Italien wieder am Songcontest – in Gestalt des San Remo-Nachwuchssiegers Raphael Gualazzi, der mit einer an Conte & Celentano erinnernde Swing-Nummer („Follia d´amore“, dt. „Liebeswahn“) für prickelndes, elektrisierendes Dolce Vita sorgt und mit 189 Punkten den sensationellen 2. Platz belegte.

 

Geschlagen nur vom gemischten Duo „Ell & Nikki“ aus Aserbeidschan, die – produziert von schwedischen Hit-Schreibern - komplett in weiß gekleidet einen Timbaland-One Republic-ähnlichen Titel namens „Running Scared“ präsentieren und damit souverän mit 221 Punkten den Songcontest 2011 gewinnen. Aserbeidschan ist erst seit dem Jahr 2008 beim Songcontest vertreten und belegte während dieser 4 Jahre den 8., 3., 5. und 1. Platz. Österreich kann von derartigen Platzierungen nur träumen, mit biederem „Whitney Houston“-Retro-Sound der 80er und null Showeffects (nicht einmal mit einer Sandmalerei wie die viertgereihte Ukrainerin Mika Newton) wie die ist im neuen Pop-Jahrtausend wohl nichts zu gewinnen (mit peinlichem Plöchl-„Proleten leben länger“-Atzen-Sound genausowenig). Anmerkung am Rande: Die Fachhochschule Krems organisiert derzeit ein Tourismanagement-Bachelor-Programm in Baku, der Hauptstadt von Aserbeidschan und vermutlich nächstem Veranstaltungsort der Show. Vielleicht können uns die dort Tips für den nächsten Songcontest geben.

 

4.600 Kilometer (!) von Österreich entfernt, wird dieser am 26. Mai 2012 stattfinden. Die Künstler werden dort – aufgrund der 3stündigen Zeitdifferenz – erst um Mitternacht mit ihren Auftritten beginnen. Wer zu nachtschlafener Zeit dann das Rennen machen wird, ist schwer zu prognostizieren. Eines aber ist sicher – es wird wieder ein modernes internationales Festival europäischer Popkultur werden.....

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Mo

09

Mai

2011

Kremser Donaufestival 2011 – Finales Electro-Pop-Inferno in den Österreichhallen mit Ladytron und Kap Bambino.

Nodes, Roots & Shoots“ hieß das Motto des diesjährigen Kremser Donaufestivals, aber sogar FM4-Endzeitromantiker werfen dem von Tomas Zierhofer-Kin konzipierten Programm allzuviel Todeslastigkeit und Ernsthaftigkeit vor. Zumindest die Saturday Night Parties in den Österreichhallen sind – trotz nicht ausverkaufter Location – da eine freakig-elektrisierende Ausnahme.

 

In der Halle 2 präsentiert als Opener die Münchner Girl-Band Candelilla, benannt nach dem Wachs eines Lippenstiftes, ihr erstes Album, im Stil von Courtney Love´s Band Hole, allerdings viel handzahmer. Stilbruch dann in Halle 1 – die („ununterdrückbaren“) Irrepressibles, ein zehnköpfiges Orchester-Ensemble aus London, schwelgt mit barocken Kostümen und klassischen Instrumenten dem schwülstigen Operetten- und Revuekitsch. Die „Moving Installations“ der Musiker werden begleitet durch den charismatischen Vocalisten Jamie Mc Dermott. Radikales Noise-Sampling dann in der Halle 2 durch die One-Woman-Show von Lisa Gamble aka Gambletron – die queere Madame aus Montreal mixt expressiven Sound mit Tom Jones-George Michael-Karaoke-Darbietungen schräger Selbstdarsteller, letzteres mehr als ein Hilfsausdruck.

 

Subtiler und cooler die kühl-melancholischen Girls von Ladytron, Helen Marnie und Mira Aroyo. Benannt nach einem Roxy Music-Hit der 70er hat die Liverpooler-Kulttruppe vor allem Hits aus ihrem neuerschienenen „Best of“-Album im Repertoire – (They only want when you´re ) „Seventeen“, „Runaway“ oder ihre Debüt-Single „Playgirl“ („why are you dancing when you could be alone“) summt nicht nur die zahlreich erschienene Queer-Community auswendig mit. Auf den von Tiesto geremixten neuen Single-Hit „Ace of Hz“ wartete man leider vergeblich.

 

Für einen exzessiven, finalen Knalleffekt sorgte dann eine blondierte Lady in Minirock namens Caroline Martial. Diese Interview-Passage sagt alles: "Alles, was wir tun, machen wir, als wär’s das letzte Mal. Jede Show ist wie die allerletzte, und bei jedem Song, den wir aufnehmen, ist es dasselbe. Wenn wir ein Flugzeug besteigen, gehen wir davon aus, dass es abstürzt. Das macht unsere Musik zu dem, was sie ist." Wie eine Lady Gaga auf 100 Ecstasy-Pills wirbelt Caroline vom aus Bordeaux stammenden Duo Kap Bambino über die Bühne, trinkt Dosenbier, hüpft auf die Synthesizer ihres statisch am Laptop agierenden Partners Orion Bouvier und schmeißt sich – stagedivend - in die aufgeheizten Besuchermassen. Der Sound: Electro-Rave-Punk mit einer Lautstärke, die vermutlich sogar manch illuminierten Besucher kilometerweit entfernter Dumpfbacken-Zeltfeste schlagartig wieder nüchtern werden ließ.

 

Mit dem letzten Hall der wilden Caroline war das Donaufestival 2011 Geschichte – ob nächstes Jahr es wieder das 1,9 Mio teure Festival geben wird, wird sich weisen. Fakt ist: Kremser verirrten sich wie üblich nur spärlich auf dem Festivalgelände, die ca. zu 50 % aus Wien kommenden Besucher glänzten nicht gerade mit modischer Extravaganz und Enthusiasmus. Ein Konzept-Relaunch auf ein viertägiges Wochenende so frei nach dem Motto „Weniger ist mehr“ wäre vielleicht nicht die schlechteste Idee. Auf „Kindertotenlieder“ und eine Depressiv-Programmatik kann man getrost verzichten, vor allem in Zeiten der frühlingshaften Aufbruchsstimmung. Die Saturday Night-Parties mit Diplo, Hudson Mohawke, Ladytron oder Kap Bambino waren insofern ein Step into the right direction.....

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Fr

06

Mai

2011

Mondbasis Alpha 1 im Weltkulturerbe Dürnstein – Das Erbe der Ex-Bürgermeisterin Barbara Schwarz.

Die ehemalige ÖVP-Bürgermeisterin Barbara Schwarz verlässt das Wachauschmuckstück Dürnstein Richtung Landesregierung und verdient ab sofort statt 2.500 Euro gigantische 14.688 Euro. Im seit 2000 bestehenden UNESCO-Weltkulturerbe Dürnstein hinterlässt sie einen Landschaftsverschandelungsalptraum deluxe, der Dürnstein diesen Titel streitig machen könnte. Im Areal vor dem Kellerschlössl Dürnstein, dem nach Plänen von Jakob Prandtauer in den Jahren 1714-1719 erbauten barocken Wahrzeichen der Domäne Wachau, wurde eine jahrhunderte alte Riedenlandschaft brutal von Baggern niedergewalzt.

 

Entstehen soll dort ein Wohnprojekt der GEDESAG, das den Blick auf das Kellerschlössl vollkommen verdecken wird, und das mitten im touristischen Hochgebiet der Wachau. Die GEDESAG besitzt seit dem Jahre 1987 dieses als Bauland gewidmete Grundstück, die Initiative ging aber von der ehemaligen Bürgermeisterin Dürnsteins aus, die sich um die geringe Bewohnerzahl (derzeit 881) der Wachaustadt Sorgen machte und junge Bevölkerungsschichten in die Gemeinde locken wollte, die sich die teuren Wohnungen der historischen Innenstadt nicht leisten können. Im Rahmen eines Architektenwettbewerbs entschied sich die Jury unter Vorsitz des XO-Bar- und Loisium-Gestalters DI Franz Sam für ein Skandalprojekt edelster Güte: 8 kubische Baukörper mit begrünten Flachdächern, die an eine billige nordafrikanische Feriensiedlung oder an eine verlassene Mondbasis der 70er-Science-Fiction Serie Alpha 1 erinnert – laut den Experten allerdings ein „harmonisch strukturiertes, mit landschaftstypischen Siedlungsgrenzen ausgestattetes Ensemble“ darstellt.

 

Zuständig für die Baubewilligung in erster Instanz: die ehemalige Bürgermeisterin und nunmehrige Gagenkaiserin Barbara Schwarz, die anscheinend keine Ahnung hat vom § 56 der niederösterreichischen Bauordnung, der eine besondere Bedachtnahme auf die Charakteristik der Landschaft und auf das bau- und kulturhistorische gegebene Erscheinungsbild vorschreibt. Auch eine Bürgerbefragung wurde von der schwarzen Bürgermeisterin abgelehnt, die Proteste von Naturschützern und der Gesellschaft der Freunde Dürnstein unter Vorsitz Gottfried Thierys prallten schonungslos ab. Natürlich wurde der Bescheid von der schwarz betonierten Landesregierung und vom Verwaltungsgerichtshof (25. 2. 2011) bestätigt. Warum seitens der Grünen, vor allem seitens der prominenten Landtagsabgeordneten Madeleine Petrovic, hier keine Aktionen gegen diese Naturzerstörung ergriffen wurden, bleibt ein ewiges Rätsel.

 

Die Bauarbeiten der 12 Wohneinheiten werden wohl in Kürze beginnen. Wer in diese grässliche Betonburg einziehen wird, der kann einem nur leid tun. Sollten die Wohneinheiten einmal leerstehen, kein Problem für das Land Niederösterreich: Umwidmung in ein Kulturobjekt und Füllhorn-Ausschüttung aus dem jährlichen 137 Millionen Euro Kultursubventionstopf. Spätestens dann ist die Nationalhymne der Wachauer, „Ins Wachauer Landl-Landl zieht mich ein Mariandl-andl“ nur mehr ein traurig-melancholiches Relikt der Vergangenheit. Vermutlich schon viel früher..

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Mo

02

Mai

2011

Donaufestival Krems – Electronic Club Sound beschallt die „Nodes, Roots & Shoots“-Generation.

Nodes, Roots & Shoots” lautet das Motto des diesjährigen 7. Kremser Donaufestivals. Im Mittelpunkt stehen laut dem Leiter Tomas Zierhofer-Kin künstlerische Netzwerke, die durch Triebe (= shoots) miteinander verknüpft werden sollen und deren kommunikativer Knotenpunkt (= node) das Festival darstellen soll. Eine Interpretation, die auch auf den elektronischen Club Sound der Gegenwart angewandt werden kann, wo einzelne Samples und Mixes zu neuen Produkten variiert und transformiert werden.

 

So stand auch der erste Wochenendsamstag des Donaufestivals im Zeichen der Dance Culture. Der Glasgower DJ-Produzent Ross Birchard (aka Hudson Mohawke), der als jüngster U.K.-DMC-Battlegewinner aller Zeiten gilt, ließ sich auch durch anfängliche Ausfälle des technischen Equipments die Lust am Mixen nicht nehmen und sorgte für exzessive-Party-Atmosphere in der Halle 2 mit seinen britisch angehauchten Dubstep-Drum&Bass-Electro House-Soundkreationen, auch der erste House-Hit der UK-History „Love can´t turn around“ durfte in seinem Repertoire nicht fehlen.

 

Direkt in London mit seinem Nightclub „Night Slugs“ stationiert, landete James Connolly aka L-Vis 1990 mit „United Groove“ einen britischen Underground-Hit, beim Kremser Donaufestival beschallte er den Main Room mit progressiven Electro-Beats und einer farbenprächtigen Light-Show. Danach folgte im direkten Übergang sein amerikanischer „Mad Decent“-Kompagnon Thomas Wesley Pentz aka Diplo, der seit Jahren mit seinen zahlreichen musikalischen Projekten (Major Lazer, M.I.A.), Kollaborationen und Remixes den Underground und Mainstream begeistert und in Philadelphia ein factory-artiges Club- & Music-Collective namens Hollertronix betreibt. In sein genial gemixtes DJ-Set verflechteten sich meist schon selbst remixte Musik-Perlen aller Sparten – von Stings „Roxanne“-Art Pop, Electro-Hip Hop, lateinamerikanischem Bailefunk, La Roux-Dubstep, Duck Sauces „Barbra Streisand“, Prodigys Techno-Brett „No Good“ bis hin zu seinem größten Mainstream-Hit „Come on“ together mit DJ Tiesto.

 

Eintöniger Lärm dagegen in der Halle 3 des Donaufestivals, erzeugt durch alte Vinylscheiben und Rennautos mit Plattennadeln. Der australische Performance-Künstler DJ Smallcock, als Justice Yeldham bereits durch blutspritzende Glasplatten-Shows auch beim Kremser Donaufestival berühmt-berüchtigt, konstruierte im Rahmen des „Vinyl Rally“-Projekts eine überdimensionale, nur aus Schallplatten bestehende Rennbahn mit zahlreichen Kurven und Anhöhen, bei der Besucher die Boliden mittels autoartiger Spielkonsolen steuern und dabei eine Sinfonie besonderer Art erzeugen. Kritik an dieser Aktion keimte bereits auf, da hier zwar ein neues „Musikprodukt“ entsteht, allerdings dadurch auch künstlerische Produkte zerstört werden. Solange für dieses Projekt aber Volksmusik-, Schlager- oder Ballermann-Rillen verwendet werden und kein innovativ-progressiver Electronic Club Sound, prallt diese Kritik allerdings ab – weniger mit Rauch als mit (lärmendem) Schall...

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Do

21

Apr

2011

Rebellismus gegen politische Machtblöcke - Direkte Demokratie in Statutarstädten (wie Krems).

Österreich ist eine parlamentarische Demokratie – das Recht sollte vom Volk ausgehen, tatsächlich aber entscheiden zumeist inkompetente, parteiabhängige „repräsentative“ Volksvertreter auf Bundes-, Landes- und Gemeindeebene über Gesetze und Verordnungen der Alpenrepublik. Formen unmittelbarer Demokratie sind auf Bundesebene Volksabstimmungen, Volksbegehren (die aber keine rechtliche Verbindlichkeit des zugrundeliegenden Gesetzesantrages, sondern nur eine Behandlung im NR-Plenum nach sich ziehen) und Volksbefragungen. Auch bei Städten mit eigenem Statut (wie der Donaumetropole Krems) sind laut dem NÖ Stadtrechtsorganisationsgesetz direkte demokratische Mittel vorgesehen. Dies hat vermutlich verfassungsrechtliche Gründe, denn ansonsten hält man im vorerst noch (Anm.: LT-Wahlen 2013) absolutistisch regierten Niederösterreich wenig davon, „ÖVP-ferne“ Visionen und Ideen zu berücksichtigen.

 

Auch das Stadtrechtsorganisationsgesetz, das als Grundlage für die Gemeinderatsarbeit für niederösterreichische Statutarstädte (wie Krems, Waidhofen/Ybbs und die roten Blöcke St. Pölten und Wr. Neustadt) gilt, strotzt nur so von Minderheitenfeindlichkeit: So sind 1/3 der Mitglieder des Gemeinderates notwendig (in Krems 14 von 40), dass eine Gemeinderatssitzung einberufen werden kann. Aktuelle Gegenstände, die nicht in der vom Bürgermeister parteieinseitig festgesetzten Tagesordnung aufgenommen wurden, dürfen nur dann behandelt werden, wenn der Gemeinderat mit 2/3-Mehrheit seine Zustimmung gibt, in Krems also de facto nie, wenn der noch schwarze Machtblock von 50 %-Mandaten dies verweigert. Parteien oder Bürgerlisten, die zumeist die notwendigen Quoren auch in Koalitionen nicht erreichen können, haben also als einzige Chancen, mittels Initiativantrag oder Bürgerbefragung Anträge verbindlich in den Gemeinderat zu bringen.

 

Der Initiativantrag muss von mindestens so vielen wahlberechtigten Stadtbürgern unterstützt werden als bei der letzten Gemeinderatswahl Stimmen für die Erlangung eines Gemeinderatsmandates notwendig sind (in Krems: 320). Er muss beim Magistrat eingebracht werden und hat bei Erfüllung aller gesetzlichen Voraussetzungen die Folge, dass dieser in der nächsten Gemeinderatssitzung verpflichtend behandelt werden MUSS. Alternativ kann auch eine Bürgerbefragung initiiert werden – diese muss allerdings von 10 % aller wahlberechtigten Stadtbürger (2007: 21.301) unterstützt werden. Keine leichte Angelegenheit auch für eine Partei wie die bundesweit laut Umfragen auf Platz 1 stehenden Strache-FPÖ in einer schwarz dominierten Stadt wie Krems, diese Stimmenunterstützung zu erlangen.

 

So hat sich die FPÖ Krems für einen Initiativantrag entschieden, und zwar hinsichtlich der skandalösen Parkraumsituation. Erweiterung der Parkgebühren bis Schwimmbad und Donau-Uni, Chaos in der Abwicklung und in der Information, Abkassieren bei Arbeitnehmern und Bewohnern der Altstadt Krems, während für Schulzentren, BH-Kammer-Institutionen, Kulturevents und Sanierungsprojekte (wie der Dominikanerkirche) Millionen verschleudert werden. Und das bei einem Schuldenstand von 155 Millionen Euro. Die Unterschriftenaktion beginnt am Karsamstag in der Kremser Innenstadt, die 320 Stimmen werden wohl bei der derzeitigen Unzufriedenheit mit der schwarz-roten Stadtpolitik leicht erreicht werden. Trotzdem ist zu hoffen, dass Parteien, die sich für den Bürger und das österreichische Gemeinwohl einsetzen, zukünftig nicht auf derartige Mittel angewiesen sein werden, sondern aufgrund ihrer grassierenden Stärke in den Plenen der Legislativorganen missstandsbeseitigende Anträge „unmittelbar“ einbringen können. Die nächsten Wahlen kommen bestimmt, und Wahltag ist Zahltag...

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Sa

16

Apr

2011

Marchin´ on: Soulsista-1000 Euro-Shopping mit strahlender Siegerin.

Man sitzt entspannt im Frühlingssonnenschein bei einem Spritzer im Straßencafe Cafino, und plötzlich tauchen da um 14 Uhr so um die 100 junge Leute in der Kremser Landstraße auf, im Gänsemarsch und mit seltsamen Sackerln bepackt. Eine Demo für ein neues Veranstaltungszentrum, eine Aktion für mehr Liberalismus in der Gesellschaft, ein schräges Promotion-Trara des schrillen Donaufestival-Inszenators Tomas Zierhofer Kin ?

 

Irrtum, das Soulsista-Team vom Dreifaltigkeitsplatz lud per Facebook zu einem Gewinnspiel der Extragüte: Man musste nicht flitzen (wie einst bei Kleiderbauer) oder in sexy Underwear frieren (wie beim spanischen Desigual in Barcelona), sondern mit dem per Megaphon „bewaffneten“ Soulsista-Eigentümer Alexander Lengauer und Geschäftsführerin Kerstin Zinsler durch die Kremser Landstraße waten, wo man dann vor dem Cafe Ulrich eine Gewinn-Nummer bekam, die vielleicht das Tor öffnen würde zu einem 1000 Euro-Gutschein für das neue Kremser Shopping-Mekka rund um Elitärmarken wie Guess, Energie, Björkvin oder Killah.

 

Mit dabei teilweise mit Bag maskiert DJ Stephano, der vermutlich bald Deadmau5-like die DJ-Bühne betreten wird, viele der Models der Soulsista-Fashion-Shows und Party People der exzessiven Und Lounge- und Star Night Club-Nächte. Vor dem Shop wurde die Gewinnerin auserkoren: Tanja Kniewallner, die innerhalb von 5 Minuten den 1000 Euro-Gutschein eingelöst hat. Hoffen wir, dass sie kein Fall für die Shopping-Sucht-Entzugsklinik wird...

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Do

14

Apr

2011

Account wegen Skandal-Gemälde im Profil gelöscht - Facebook als Zensur-Diktator.

Auf Youtube wurden die nackten Brüste von Diane Kruger und die verhüllten, nackten Schenkel von Kristen Stewart in den neuesten Kino-Trailern mit einem schwarzen Balken verdeckt, auf Facebook wurde der Account eines Kremser DJ´s wegen harmloser Züngeleien auf sichtbaren weiblichen Brustwarzen vorübergehend gelöscht. Szene-Fotografen und Models klagen über Einschränkungen ihrer Self-Marketing-Aktionen, weil kunstvolle Aktaufnahmen bzw. fast bieder wirkende Bikini-Fotos gelöscht wurden und nachfolgende Kontaktaufnahmen bei diversen Facebook-Service-Seiten meist aussichtslos waren bzw. sich monatelang verzögerten. Begründet werden diese einseitigen Zensur-Maßnahmen seitens des Social Networks meist mit einem Verstoß gegen die Nutzungsbedingungen – Nacktaufnahmen bzw. die Verbreitung pornographischen Inhalts seien rechtlich nicht zulässig.

 

Nun erwischte es das weltberühmte, skandalträchtige Gemälde „Ursprung der Welt“ (L´Origine du munde) von Gustave Courbet, das von einem französischen Facebook-User in seinem Profil verwendet wurde. Courbets Meisterwerk, einst 1866 Auftragsakt für den ägyptischen Kunstsammler Khalil Bey (der auch „Das türkische Bad“ von Jean-Auguste Dominique Ingres besaß), zeigt eine Nahsicht der behaarten Vulva einer liegenden, nackten Frau mit gespreizten Schenkeln. Der Rest des Körpers ist, mit Ausnahme des Bauches und einer Brust mit Brustwarze, nicht abgebildet. Das Bild verweist auf die Doppelnatur des weiblichen Geschlechtsorgans, einerseits als Objekt der sexuellen Begierde und Eingang der Vereinigung, andererseits als Ausgang der Geburt und Ursprungsort des Menschen. Erst 1988 wurde es erstmals im New Yorker Brooklyn Museum öffentlich präsentiert, seit 1995 wird es – unter Sonderbewachung – im Pariser Musee d´Orsay ausgestellt. Der französische Internet-User, der dieses Bild für sein Profil ausgewählt hat und dessen Konto daraufhin gesperrt wurde, fordert in einem anwaltlichen Schreiben an die französische Facebook-Niederlassung, dass das Konto innerhalb von 2 Wochen wieder zu aktivieren sei und dass ihm Schadenersatz zugesprochen werde, weil er wegen seines bevorstehenden Geburtstages mit seinen 800 Freunden nicht in Kontakt treten könne.

 

Man darf gespannt sein, wie diese Rechtssache weitergeht, da ein etwaiges Urteil auch eine Präjudizwirkung für künftige Entscheidungen haben könnte. Die Freiheit der Kunst ist eine diffizile, ambivalente Angelegenheit in einer schwierigen, rechtlichen Grauzone – private Unternehmen wie Youtube oder Facebook mit fast 600 Millionen aktiven Nutzern sollten aber auf keinen Fall die oberste, nicht legitimierte richterliche Instanz sein und sich hier nicht als rigide Zensur-Diktatoren aufspielen....

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Sa

09

Apr

2011

Rien ne va plus in St. Pölten – Dostojewskis „Spieler“ als „Drama“-Version.

1866 verfiel der russische Schriftsteller Fjodor Dostojewski in Deutschland der Spielsucht und kam in ärgste Existenznöte. Sein Mittel dagegen: Er schrieb in nur 26 Tagen einen Roman über einen spielsüchtigen Hauslehrer namens Alexej, der im fiktiven Kurort Roulettenburg inmitten einer illustren, intriganten Gesellschaft sich in die Abgründe der menschlichen Spiel-Existenz begibt. Helmut Peschina nahm sich dieses höchst aktuellen Stoffes an und erstellte eine Drama-Version, die unter der Regie des bekannten Regisseurs Johannes Gleim am Landestheater Niederösterreich aufgeführt wurde.

 

Valentin Schreyer, der auch in Filmen wie „Der Bockerer 2“ oder „Die verrückte Welt der Ute Bock“ sein Talent aufblitzen ließ und bereits für die Romy nominiert wurde, agiert in der Rolle des Alexej, der aufgrund seiner Liebe zu Polina (gespielt von der aus Deutschland stammenden Katharina von Harsdorf, „Heidi“, „Der Alpenkönig und der Menschenfeind“) in die unentrinnbare Phalanx des Roulettes gerät. Die „Rouge/Noir“-Schreckensmaschinerie befindet sich im Theater auf einer erhöhten zweiten Ebene, wo ein weiß geschminkter, mephistolesartiger Croupier (Jürgen Weisert) das Rattern der Kugeln akustisch imitiert und in einer Plastikkabine rings um ein goldenes Kalb die „Sein oder Nichtsein“-Resultate der Spielrunde verkündet. Der schnöde Mammon oder besser gesagt das Fehlen dessen zieht sich das ganze Theaterstück als zweiter dunkler Faden durch die Story.

 

Polina ist die Stieftochter eines russischen, schwer verschuldeten Generals, der auf das Ableben seiner russischen Erbtante (gespielt von der Burgschauspielerin Else Ludwig) wartet. Diese aber taucht plötzlich in Roulettenburg auf und verspielt mit Hilfe von Alexej einen großen Teil ihres Vermögens. Der General erleidet einen Nervenzusammenbruch und wird von der hysterischen, geld- und titelsüchtigen Mademoiselle Blanc (gespielt von der Mödlingerin Antje Hochholdinger, „Don Carlos“) verlassen. Polina wird nach dem Spielchaos von dem arroganten Franzosen Marquies de Grieux im Stich gelassen, ihre Liebe zu Alexej erfüllt sich allerdings auch nicht, da dieser nach einem sensationellen Gewinn in die Spielsucht ableitet, in Paris mit Mademoiselle Blanc das gesamte Geld verprasst und in die Armutsfalle tappt. Polina, die jetzt beim britischen Gentleman Mr. Astley in der Schweiz lebt, will Alexej noch einmal wiedersehen. Das geliehene Fahrgeld in die Schweiz landet allerdings in den teuflischen Händen des Roulettecroupiers – Alexejs Schicksal ist besiegelt.

 

Eines, das er mit ca. 100.000 Spielsüchtigen in Österreich teilt, die tagtäglich verzweifelt und unbekehrbar versuchen, das Geld zurückzugewinnen, das sie verloren haben. 84,2 % der Spielsüchtigen sind laut einer Umfrage den Spielautomaten verfallen. So gesehen ein Skandal, dass in der Donaumetropole Krems seitens der Politik keine Anstrengungen unternommen wurden, das kürzlich in der Dinstlstraße neueröffnete Casinos Austria-Unternehmen WINWIN (das 50 Spielmoloche beherbergt) mit allen zu Gebote stehenden Mitteln zu verhindern. Die Fiktionsgestalt des Alexej ist im 21. Jahrhundert realer denn je. Rien ne va plus – zuerst im Spiel, dann im Leben...

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Do

07

Apr

2011

Kremser Donaufestival-Promotion: Tomas Zierhofer-Kin @ GO-TV

Nodes, Roots & Shoots“ heißt das Motto des diesjährigen Kremser Donaufestivals, das vom 28. April bis 7. Mai wieder in den alten Österreichhallen stattfindet und dem Steuerzahler fast 1,7 Millionen Euro kostet. Ob das ambivalente Festival-Programm dieses Geld wert ist, sei hier unbenommen. Kulturmanager und Leiter Tomas-Zierhofer-Kin geht auf jeden Fall in die Offensive und seinen eigenen kompromisslosen Weg abseits von Mainstream und Mauerdenken. Netzwerkprojekte und Subkultur-Performances stehen im Mittelpunkt, nicht Party und Kommerz. Mit Kremser Gästen dürfte er (laut Statistiken auch zurecht) nicht rechnen, betont er doch in den Interviews immer wieder den Shuttle-Bus von Wien (der vermeintlichen Kulturhochburg voller „Praterdomes“, „Haschcafes“ und „Schweizerhäuser“, so meine Meinung) nach Krems.

 

Auf dem österreichischen Videosender „Go-TV“ präsentierte Zierhofer-Kin Mittwoch abends eine Stunde lang per Moderation und Videoclips die Highlights des diesjährigen Festivals. Mit dabei: James Blake, der in der Steiner Minoritenkirche sein Österreich-Debüt gibt, die kanadischen Indie-Rocker „Death from above 1979“ (auf ihrer Wiedervereinigungstour), Ex-Velvet Underground-Mastermind John Cale, Laurie Anderson, die Indie-Rocker Wild Beasts oder Ben Frost, bei dessen minimaler Experimental-Musik man vermutlich Anti-Depressiva schlucken muss. Der Violinist und Sänger Owen Pallett (aka Final Fantasy) wird mit einem Streichquartett das Festival eröffnen, das zehnköpfige Londoner Performance Theater Irrepressibles die Grenzen zwischen Subversiv-Klang, Pantomime und Burlesque verschwimmen lassen. Auf der Video-Playlist von Zierhofer-Kin standen aber auch Ladytron, Top-Act am Final Day, mit dem Elektro-Pop-Hit „Playgirl“ (Why are you dancing when you could be alone), und der geniale Soundmixer Diplo aus Philadelphia, im Baile Funk („Percao“) genauso state of art wie im Hip Hop mit dem M.I.A.-„Slumdog Millionaire“-Track „Paper Planes“, der am Ende der GO-TV-Sendung lief.

 

Wie sehr die Netzwerke des Kommerzes und des kulturellen Undergrounds bereits unentrinnbar interagieren, hat Zierhofer-Kin allerdings nicht gewagt, zu beweisen. Der Gordische Knoten lag auf dem Tablett anhand von Diplos „Come on“ und Ladytrons neuem Hit „Ace of Hz“ – beide wurden von DJ Tiesto geremixt, und der spielt 2011 jeden Montag auf der wunderschönen Party-Insel Ibiza vor mehr als 10.000 Party People in der Mega-Disco „Privilege“. Bei Mindesteintritt 50 Euro pro Person. Kein Scherz, sondern Kommerz...

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Sa

02

Apr

2011

Kremser TV-Krimi „Vermisst“ – Die Laura Palmerisierung der Wachauer Unschuld.

17 Jahr, brünettes Jahr. Die sympathisch-kokette Heurigentochter und Vorzugsschülerin Alexandra Walch bittet inbrünstig ihren Vater, dass sie ausnahmsweise länger wegbleiben wolle und mit ihren Freunden beim traditionellen Stadtfest ihren Geburtstag feiern wolle. Die bunt dekorierte Geburtstagstorte ihrer Mutter könne man auch am Tag danach im einträchtigen Familienkreis verzehren. Get the Party started – Girls just want to have Fun. Der Vater willigt nach langem Zögern ein – auch die braven, unschuldigen Kremserinnen in der gediegenen Wachau-Idylle sollen einmal ihren Spaß haben. Es soll das letzte Lebenszeichen der Lieblingstochter im Kreise der Familie sein.

 

Nach einem Streit mit ihrem (der Familie unbekannten) Freund in der dunklen Hafengegend ist Alexandra Walch vermisst. Grund der Auseinandersetzung: Ihr Freund soll auch ein Verhältnis mit ihrer besten Freundin und Cousine Christine begonnen haben. Es ist erst der erste Abgrund, der sich auftut am vermeintlich unschuldigen Wachauer Horizont. Die brave Vorzugsschülerin hatte angeblich einen pädophilen Internet-Freund, der bereits wegen Vergewaltigung inhaftiert war, begann eine sexuelle Affäre mit ihrem Lehrer und konsumierte mit ihrem Freund neben Alkohol auch Marihuana und Kokain, eingekauft im sündigen Großstadtdiscotempel. Außerdem war sie im 2. Monat schwanger, wollte abtreiben und auf die Schauspielschule gehen. Alles ohne Wissen und Vorahnungen ihrer im biederen Lifestyle-Strom mitschwimmenden Familie ?

 

Der Regisseur des TV-Krimis „Vermisst“ heißt nicht David Lynch, sondern Andreas Prochaska, der sich mit den beiden erfolgreichen Low-Budget-Horror-Verfilmungen „In 3 Tagen bist du tot“ einen Namen gemacht hat. Aber die berühmte Wasserleiche Laura Palmer grinst – auch ohne laszives „Twin Peaks“-Theme“ – teuflisch hinter dem makellosen Teenager-Backfisch-Gesicht von Alexandra Walch hervor. Mit nur 4 Millionen Euro Budget hat der renommierte österreichische Regisseur einen spannenden 180-Minuten-Krimi produziert, gedreht in der schönen Wachaumetropole Krems. Langsame Hubschraubereinstellungen auf die Silhouette der Stadt, die Weinberge oder den romantischen Sonnenuntergang kontrastieren zum traurigen Vermissten-Status der 17jährigen Schülerin.

 

Einheimische TV-Zuschauer sehen Realität und Fiktion ineinander vermischt – das Landesgericht Krems wird zur Polizeistation, das biedere „Cafe 5 Sinne“ zum coolen Szene-Treffpunkt, das konservative Piaristengymnasium zum Tatort eines verbotenen, sexuellen Verhältnisses und einer Schlägerei in einer Unterrichtsstunde, die anspruchslose Unterschicht-Großraum-Diskothek „Fifty“ (gottseidank ohne Original-Atzen-Musikeinspielung) am Stadtrand zum Drogen- und Gewaltepizentrum, in der 14jährige substanzenberauscht um halb 5 früh dem physischen und psychischen Untergang entgegentanzen. Die Fabriksmeile „An der Schütt“ mutiert zum billigen Straßenstrich, an dem sich blutjunge Frauen reichen Heurigenwirten anbieten und auch vor skrupellosen Erpressungen nicht zurückschrecken. Ob sich Landeshauptmann Pröll dieses Sodom&-Gomorrha-Wachau-Bild für seine touristisch-medialen PR-Aktionen so vorgestellt hat, als er den 250.000-Euro-Steuerzahlerscheck für die ORF-SAT1-Produktion gezückt hat, bleibt ein offenes Geheimnis. Prochaska allerdings ist es hoch anzurechnen, dass keiner der regionalen Polit-Freunderwirtschaftsclique im Film sein Antlitz blicken lassen durfte, sondern nur der populäre ORF-Anchorman Robert Rafreider.

 

In der Titelrolle der Alexandra Walch glänzt Jungstar Emilia Schüte, die Eltern spielen „Tatort“-Kommissar Richy Müller und Krassnitzer-Ehefrau Ann-Kathrin Kramer, als Cops auf der Suche nach der dunklen Wahrheit ermitteln Hary Prinz und „Shoppen“-Lady Julia Koschitz. Kabarettist Erwin Steinhauer spielt den undurchsichtigen Onkel der Vermissten. Sabrina Reiter, Shooting-Star der „3 Tagen“-Horror-Thriller Prochaskas, sexelt und korrumpiert am dunklen Straßenstrich der Krems. Die Vorlage für „Vermisst“ basiert angeblich auf der spanischen 13teiligen Fernsehserie „Desaparecida“, naheliegend ist allerdings auch der Reality-Fall Julia Kührer, die seit Juni 2006 verschwunden ist. Vielleicht auch ein Mitgrund, dass auf Werbetafeln und in den Print-Medien verstreute Inserate anfangs nicht für eine Fernsehwerbung, sondern für einen tatsächlichen Fahndungsfall gehalten wurden. Durchschnittlich sind in Österreich 800 Personen (davon 200 Minderjährige) abgängig, deren aktueller Lage-Status aber meist schnell geklärt wird. In Wien bleiben 15-20 der 3000 Fälle jedes Jahr offen, zumeist Kindesentziehungen. Die Polizei hadert bei derartigen Fällen vor allem mit den rechtlichen Rahmenbedingungen – Abgängigkeit ist keine Straftat, sodass dem Gesetz nach keine Konten geöffnet und keine Handys angepeilt werden dürfen.

 

Ob sich das nach dem spannenden Zweiteiler ändern wird, bleibt eher fraglich. Dass sich manche Eltern aber mehr Gedanken und Sorgen machen werden, was ihre Söhne und Töchter in der dunklen gefährlichen Nacht so treiben, steht zweifelsohne fest. Das schöne Antlitz der Dorian Grays und Laura Palmers versteckt seine dunklen Seiten unter einer undurchsichtigen Maske. Manchmal ist es zu spät, wenn man sie entdeckt...

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Fr

01

Apr

2011

„Fros´n“ – Erobert das coole Alkoholeis bald die Clubs und Partystrände der Welt ?

Haben der Ballermann-Sangria, Cocktails und Wassermelonenbowlen bald ausgedient an den Bade- und Meeresstränden der Welt ? Ein neues Produkt namens „Fros´n“ erobert die Clubs und Partybeaches der Clubbing Generation. Dahinter verbirgt sich ein von der Saarbrückner Firma „Pro-future.biz-GmbH“ konzipiertes Eis mit einem Alkoholanteil von 7,1 %. Ein trendy Aphrodisiakum vor dem heißen Strandcafe- oder Beachclub-Flirt, das bisher in 2 Geschmacksvarianten vorliegt. „Fros´n Red“ schmeckt nach roten Früchten und besteht aus einem Mix aus 51 % Fruchtdessertwein und 49 % Erfrischungsgetränk mit Magermilch, Sahne und Erdbeer-Granatapfelgeschmack. „Fros´n Orange“ setzt sich zusammen aus 51 % Fruchtdessertwein und 49 % Erfrischungsgetränk mit einem Pfirsich-Mango-Wodka-Geschmack. Eingepackt sind die neuen Trend-Eisprodukte in durchsichtigen Retro-Strips. Verkauft werden soll das Alkoholeis natürlich nicht an Kids, sondern an die „reifere“ Club-Generation ab 18.

 

Beworben wird „fros´n“ derzeit auf Facebook u.a. vom Ibiza-„Bora Bora“-Resident Matthias Seibert, der am 28. Mai zu einem House-Gastspiel nach Krems kommt, und zwar zu Martin Negers Ibiza Summer Opening in eine derzeit noch nicht bekannte Location. Vielleicht bringt ja Mettylectro (so sein Künstlername) neben heißen Dance-Vibes und sexy Go Go´s ein paar „Fros´n“-Schlecker mit zur ersten coolen Sommer-Party des Jahres.....

 

http://www.frosn.net/home.html

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Sa

26

Mär

2011

DNA-Beweise unzureichend – „Engel mit den Eisaugen“ Amanda Knox unschuldig ?

Sex, Drugs & Lies im Dolce Vita der antiken, italienischen Universitätsstadt Perugia. Am 1. November 2007, dem Tag nach der unheimlichen Halloween-Nacht, wurde dort die britische Austauschstudentin Meredith Kercher tot in ihrer Wohnung aufgefunden. Zuerst noch als Auskunftspersonen befragt, werden ihre amerikanische Mitbewohnerin Amanda Knox und deren Freund Raffaele Sollecito aufgrund ihres teilnahmslosen, unschockierten Verhaltens zu den Hauptverdächtigen. Falsche Beweisaussagen, so u. a. die Beschuldigung des schwarzen Barbesitzers Lumumba, untermauern die einseitigen Untersuchungen der Polizei. Aufgrund von Fingerabdrücken am Tatort nimmt die Polizei per Interpol den Ivorer Rudy Guede fest, der gesteht, beim Mord auf der Toilette gewesen zu sein, zuerst zwei unbekannte italienische Männer und dann Knox und Sollecito beschuldigt. Die Polizei geht von einem sexuellen Spielchen aus, bei dem die konservative Kercher nicht mitmachen wollte und daher unter Beteiligung aller drei durch einen Messerstich getötet wurde. Perugia das Sodom & Gomorrha studentischer Lebenslust, die außer Kontrolle gerät ?

 

Fakt ist: Guede wurde in einem Schnellverfahren zu 16 Jahren, Knox und Sollecito in einem von Medien belagerten, monatelangen Gerichtsprozess zu 26 bzw. 25 Jahren Haft wegen Mordes und Vergewaltigung verurteilt. Und das obwohl sogar Sachverständige im Gerichtsverfahren von einer „Einzeltätertheorie“ ausgingen und Psychologen einen Art Affektmord (nach der Abwehr sexueller Avancen ?) des wenig glaubwürdigen Rudy Guede als wahrscheinlich erachteten. Ein Motiv für den Mord seitens des studentischen Liebespaares konnte nicht eruiert werden, der Ablauf der Tat gilt als verschwommen, der sexuelle Drogenmord als Konstrukt der italienischen Polizei, die einen Erfolg für sich feiern wollte.

 

Und jetzt läuten auch noch die mehr als fragwürdigen DNA-Beweise eine Wende im Mordfall Kercher ein: Laut einer Untersuchung unabhängiger Experten seien die DNA-Spuren an der Mordwaffe, einem Küchenmesser, zu gering, um Amanda Knox zu belasten. Entlastung auch für ihren Freund Sollecito – der BH von Kercher sei so verschmutzt, dass seine DNA darauf nicht festgestellt werden konnte.

 

Detail am Rande: Beide Entlastungsbeweise wurden auch in Robert Dornhelms Film „Amanda Knox – Murder on Trial in Italy“, der sowohl be- als auch entlastende Momente enthält, in den Mittelpunkt der Suche nach der Wahrheit gestellt. Amanda Knox bezeichnet den Film als eine „invasion of my life“ und wollte mit ihren Star-Anwälten die Ausstrahlung auf Lifetime (und jetzt im Internet) verhindern. Gut möglich, dass der Film die Wende im nun laufenden Berufungsverfahren ausgelöst hat und Amanda Knox bald – in Freiheit - mit der glänzenden „Foxy Knoxy“ Hauptdarstellerin Hayden Panettiere champagnisieren kann. Vermutlich aber abseits vom CSI-Perugia.....

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Di

22

Mär

2011

„Mr. Love Machine“ Supermax is dead – Tod des Austro-Welt-Stars Kurt Hauenstein.

Er ließ in Martin Negers Cheers die Korken knallen und präsentierte als Stargast der 20. Spotlight-Party auf dem Free Deck des Dampfschiffes Schönbrunn World Music unter windwidrigen Umständen. Er mitinszenierte bei seinem 60. Geburtstag im Wiener Gasometer die Pelz- und Leder-Fashion-Show seines Kremser Freundes und nun in Berlin lebenden Kürschners Paul Prinz. Er zelebrierte mit DJ Dürnstein, Tom Snow & Co. eine technoide Opening-Party im damals von Mario Fürst neu übernommenen Tube der Kremser Undergroundszene: Kurt Hauenstein, der Austro-Star und Weltbürger ohne Berührungsangst jeglicher Musikstile, Kultur- und Lebensformen, verstarb in der Nacht auf Montag überraschend in einer Wohnung am Wiener Stadtrand. Angebliche Todesursache: Herzprobleme.

 

Österreich ist ein schönes Land, die Menschen aber sind ein bisserl gewöhnungsbedürftig. Und die jungen Leute wissen gar nicht, dass es mich gibt“ philosophierte er im Jahre 2008, als er den Pop-Amadeus für sein Lebenswerk und das Silberne Verdienstzeichen der Stadt Wien überreicht bekam. Und tatsächlich ist es in Zeiten von flüchtigem Ruhm, Fließbandproduktionen und Chartmarketinghysterie schwierig, ohne nähere Recherche seiner Lebensgeschichte die langfristigen Leistungen von Kurt Hauenstein der jungen Population nachzuweisen.

 

Kurt war der Sohn des Wienerliedertexters und Schriftstellers Hans Hauenstein. Er absolvierte eine Juwelierlehre, trotz der „langen Haare“ (Zitat: „laut Innung kein Kündigungsgrund“), und ging mit ca. 20 nach Frankfurt am Main, wo er bei diversen Funkbands spielte und den Starproduzenten Frank Farian kennenlernte. Als Bassist wirkte er nicht nur bei dessen Schlagerambitionen („Rocky – ich hab noch niemals geliebt“) mit, sondern auch als musikalischer Supporter der Disco-Legende Boney M. („Daddy Cool“, „Gotta Go Home“ aka „Barbra Streisand“), die als deutsche Band die Welt eroberten.

 

Was auch Kurt Hauenstein mit seinem Pseudonym Supermax gelang. Zitat: „Ich war total in der schwarzen Szene, und die haben so gern g´sagt: „To the Max“. „Max“ für Maximum. Um das zu steigern, hab´ ich mir gedacht: Supermax, da geht nix drüber.“ Sein 8:40-Disco-Klassiker „Love Machine“, laut eigenen Angaben „die Hymne für Rotlichtmilieus und Schwulenclubs“, war 1977 in allen Charts Europas in den Top Ten zu finden und stieg sogar in die Hot 100 der arrivierten Billboard Blackcharts. Abseits erfolgreicher Vinyl-Releases („The World of Today“, „Fly With Me“) bzw. langer und exzessiver Clubtourneen in Italien, Spanien und Holland sprengte Hauenstein mit seinem Musikprojekt auch die politischen Grenzen: 1980 spielte Supermax als erste westliche Popgruppe hinter dem Eisernen Vorhang des Kommunismus. 1981 gastierte Hauenstein mit seiner schwarzen Frau und einer gemischtrassigen Band im Apartheid-verseuchten Südafrika – unter lebensgefährlichen Umständen wie Morddrohungen, Schüssen aus dem Hinterhalt und Einreiseverbot. The Beat went on 1983 in Jamaica, wo Hauenstein als erster weißer Musiker beim renommierten Reggae Sunsplash-Festival teilnahm.

 

Ausgeflippt wegen seines großen Erfolges ist Hauenstein nie: „Es verändert sich mehr die Umwelt als du selbst. Die Freunde glauben, du g´hörst nimmt dazu. Dann schaust do dorthin, wo die G´stopftn sind. Da gehörst du aber auch nicht hin.“ Und so widmete er sich während der nächsten ruhigeren Jahre diversen World-Music Produktionen mit musikalischen Partnern aus Surinam (Bamboo) oder Bulgarien (Yaku) bzw. spielte vor 2,5 Millionen Fernsehzuschauern beim UNESCO-Friedenskonzert in Sri Lanka oder beim Wiener Life Ball.

 

Viele Musikfans werden sich angesicht dieses Lebenslaufes ärgern, dass sie sich nicht schon zu Lebzeiten mit dem genialen Musiker Kurt Hauenstein beschäftigt haben. Neues Material ist laut dem Manager Herbert Gruber vorhanden, außerdem war auch ein Kinofilm über sein politisches Engagement geplant. Der Studio-54-Superhit „Love Machine“ wird auf jeden Fall die Dancefloors der Welt als Re-Release rocken. Obwohl Kurt Hauenstein schon in einem legendären Interview sagte: „Supermax – das ist das Gegenteil von Disco-Sound.“

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Mi

16

Mär

2011

Single-Studie 2011: Krankenschwestern sind sexy, Krankenpfleger nicht.

Erst vor ein paar Monaten heiratete die schwedische Königstochter Victoria in einer pompösen Hochzeit ihren Fitness-Trainer und Nicht-Akademiker Daniel Westling. Ein komplett untypisches Szenario, wie die brandneue deutsche ElitePartner-Singlestudie beweist. 12.622 deutschsprachige Singles wurden im Oktober und November 2010 (repräsentativ) befragt, die Ergebnisse zeigen, dass es bei der Partnerwahl zwischen Mann und Frau weiterhin eklatante Unterschiede gibt. Bei Akademikerinnen haben Männer mit Berufen, die keinen Studienabschluss erfordern, wenig Chancen. So finden nur 15 % der Akademikerinnen Handwerker attraktiv, während jede vierte Frau (25 %) ohne akademischen Abschluss auf Handwerker abfährt. Ähnliche Ergebnisse finden sich in Bezug auf Köche und Feuerwehrmänner.

 

Detail am Rande: Männer in traditionell weiblichen Berufen sind bei Frauen weniger begehrt als umgekehrt. So findet jeder vierte Mann Krankenschwestern attraktiv, während Krankenpfleger nur von 7 % der Frauen als attraktiv empfunden werden.

 

Psychologen erklären die Unterschiede in der Partnerwahl mit unbewussten Mustern. Obwohl die meisten Frauen heute nicht mehr auf einen finanziellen Versorger angewiesen sind, wünschen sie sich einen Partner mit hohem, sozialem Status. Mit höherem Bildungsniveau steigen die Ansprüche der Frauen noch. Männer dagegen dürften mehr aufs Äußere schauen und verlieben sich auch in Frauen mit geringerem Bildungsgrad. Für diese Feststellung braucht man nicht einmal italienischer Ministerpräsident sein....

 

Die zehn attraktivsten Männerberufe 1. Architekt (32%) 2. Arzt (31%) 3. Journalist (28%) 4. Anwalt (28%) 5. Manager (25%) 6. Handwerker (24%) 7. Musiker (19%) 8. Polizist (19%) 9. Pilot (19%) 10. Lehrer (17%)

 

Die zehn attraktivsten Frauenberufe 1. Ärztin (32%) 2. Journalistin (25%) 3. Krankenschwester (25%) 4. Anwältin (24%) 5. Lehrerin (24%) 6. Architektin (23%) 7. Musikerin (22%) 8. Schauspielerin (20%) 9. Model (18%) 10. Managerin (17%)

 

Wie die gegenseitigen Präferenzen in der Welt der Homosexuellen (die ja schon bis zu 10% der Bevölkerung ausmachen) verteilt sind, wurde in dieser Studie anscheinend nicht erhoben. Kein Wunder, ist doch die Partnerwahl schon in der heterosexuellen Szene komplexer als der dichteste Amazonas-Dschungel...

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Mi

09

Mär

2011

Faschingsdienstag 2011 – Apres Ski-„Klamauk“ und Disco-Zombies in der Kulturmetropole Krems.

Er ist die personifizierte Form des Kremser Faschings 2011, ein betrunkener, blondhaariger Jugendlicher, der um halb 11 nachts zusammengekauert vor der Eingangstur zur ehemaligen Wohnung von Wolfgang Schüpany seinen Rausch ausschläft. Jenem Ex-SPÖ-Gemeinderatsabgeordneten, der wegen Alkohol- und Lärmexzessen seine Wohnstätte am Pfarrplatz aufgegeben hat.

 

Am Faschingsdienstag wären seine lautstarken, manchmal übertriebenen Proteste mehr als gerechtfertigt gewesen – ein gewisser DJ Marco, seines Zeichens Ischgler Kuhstall-Apres Ski-Ikone, bedröhnte – wie letztes Jahr in „Amadeus“-Uniform – mit unerträglichen „Wo ist die Party“-„Zicke Zacke“-Wortsalven und mit Unterstützung des regional berüchtigten Schlagermethusalems DJ Hugo die zumeist betrunkenen Faschingsnarren. Der Sound: Wolfgang Petry-Gejaule, „Wir wollen die Eisbären sehen“-Geheule und der wohl schrecklichste Ballermann-Hit der Saison, „Ich bin Solo – Scheiß egal“, eine Adaption von Rod Stewarts Edelballade „Sailing“, laut dessen „Sänger“ Mickie Krause „ein Song, den jeder mitsingen kann, selbst wenn er hackedicht ist“. Letzteres war wohl auf dem Pfarrplatz die Regel und nicht die Ausnahme. Mitleid mit den dort arbeitenden Gastronomen kommt hier allerdings nicht mehr auf, da es sich bei diesem Open-Air-Event um ein fast zehnjähriges Deja Vu voller Geschmacklosigkeit handelt.

 

Im Vergleich dazu war der traditionelle Faschingsumzug am sonnigen, warmen Nachmittag eine Darbietung erster Klasse. Zwischen Wiener Brücke und Pfarrplatz tanzten die jungen Ladies von Gooseflesh in sexy Polizeiuniformen, präsentierte sich das Fitness-Studio Active City als Kuhherde inmitten von Strohmist oder marschierte die Kremser Landjugend auf als „Austria´s next TOP Winzer“. Der schaurige Sensenmann der Paintballer sorgte auch am Abend im Marquee für Schrecken und Angst. Unterschwellig der Look der Kremser Banker als Piraten – dazu wäre in Zeiten internationaler Bank- und Spekulationskrisen wohl keine Verkleidung notwendig gewesen. Weiters vertreten bei den 32 Wägen u.a. Phone 4 you, der Judo Verein Krems, die Fun Gitarrenschule, die HIT FM-Matrosen, die Firma Brantner ebenfalls als Piraten verkleidet, Harry´s Gastro-Glatzen und Judith Aigners plakative letzte Fahrt mit der Wachaubahn. Den Schluss des Umzugs bildeten nicht wie sonst die trendigen Clubbing-Trucks von Star Night Club oder Spotlight, sondern die (nicht als solche verhüllten) „Disco-Zombies“ vom Millennium Krems, einer Diskothek, die seit 13. 7. 2007 geschlossen hat und deren Protagonisten seither mehr auf Gerichts- und Ediktsseiten zu finden sind als in den Event-Kalendern der Szene-Gazetten. Die rustikale „Oida Taunz“-„Spritztour“ sorgte durch eine massenhafte Flyer-Verteilung (für eine sonderbare Reinkarnations-Party kommenden Samstag in der Römerhalle) auf den Straßen der Altstadt für mehr Umweltverschmutzung als die rauschigen Teenie-Kids der Donaumetropole.

 

In einigen Karnevalshochburgen gibt es die Tradition, dass um Punkt Mitternacht des Aschermittwochs eine Strohpuppe, der sogenannter Nubbel, als Verantwortlicher für alle Laster der Faschingstage verbrannt wird. Es wäre vielleicht an der Zeit, derartige Bräuche zu adaptieren – für die Verantwortlichen derartiger Veranstaltungen am Rande des geistigen Schwachsinns. Kann man nur hoffen, dass die spanischen und italienischen Austauschstudentinnen vom IMC aus Entsetzen über diesen Apres Ski-Mist nicht schnurstracks Richtung Heimat abgereist sind und morgen wieder zu coolen House-, Disco- und Reggaeton-Vibes in der Und Lounge lebenslustig antanzen.....

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Fr

04

Mär

2011

Zauberhafte Fashion-Show im Kloster Und: Soulsista goes to Wonderland.

Im Oktober 2010 öffnete der trendige Fashion-Shop Soulsista von Alex Lengauer und Betty Pemmer in Krems seine Pforten, und bisweilen betraten dort so um die 3000 Personen das neue Mode-Mekka der Donaumetropole. Im ehrenwürdigen Kloster Und wurden unter der Schirmherrschaft des Eigentümers Christian Guzy die neuesten Kreationen für die sexy Frühlings- und Sommersaison 2011 vorgestellt. Auf dem Catwalk präsentierten Amateurmodels aus der Kremser Szene, darunter Und Lounge-Barkeeper Edvin und Radio-Lady Chrissie Böhmer, die innovativ-schnittigen Looks von Diesel, Guess, Björkvin oder Ichi. Im Trend auch wieder bedruckte T-Shirts und Kleider mit britischer Flagge, die sogar Prince William kurz vor seiner Hochzeit noch schwach werden lassen könnten.

 

Hochkaratig auch die Show-Acts der Fashion-Show: Der österreichische Magie-Staatsmeister 2010 Thommy Ten (http://www.thommyten.com/) begeisterte das junge Fashion-Publikum mit Zaubertricks, der auch von diversen Erotikmessen bekannte Entertainer Marcello Bravo (http://www.marcello-bravo.com/) betrat als Johnny Depp-Look-a-Like-Hutmacher den Catwalk und becircte im virtuellen Raum der Fantasie eine unschuldige Alice. Solange man Träume noch leben kann, sozusagen.

 

Natürlich gab´s es auch noch als Bonmot Gutscheine von den Soulsistas Alex, Betti, Kerstin und Mirella. Damit einem leidenschaftlichen Aufriss in der Nacht nicht der Schlabber-Look der Vergangenheit zum Verhängnis wird.....

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Mo

28

Feb

2011

Oscars 2011: Back to the Past – Antiquierter Historienschinken besiegt das Social Network Facebook.

Aus ca. 5500 Personen der Filmindustrie besteht derzeit die Academy of Motion Picture Arts & Sciences, die jährlich die derzeit 24 begehrten Oscar-Filmpreise bestimmt. Das Procedere: Die einzelnen Branchengruppen selektieren 5 Nominierungen, das Plenum bestimmt dann den Sieger (mit Ausnahme des „besten Films“, der ohne Zwischenverfahren gewählt wird). In den Urzeiten des Oscars 1929 waren es gerade mal 36 Mitglieder, die Verleihung fand im legendären Roosevelt-Hotel im Rahmen eines „Black Tie“-Dinners statt. Die damaligen Gewinner, der Kriegsfilm „Wings“, das Melodram „Sonnenaufgang – Lied von zwei Menschen“ oder das Filmdrama „Das Glück in der Mansarde“ hatten vermutlich mehr Innovationskraft als der Sieger 83 Jahre später, „The King´s Speech“, ein traditioneller Realhistorienfilm über den stotternden britischen König George VI., der zwecks populistischer Volkskommunikation im Jahr 1925 (!!!!) einen Sprachtherapeuten engagiert. 4 Oscars bei 12 Nominierungen entschied der britische Streifen für sich: Bester Film, Beste Regie (Tom Hooper), Bestes Originaldrehbuch und Bester Männlicher Hauptdarsteller. Letzterer Award ging aber zweifelsohne verdient an den Charakterdarsteller Colin Firth, der schon letztes Jahr für seine Rolle in „Single Man“ nominiert war und auch in der „Dorian Gray“-Neuverfilmung als zynischer Lord Henry glänzte.

 

Bei den Golden Globes noch der Abräumer, konnte „The Social Network“, der geniale Film über die Gründung des 600 Millionen-Mitglieder-Netzwerks Facebook durch den nunmehrigen Self Made-Millionär Mark Zuckerberg, sich bei den Oscars in den Königsdisziplinen nicht durchsetzen. David Fincher und Jesse Eisenberg gingen leer aus, 3 Oscars allerdings gab es für das beste Adapted Screenplay von Aaron Sorkin, den Soundtrack von Ex-Nine Inch-Nails-Galionsfigur Trent Reznor und den besten Filmschnitt. In den Einzelkategorien entsprachen die Oscar-Resultate komplett den Ergebnissen der Golden Globes – Natalie Portman, 2005 für das Beziehungsdrama „Closer“ nominiert, beeindruckte die Oscar-Academy mit ihrer symbiotischen Darstellung des „Weißen“ und „Schwarzen“ Schwans im Aranofsky-Thriller „Black Swan“ und bedankte sich tränenüberströmt bei den Galagästen mit dem Hinweis, dass ihre „most important role“ erst kommt, die einer Mutter. Bei den Nebendarstellern siegten die „Fighter“ Melissa Leo und Christian Bale, ein Vertreter des „Method Acting“, der nach seiner Abmagerung zum drogensüchtigen Ex-Boxer wieder auf Normalgewicht ist.

 

In den technischen Kategorien war Christopher Nolans brillanter Science Fiction-Thriller „Inception“ mit 4 Oscars tonangebend, die Preise für Production Design und Costume Design gingen an „Alice im Wunderland“. In letzterer Comic-Verfilmung agierte auch Anne Hathaway als „Weiße Königin“, die gemeinsam mit James Franco, auch nominiert für seine Hauptrolle im Bergsteigerdrama „127 Hours“, die Oscar-Gala moderierte. "You know, it used to be, you get naked, you get nominated. Not anymore.“ – eine Anspielung auf ihre Nichtnominierung trotz nackter Tatsachen in „Love and other Drugs“ – war eine der wenigen frechen Gags bei der Oscargala. Auch politisch hielten sich die Protagonisten zurück. Einzig Charles H. Ferguson, (gemeinsam mit Audrey Marrs Gewinner für den besten Dokumentarfilm „Inside Job“, einer schonungslosen Abrechnung über die Finanzkrise mit Matt Damon als Sprecher) sorgte für klare Worte: "Forgive me, I must start by pointing out that three years after our horrific financial crisis caused by financial fraud, not a single financial executive has gone to jail, and that’s wrong."

 

Wir wünschen uns im nächsten Jahr mehr Charisma bei den Dankesreden und mehr Experimentierfreudigkeit bei den Preisträgern. Oder hat man sich ein Vorbild an Präsident Obama genommen, der nach seinem Lieblings-Filmsong gefragt wurde ? Seine Antwort - „As Time goes by“ aus dem Film „Casablanca“ (1942) – hat immerhin auch schon 69 Jahre auf dem Buckel. Obama selbst wird dieses Jahr erst 50......

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Di

22

Feb

2011

127 Hours – Starregisseur Danny Boyle verfilmt Horror-Unfall des amerikanischen Bergsteigers Aron Ralston.

Nichts auf der Welt ist stärker, als der Wille zu überleben“ – und kaum trifft es auf einen so zu wie den amerikanischen Mountain Climber Aron Lee Ralston. Dieser hatte sich zum Ziel gesetzt, alle 59 Viertausender in Colorado im Alleingang zu besteigen. Bei einem seiner Canyonwanderungen kam es am 26. April 2003 zu einem fürchterlichen Unfall. Im Blue John Canyon hielt sich Ralston an einem riesigen Felsblock an, der dann mit ihm gemeinsam in die Tiefe stürzte und dabei seinen rechten Arm unentrinnbar zwischen den Canyonspalten einklemmte. 5 Tage lang versuchte er mit verschiedensten Methoden (Zertrümmern des Festblocks durch ein viel zu stumpfes Taschenmesser, Installation eines Flaschenzuges) vergeblich, seinen Arm zu befreien, bis er – vollkommen verzweifelt und dehydriert – sich für die radikalste Möglichkeit entschied. Er amputierte sich selbst den Arm, indem er Elle und Speiche brach und dann die Weichteile und Blutgefäße unter unerträglichen Schmerzen mit dem Taschenmesser durchtrennte („Es ist relativ einfach, die Muskeln durchzuschneiden - die Nerven zu durchtrennen fühlt sich dagegen an, als würde man in geschmolzene Lava fassen“). Schwerst verletzt kletterte er danach eine 20 m hohe Felswand hinunter und traf nach einem 13 km langen Fußmarsch in der Wüste Colorados auf eine niederländische Familie, die für eine Rettung durch den Hubschrauber sorgte.

 

Star-Regisseur Danny Boyle („Trainspotting“), 2009 Oscar-Preisträger für „Slumdog Millionaire“ und 2012 Inszenator der Olympia-Feiern in London, verfilmte mit der persönlichen und literarischen Unterstützung von Ralston („Between a Rock and a Hard Place“) diesen Reality-Horrorunfall und engagierte für „127 Hours“ als Hauptdarsteller Hollywoods neuen Shooting-Star James Franco, der einst einen Golden Globe Award für eine „James Dean“-Rolle gewann und zuletzt als homosexueller Geliebter von Sean Penn in „Milk“ glänzte“.

 

Franco verkörpert perfekt den „No Risk, No Fun“-Typ Ralston, der mit dem Bike tollkühn durch die Wüste driftet, zwei Frauen (sexy gespielt von Kate Mara und Amber Tamblyn) mit seinen Mutproben in einem unterirdischen See beeindruckt und ohne Rücksicht auf Verluste die gefährlichen Canyonbesteigungen in Angriff nimmt. Und das ohne seine Familie und seine Freunde zu informieren, wo er sich eigentlich befindet. Ein solitary guy, der niemandem Rechenschaft schuldig ist und der sich in keine Verantwortungsmaschinerie pressen lässt. Die lebensgefährliche Notsituation läutert ihn - mittels Camcorder filmt er Nachrufe für seine Familie und denkt wehmütig an seine Freundin und seine Schwester, die er im Rahmen seiner Ego-Trips immer links liegen ließ. Halluzinationen mischen sich mit kongenialen Naturereignissen wie schwarzen Raben, Träume und Visionen des Verunfallten über die geplanten Parties mit den Girls oder die persönliche Zukunft werden von Boyle unterlegt mit „Ca plane pour Moi“-Euro-Happy-Sound und „Friends“-TV-Show-Gelächter. Pervers zynisch Bill Withers „Lovely Day“ am Beginn eines wunderschönen Montagmorgens, der Protagonist schweißüberströmt eingeklemmt in einer Felsspalte.

 

To me the sacrifice of losing this hand was nearly inconsequential, it just amounted to me being able to get out and get back to my life and those people that I love so Ralston im Originalton, der – wie auch im Film zu sehen ist - behauptet, dass eine Vision über sein zukünftiges Kind ihn zur Amputation seiner Hand bewegt hat. Und tatsächlich: Raston ist heute Vater eines Sohnes (Leo) und mit seiner Jessica verheiratet. Seine Hand wurde kremiert und die Asche über den Canyon verstreut. Er trägt eine Armprothese, versehen mit einem Eispickel, und bestieg bereits 10 Monate nach der Amputation wieder einen Viertausender.

 

Zu höchsten Ehren könnte auch sein Darsteller kommen: James Franco wird dieses Jahr gemeinsam mit der bezaubernden Anne Hathaway die Oscarnacht präsentieren. Er ist außerdem - wie "127 Hours" selbst - nominiert für den Oscar als bester Hauptdarsteller und hätte diesen für seine atemberaubende Leistung auch verdient. Colin Firth gilt aber aufgrund seiner bisherigen schauspielerischen Lorbeeren (u. a. in „Singleman“) mit seiner Darstellung eines stotternden Königs in „King´s Speech“ als Favorit, und das obwohl Stottern bei weitem nicht so schmerzt wie ein abgeschnittener Arm. Wie kann die Welt nur so ungerecht sein ?

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Mo

14

Feb

2011

World Press Photo Awards 2010 – Siegespreis für afghanischen Reality-Horror-Shot !

Seit 1955 werden in Amsterdam die World Press Photo Awards für die besten Pressefotografien vergeben. Das Siegesfoto 2010 der südafrikanischen Fotografin Jodi Bieber, ausgewählt aus mehr als 108.000 Fotos, wird vielen noch lange in Erinnerung bleiben. Gezeigt wird ein Porträt der 18jährigen Afghanin Bibi Aisha, einer bildhübschen Frau, allerdings mit einem horriblen „Schönheitsmanko“: Statt einer Nase befindet sich in der Mitte ein Loch in ihrem Gesicht, die brutalen Taliban haben Aisha Nasen und Ohren abgeschnitten.

 

Der schreckliche Hintergrund dieser Gewalttat: Die afghanische Frau wurde als „Blutschuld“ für einen Clan-Mord während ihrer Teenagerjahre an einen Taliban-Kämpfer verkauft, der sie bei den Tieren schlafen ließ und sie als Sklavin hielt. Nach einer verzweifelten Flucht wurde sie von der Polizei aufgespürt und wieder ihrem Ehemann übergeben. Ein lokaler Taliban-Richter fällte ein schreckliches Urteil – aufgrund der Entehrung sollten der Frau Nase und Ohren abgeschnitten werden. Vollzogen wurde das Urteil durch den Ehemann in den Bergen, zufällig wurde die dort zurückgelassene Frau allerdings von US-Entwicklungshelfern gefunden und in ein Frauenhaus nach Kabul gebracht.

 

Bekannt wurde das Bild des verstümmelten Mädchens durch ein Cover auf dem Magazin „Time“ mit der ambivalenten, kriegsprogressiven Botschaft „Was passiert, wenn wir Afghanistan verlassen ?“.

 

Insgesamt wurden bei den diesjährigen World Press Photo Awards 56 Preise verliehen. Das Aisha-Foto war nicht der einzige Reality-Schocker unter den Preisträgern. Auch der Selbstmord eines Ungarn (1. Platz, „Spot News“), abgelichtet von Peter Lakatos, oder die Durchbohrung des Unterkiefers eines spanischen Matadors durch einen Stier („Sport“, 2. Preis) gehen an die Grenzen der fotografischen Ethik. Awards gab es aber indirekt auch für die innovative Medienszene der Gegenwart und Zukunft, und zwar für ein Selbstporträt für Facebook (Wolfram Hahn) und ein schickes Foto von „Wikileaks“-Gründer Julian Assange in London, der dort noch immer unter gerichtlicher Verwahrung steht.

 

Für Aisha hatte der Publicity Hype rund um ihr Foto ein gutes Ende – sie wurde in Los Angeles durch ein Team des renommierten Grossman Burn Centers kostenlos operiert.....

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Di

08

Feb

2011

„Bunga Bunga“ oder „Der italienische Polit-, Sitten- und Kulturverfall“.

Dieser ganze Gossip, gegen den sich Menschen wie mein Mann mit Anwälten verteidigen müssen, ist doch verrückt. Das ist wie im Fall Silvio Berlusconi - ob der jetzt mit drei oder fünf Mädchen Sex gehabt hat oder nicht, das ist doch egal, solange die Politik im Lande in Ordnung ist.“ Diese Aussage kann nur von einer Person kommen, die sich auf das „Dolce Vita“ beschränken sollte und sich aufgrund ihrer grenzenlosen Naivität politischer, kultureller oder sozialethischer Aussagen entschlagen sollte: Fiona Pacifico Griffini-Grasser (aka Swarowski), ihres Zeichens Gattin des schönsten Finanzministers und größten Unschuldslammes aller Zeiten. Im Vergleich zum italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi ist er das vermutlich sogar.

 

Seit Jahren kämpfen in Bella Italia junge, parteiunabhängige Aktivisten für die Absetzung dieses undurchsichtigen, schleimigen Multimillionärs, der sich der schweigenden Masse noch immer als „einer von uns“ verkauft, mit Steuervergünstigungen, Law&Order-Policy und staatlichen Arbeitsprogrammen punktet und mit seiner Mitte-Rechts-Koalition noch immer auf 47 % der Stimmen kommt. Nicht einmal mehr als 1 Million demonstrierende Römer, organisiert durch die Facebook-Wellenbewegung „Popolo Viola“, können Berlusconi zum Rücktritt zwingen, zuletzt im Dezember 2010 scheiterte ein Misstrauensvotum gegen den Popolo della Liberta-Vorsitzenden im italienischen Parlament knapp.

 

Der Lebenslauf des italienischen Ministerpräsidenten liest sich wie ein „Paten“-Dreigroschenroman – Jura-Studium, dann Unternehmensgründungen en masse (mit ungeklärter Finanzierung und Geldwäscheverdacht), 5 Kinder aus 2 Ehen, als Privatvergnügen ein prominenter Fußballclub (AC Milan), Mitglied einer Freimaurerloge, mafiöse Verbindungen – erst zuletzt wurde ein enger Studien- und Parteifreund deswegen zu 7 Jahren Haft verurteilt – , Rechtsbeugungen als persönliches Leitprinzip (Zitat: „Es ist richtig, dass alle vor dem Gesetz gleich sind, aber ich bin gleicher, weil mich die Mehrheit des Volks gewählt hat“), dutzende Gerichtsprozesse wegen Schmiergeldzahlungen, Meineid und Steuerbetrug, eine seit den 80ern systematisch aufgebaute Mediendiktatur mit Einfluss auf die öffentlichrechtliche RAI und Privateigentum am größten Konkurrenzsender Mediasat. Laut den „Reportern ohne Grenzen“ belegt Italien aufgrund mafiöser Gruppen hinter Ghana und Mazedonien (!) nur mehr Platz 49 im Pressefreiheits-Ranking und gilt insofern nur mehr als „partly free“.

 

Dem 74jährigen (!) Berlusconi ist das alles Schnuppe, er wählt Abgeordnete und Ministerinnen nach ihrer Schönheit aus und feiert mit minderjährigen Prostituierten „Bunga Bunga“. What´s that ? Laut dem Online-Wörterbuch „Urban Dictionary“ eine äußerst brutale Anal-Massenvergewaltigung, die sich auf einen Witz (siehe unten) bezieht, laut Berlusconi ein Ritus in Gaddafis (!) Harem und die Tradition, sich nach dem Abendessen junge Mädchen („besser schöne Frauen ansehen als schwul“) zwecks erotischen Desserts ins Separee einzuladen. Auf die Erotik würden die Frauen wohl gerne verzichten, auf das Escort-Geld von um die 5000 Euro pro Abend wohl weniger.

 

Nicht nur die Modeindustrie und die Clubbingveranstalter (Star Night Club dieses Wochenende) sind bereits auf den „Bunga Bunga“-Trend aufmerksam geworden, sondern auch das Pornobusiness. Im März erscheint der von der deutschen Magma Film produzierte Sexfilm „Bunga Bunga Presidente“ – im Mittelpunkt ein 17jähriges Mädchen, das mit dem Gesetz in Konflikt kommt, Hilfe von einem reichen Politiker bekommt und sich auf „eindeutige Art“ dafür bedankt. Der „ficktive“ Streifen mag ja ganz lustig sein, in der Realität soll ein Politiker Vorbild, Visionär, Meinungsführer und Staatslenker sein und kein skandalträchtiger (alternder) Lüstling ohne Respekt vor dem Gesetz, den Medien und dem Staatsvolk. Dies gilt allerdings nicht nur für Italien. Womit wir wieder beim Beginn der Story wären.....

 

Bunga Bunga – Der Witz: Zwei Entdecker werden in Afrika von einem Stamm gefangen genommen. Der Häuptling fragt sie: «Wollt ihr Bunga Bunga oder den Tod?» Der erste Entdecker sagt: «Ich will leben, also Bunga Bunga.» Daraufhin wird er vom ganzen Stamm anal vergewaltigt. Dem zweiten Entdecker stellt der Häuptling die gleiche Frage. Dieser antwortet: «Ich wähle den Tod!» Daraufhin schreit der ganze Stamm: «Er will den Tod, Tod durch Bunga Bunga!»

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Sa

05

Feb

2011

„Mr. Knight Rider rocks Vienna“ – Massenansturm bei der Autogrammstunde von David Hasselhoff in der Wiener Lugner City.

Es gibt die Legende, dass er mit seinem „Looking for Freedom“-Auftritt die Grenzen zwischen Ost und West beseitigte und die Berliner Mauer zum Fallen brachte: David Hasselhoff. Freitag nachmittag beehrte der amerikanische Entertainer die Wiener Lugner City im Rahmen einer Autogrammstunde im dort neueröffneten Media Markt. Und die Massen, zwischen 10 und 80, strömten und standen in einer riesigen Schlange Spalier, der gesamte 2. Stock des populären Einkaufszentrums prall gefüllt. Nicht einmal der kitschig anmutende „Hoff“-Floorfiller „Wir zwei allein“ (mit dem Kinderstar Gwen) konnte die Fans davon abhalten, sich um ein Autogramm anzustellen, 95 % der vermutlich mehr als 2000 Fans warteten trotz einer mehr als 60 Minuten dauernden von Manager Herbert Fechter moderierten Autogrammstunde vergeblich.

 

Die anderen ließen sich vom ganz in Schwarz gekleideten Hasselhoff Insignien ihrer Jugend unterzeichnen: Rettungsbojen aus „Baywatch“ (der meistgesehenen TV-Serie aller Zeiten), Foto-Shots mit dem kultigen sprechenden Auto KITT und natürlich Vinylscheiben aus der skurrilen musikalischen Karriere von David Hasselhoff rund um Gassenhauer wie „Do the Limbo Dance“, „Crazy for you“ oder „Is everybody happy“. „Mr. Knight Rider“ mimte den gutgelaunten Night-Rocker, swingte autogrammschreibend mit zu seinen Evergreens und goss sich öfters mal einen durchsichtigen Drink in die trockene Kehle. Dessen Inhalt hoffentlich Mineralwasser war, denn der wodkatrinkende „Hoff“ erreichte vor einigen Jahren schon ambivalente Youtube-Popularität, als seine Töchter ihren betrunkenen, cheeseburger-essenden Vater ins Internet stellten, um ihn auf seine Alkoholabhängigkeit aufmerksam zu machen. Hayley und Taylor-Ann, bei dem darauffolgenden Konzert in der Wiener Stadthalle als „Bella Vida“ ebenfalls auf der Showtreppe, waren bei der Autogrammstunde nicht zugegen, Baumeister Richard Lugner dagegen ließ sich den famosen Auftritt von Hasselhoff nicht entgehen.

 

In den Charts war Hasselhoff zuletzt mit „Jump in my Car“ vertreten, sogar auf Platz 3 in den englischen Charts durch eine Internet-Kampagne „Get the Hoff to Nummer One“. In Deutschland oder Österreich könnte ihm dies auch ohne virales Marketing gelingen – auf seinem am 1. April erscheinenden Album befinden sich – bei der Autogrammstunde exklusiv präsentiert – der Disco Fox-Klassiker „It´s a real good feeling“ und eine bizarre englische Coverversion des Ballermann-Evergreens „Hey, wir wollen die Eisbären sehen“. Der (sympathische) Hoff wird uns weiterhin nicht erspart bleiben...

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Di

01

Feb

2011

Karl Heinz Grasser - Zu schön für diese Welt und bald auch Hitparadenstar ?

Was ist der Unterschied zwischen Schüssels Vorzeigesteuersünder Karl Heinz Grasser und Oscar Wildes Dorian